Kohle

Kohleausstieg kommt fast ohne Entlassungen aus

Das Umweltbundesamt gibt Entwarnung: Bis zum Jahr 2030 müssen in der Braunkohle selbst bei einer drastischen Reduktion der Kraftwerkskapazität keine Beschäftigten entlassen werden:

Wie viele Beschäftigte nun tatsächlich in der Braunkohle arbeiten, ist derzeit ein Politikum. Einen Beitrag zur Diskussion, der die Beschäftigten in den Braunkohleregionen beruhigen dürfte, hat jetzt das Öko-Institut geliefert. Die Studie, die das Institut im Auftrag des Umweltbundesamts vorgelegt hat, kommt zum Ergebnis, dass der Kohleausstieg weniger Auswirkungen auf die Arbeitsplätze in der Braunkohleindustrie haben wird als befürchtet.   mehr ...

Deutschland ist Braunkohleweltmeister

Vor der zweiten Sitzung der Kohlekommission: WWF legt Kurzgutachten zur Braunkohlewirtschaft vor:

Allein mit der Ausbeute aller bereits freigegebenen Braunkohlereserven würde Deutschland sein CO2-Budget für den gesamten Energiesektor ausschöpfen. Das geht aus einem Kurzgutachten hervor, dass der WWF vor der zweiten Sitzung der Kohlekommission an diesem Freitag vorgelegt hat. Demnach würde Deutschland die Atmosphäre um zusätzlich rund 3,84 Milliarden Tonnen CO2 belasten, wenn es die freigegebenen Reserven aufbrauchen würde. Dabei darf der Energiesektor in Deutschland – inklusive Steinkohle, Erdgas und Erdöl - nur noch 2 bis 4 Milliarden Tonnen CO2 ausstoßen, wenn die Pariser Klimaziele fair auf die Länder und Sektoren verteilt werden.   mehr ...

Kohleausstieg - Kommission will Kohle nicht "kurzfristig ausknipsen"

Die letzte Hoffnung, dass die Kohlekommission einen schnellen Kohleausstieg beschließen könnte, dürfte jetzt dahin sein: "Die Kohle wird mit Sicherheit nicht kurzfristig ausgeknipst", sagte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) heute in Berlin. Und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) fügte hinzu: "Erst wird der Strukurwandel diskutiert." Erst danach gehe es um den Klimaschutz.   mehr ...

 

Weiteres Klimareporter: "BUND: "Paris verlangt den Kohle-Ausstieg bis 2030"."
Spiegel: "Planung des Kohleausstiegs - Mitglieder der Kohlekommission stehen fest."
n-tv: "Klimaziele sollen bewahrt werden - Allianz verabschiedet sich von Kohle."
FAZ: "Brief an Merkel - Das große Ringen um den Kohleausstieg."
n-tv: "Perspektive für die Menschen - Ministerien-Quartett plant Kohleausstieg."
Ärzteblatt.de: "Ärzte fordern Kohleausstieg bis 2030."
Zeit: "Teure Notfallkohlekraftwerke bisher ungenutzt."
Campact: "Petition: Kein neues Braunkohlekraftwerk in NRW."
Petition Campact: "Kohleausstieg jetzt! Union und SPD wollen das Klimaziel für 2020 kippen."
BUND: "Vergleichsvorschlag des OVG zum Hambacher Wald - BUND begrüßt alle Initiativen zur Lösung des Konflikts."
SZ: "Braunkohletagebau - Gericht stoppt vorerst umstrittene Abholzung im Hambacher Wald."
Klimaretter: "Hambacher Forst: Klage abgewiesen."
Spiegel: "Expertenpapier - Weniger Kohlemeiler könnten Stromversorgung sicherer machen."
n-tv: "Interview mit Claudia Kemfert - "Der Industriestandort ist nicht gefährdet"."
Handelsblatt: "Rechtsgutachten: Schneller Kohleausstieg verfassungskonform."
Kein-Tagebau.de: "Cottbus - Stadt der Kohlelobby steigt aus der Braunkohle aus."
"Ende der Braunkohle - Tillich: Strukturfonds soll Ausstieg begleiten."

"Appell an die Politik - Konzern-Bündnis fordert Kohleausstieg."

Klimaretter: "München grüßt Fidschi und Jamaika."
Spiegel: "Lobbypapier - Siemens fordert raschen Kohleausstieg."
ARD: "Video - Ist Kohle Deutschlands billigster Energieträger?"
FR: "Kohleausstieg - „Letzte Chance für Umsetzung der Klimaziele“."
Presseportal: "WDR exklusiv: Schäden des Braunkohle-Tagebaus noch in mehr als 300 Jahren spürbar."
Welt: "Kohlekraftwerk in Stade darf gebaut werden."
Der Freitag: "Wie der Kohleausstieg vereitelt wurde."
Attac: "6000 protestieren bei Aktionstagen im Rheinland gegen Braunkohle."
WDR: "Polizei: Braunkohle-Protest "Größtenteils friedlich"."
Grüne im Bundestag: "Strommarkt - Dreckiger Kohlestrom im Überfluss."
BUND: "Umfrage - Bevölkerung erwartet von der nächsten Bundesregierung einen Fahrplan für den Kohleausstieg."
Campact: "Klimapolitik für Kohlekonzerne jetzt stoppen - Campact startet Protestaktion gegen die Linkspartei."
BUND: "Eilantrag für Rodungsstopp im Hambacher Wald."
BUND: "Rote Linie gegen Kohle - Verbände rufen zu Demonstration am Braunkohlentagebau Hambach auf."
SZ: "Braunkohle - Merkels Ausstieg."
WDR: "RWE-Klage - Braunkohle-Folgekosten sollen geheim bleiben."
Spiegel: "Strukturwandel - Deutschland hat nur noch 20.000 Braunkohle-Jobs."
Klimaretter: "Neue Milliarden gegen Braunkohle-Schäden."
Tagesschau: "Grüne wollen Kohleausstieg bis 2030."
Umweltinstitut: "Kohleausstieg 2025 - 6 Thesen zum Kohleausstieg nach Paris."
TAZ: "Braunkohle: Der Bagger vor dem Haus des Herrn."
Klimaretter: "Grüne Minister forcieren Kohleausstieg."
TAZ: "Deutsche Blockade der EU-Grenzwerte - Berlin kämpft weiter für Braunkohle."
Der Freitag: "Kohle in Europa vor dem Aus."
Campact: "Dubioser Deal in der Lausitz könnte Steuerzahlende 10 Milliarden kosten."
Umweltbundesamt: "Kohlestrom: 50 Prozent weniger bis 2030 ist möglich – und nötig."
RP-Online: "Umfrage - Mehrheit fordert raschen Braunkohle-Ausstieg."
Energiezukunft: "Oxfam: „Die Zeit für den Kohleausstieg ist reif“."
TAZ: "EPH: Braunkohleabbau in Deutschland - Geld einsacken und abwandern
FAZ: "EPH-Gruppe - Vattenfall verkauft Braunkohlesparte nach Tschechien."
Spiegel: "Grenzwerte zu hoch: Deutsche Kohlemeiler stoßen tonnenweise Quecksilber aus."
Campact: "Die Energielobby trifft sich 27 Mal mit der Regierung. Und macht ein Milliardengeschäft."
Tagesschau: "Gabriel und Konzerne einigen sich - Braunkohle-Meiler gehen vorzeitig vom Netz."
Spiegel: "Stadtwerke prüfen Klage."

Erneuerbare Energien

Enercon - In der Windkraftbranche fallen Hunderte Stellen weg

Der Ausbau der Windenergie in Deutschland stockt. Allein in Niedersachsen werden in den kommenden Monaten Hunderte Beschäftigte ihre Arbeit verlieren:
 
Hunderte Beschäftigte von Zulieferunternehmen des Windkraftanlagenherstellers Enercon im niedersächsischen Aurich sollen in den kommenden Monaten ihre Stellen verlieren. Der Konzern wolle sich internationaler aufstellen, weil die Auftragslage für Windkraftanlagen in Deutschland stark rückgängig sei, berichtet der Norddeutsche Rundfunk. Windräder, die für andere Länder gebaut würden, müssten vor Ort zusammengesetzt werden, so ein Sprecher von Enercon. Die IG Metall forderte einen Sozialplan. Die nicht mehr benötigten Mitarbeiter müssten weiter qualifiziert werden. Dem Bericht zufolge fallen allein in Niedersachsen mehr als 700 und bundesweit 835 Stellen weg.   mehr ...

Energiewende - Erneuerbare auf Siegeszug

Im ersten Halbjahr machten die Ökoenergien 41,5 Prozent der Stromproduktion in Deutschland aus. Selbst die Energiekonzerne können es nun nicht eilig genug haben mit dem Ausbau von Wind- und Solaranlagen.   mehr ...

Petition Campact: Wir brauchen Erneuerbare zur Klimarettung

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Die Union drischt auf den Klimaschutz ein. Jetzt will Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auch noch den Ausbau der Erneuerbaren Energien verschleppen. Es braucht ein Machtwort von der SPD – sie darf sich die Klimaschutz-Blockade der Union nicht länger gefallen lassen. Schon am 9. Mai fällt die Entscheidung.   mehr ...

Mit einem Brandbrief an die neue Landesregierung haben sich 61 Unternehmen gegen die von CDU und FDP geplante Einschränkung für neue Windkraftanlagen positioniert. Durch den von der schwarz-gelben Koalition vorgesehenen Mindestabstand von 1500 Metern zwischen neuen Windrädern und Wohnsiedlungen würden 90 Prozent aller möglichen Flächen gestrichen. Das hätte einen massiven Einbruch des Windenergieausbaus ab 2019 zur Folge. – Quelle: http://www.ksta.de/28247264 ©2017

 
Kölner Stadt-Anzeiger: "NRW - Windbranche fürchtet Jobabbau."
Klimaretter: "Solar-Guerilla auf dem Balkon: Mit Mini-Solaranlagen für den Balkon lässt sich unkompliziert Ökostrom für die Eigennutzung produzieren."
Klimaretter: "Erneuerbare - Nur Strom kommt voran: Im ersten Halbjahr dieses Jahres konnten die erneuerbaren Energien ihren Anteil am Endenergieverbrauch nur im Stromsektor deutlich steigern."

Energie Ausland

Erneuerbare Energien - Der Hoover Dam soll zum Pumpspeicherkraftwerk werden

Pumpspeicherkraftwerke sind ein anerkanntes Mittel, um elektrische Energie, etwa aus Wind- oder Solarkraftwerken, zu speichern. Aber warum ein neues Pumpspeicherkraftwerk bauen, wenn es doch schon ein großes Wasserkraftwerk gibt, das sich umfunktionieren und damit auch noch besser auslasten lässt?

Wohin mit dem Solarstrom? Kalifornien ist der US-Bundesstaat, in dem der meiste Solarstrom produziert wird. Doch oft genug ist mehr Strom verfügbar, als ins Netz eingespeist werden kann. Es wird ein Speicher für die Energie benötigt. Los Angeles plant einen gigantischen: den Lake Mead.   mehr ...

Atomkraftwerk Hinkley Point C darf öffentlich gefördert werden

Das Gericht der Europäischen Union hat eine Genehmigung der EU-Kommission bestätigt, nach der der britische Staat das AKW mit Beihilfen fördern darf:

Das Milliardenprojekt des neuen Atomkraftwerks Hinkley Point C hat eine wichtige Hürde geschafft. Das Gericht der Europäischen Union (EuGH) hat eine Klage Österreichs gegen Beihilfen der britischen Regierung zu dem AKW abgewiesen, die die EU-Kommission im Oktober 2014 genehmigt hatte. Eine der Beihilfen besteht darin, dass Großbritannien den AKW-Betreibern einen garantierten Einspeisetarif für 35 Jahre zugesagt hatte. Die garantierte Einspeisevergütung wird mit bis zu 1,6 Milliarden Euro im Jahr bewertet.   mehr ...

Türken gegen türkischen Kohleausbau

Die Türkei ist eines der sonnenreichsten Länder, doch Präsident Erdoğan setzt massiv auf Kohle und Atomkraft. Drei Wochen vor den Wahlen zeigt eine Umfrage: Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt diesen Kurs ab.   mehr ...

 

Golem: "Island hat ein Kraftwerk mit negativen Emissionen."

Energiewende

Klimaneutrales Deutschland - Deutschland muss "grünes" Gas importieren

Mit Ökostrom hergestellte Gase wie Wasserstoff und Methan gelten als Klimaschützer der Zukunft. Das Gros der "grünen Gase" wird Deutschland nach den Prognosen allerdings aus dem Ausland beziehen müssen – wie heute das fossile Erdgas. Ob das nachhaltig ist, darf man bezweifeln:

Heiß wird hierzulande darum gestritten, ob sich Europa und vor allem Deutschland darauf einlassen sollen, die Pipeline Nord Stream 2 bauen zu lassen und sich für weitere Jahrzehnte von russischem Erdgas abhängig zu machen. Aus Klimasicht gilt fossiles Erdgas als eine nicht allzu weit tragende "Brücke", weil es zwar weniger Treibhausgase verursacht als Kohle und Öl, aber viel mehr als die Erneuerbaren.   mehr ...

Produktion im ersten Halbjahr - Erstmals mehr Öko- als Kohlestrom

In Deutschland ist erstmals mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt worden als aus Kohle. Im ersten Halbjahr 2018 hätten Wind, Sonne oder Wasser fast 118 Milliarden Kilowattstunden produziert, teilte der Bundesverband der Energiewirtschaft (BDEW) mit. Das entspreche einem Anstieg von über zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.   mehr ...

Pläne der EU - Energieeffizienz soll bis 2030 um 32,5 Prozent steigen

Die Energieeffizienz in der Europäischen Union soll bis 2030 um 32,5 Prozent gesteigert werden. Darauf einigten sich Unterhändler des EU-Parlaments, der EU-Staaten und der EU-Kommission am späten Dienstagabend. „Dieser Deal ist ein wichtiger Schub für Europas Energie-Unabhängigkeit. Ein großer Teil dessen, was wir für importierte fossile Kraftstoffe ausgeben, wird nun zu Hause in effizientere Gebäude, Industrie und Verkehr investiert“, sagte EU-Klimakommissar Miguel Arias Canete.   mehr ...

 

Hannovermesse: "Energiemanagement 4.0 ."
Klimaretter: "Wind schlägt Kohle."

Spiegel: "Energiewirtschaft - Kampf um die Kohle."

Klimaretter: "EU-Kommission für mehr Erneuerbare."

Klimaretter: "Forschung - Navi für die Energiewende."

FAZ: "Neue Studie - Das denken die Deutschen über die Energiewende."

Spiegel: "Sinkende Leitungskosten - Warum Stromanbieter bald den Preis senken (müssten)."

Zeit "Bundesnetzagentur - 330.000 Haushalte ohne Strom wegen unbezahlter Rechnungen."

Tagesschau: "Preis für Ökostrom EEG-Umlage sinkt auf knapp 6,8 Cent."

Capital: "Der Kohleausstieg hat Vorrang."

BEE: "Energiesteuer mit CO2-Komponente plus Rückverteilung schafft Fairness auf dem Wärmemarkt."

Energie-und-Management.de: "WINDKRAFT - Kabinettsentwurf bereits Anfang September."

Businessinsider.de: "Ökonom rechnet ab - Deutsche Energiewende nur ein „Ablenkungsmanöver“."

Spiegel: "Analyse des Energiemarktes - Wind und Sonne sind billiger als Kohle."


Atomkraft / Atomausstieg

AKW-Sicherheit - EU-Kommission ermahnt Belgien

Die EU-Kommission hat Belgien erneut verwarnt, weil dort Vorgaben für die Sicherheit von Atomkraftwerken nicht eingehalten werden:

Die europäische Richtlinie über nukleare Sicherheit hätte eigentlich schon im August 2017 umgesetzt werden müssen. Weil dies nicht geschah, hat die EU-Kommission nun die zweite Stufe eines Vertragsverletzungsverfahrens eingeleitet. Belgien bekommt damit noch einmal acht Wochen Zeit, seine Atomkraftwerke sicherer zu machen. Andernfalls droht eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof.   mehr ...

Reaktorsicherheit - Export zum Ernstfall

Deutschland liefert die Brennstäbe für Belgiens marode Meiler. Das Bundesumweltministerium könnte das stoppen:
 
Es ist schon ungewöhnlich genug, wenn Nuklearexperten verschiedener Länder zu einer gemeinsamen Einschätzung kommen und diese auch noch öffentlich kundtun. Alarmierend ist es, wenn ihr Urteil vernichtend ausfällt. Es geht um Belgiens Atommeiler Tihange 2 und Doel 3. Dort wurden in den letzten Jahren Tausende Risse in den Reaktordruckbehältern entdeckt. Die zur Aachener Tihange-Konferenz geladenen unabhängigen Wissenschaftler des Atomforscher-Netzwerks INRAG stellten klar: Der Betrieb von Tihange 2 – wie auch der von Doel 3 – ist nach international anerkannten Maßstäben weder sicher noch zulässig. Ausgelöst durch einen gewöhnlichen Störfall könnte der Reaktordruckbehälter auseinanderbrechen, womit innerhalb kürzester Zeit große Mengen radioaktiver Stoffe freigesetzt und weite Landstriche auch im benachbarten Nordrhein-Westfalen verseucht würden. Wohlgemerkt: Es sind Fachleute, die das sagen, keine Atomkraftgegner.   mehr ...

AKW-Rückbau in Biblis - Atomkraftwerk-Silhouette bleibt

Das stillgelegte Atomkraftwerk Biblis wird seit einem Jahr abgebaut. Aus dem Atomgesetz entlassen wird es aber wohl erst 2032. Die Kraftwerks-Silhouette wird dann noch genauso aussehen wie heute:

Bis der leere Castor alle Materialschleusen des abgeschalteten Reaktorblocks B in 21 Metern Höhe durchlaufen hat, vergehen einige Stunden. Dann wird der blaue Behälter im südhessischen Atomkraftwerk Biblis mit abgebrannten Brennelementen beladen. Erst sieben Tagen später kann der Castor mit einem Schienenfahrzeug von Block B ins nur wenige Meter entfernte Zwischenlager für hoch radioaktive Castoren (SZL) gebracht und eingelagert werden.   mehr ...

 

FR-Online: "Nach dem Atomzeitalter: Deutschland steigt aus der Atomenergie aus, steckt aber noch 2,7 Milliarden Euro in Atomforschung."

Energiekonzerne

Netzengelte - Konzerne sollen 300 Millionen Euro Stromkosten nachzahlen

- Große Industriekonzerne mussten in Deutschland die Netzentgelte nicht bezahlen. Damit wollte die damalige CDU/CSU-FDP-Regierung die Unternehmen entlasten.

- Das war eine illegale Beihilfe, hat die EU-Kommission nun entschieden. Die Firmen müssen das Geld jetzt zurückzahlen.

Dieses Geschenk sollte der Industrie die Energiewende schmackhafter machen: Die schwarz-gelbe Bundesregierung gewährte Großkonzernen einen Rabatt bei den Stromkosten. Unternehmen, die viel Energie verbrauchen, wurden von den Netzentgelten befreit. Die Ausnahme wurde als "Mitternachts-Paragraf" bekannt, weil sie in den Verhandlungen im Jahr 2011 erst kurz vor Schluss aufgenommen wurde.   mehr ...

Neue Marktmacht, kriminelle Manager und drei EEG-Novellen

Die Stromliberalisierung war ein Erfolg, doch jetzt droht ein Rollback mit zwei Megakonzernen für Erzeugung und Netze, sagt Gero Lücking, Geschäftsführer für Energiewirtschaft beim Ökostrom-Anbieter Lichtblick und Mitherausgeber von Klimareporter.   mehr ...

Entschädigung nach Atomausstieg - Eine Milliarde für Vattenfall und RWE

Nach dem 2011 beschlossenen Atomausstieg hat das Bundesverfassungsgericht den AKW-Betreibern Entschädigung zugesprochen. Laut einem Gesetzentwurf können Vattenfall und RWE mit rund einer Milliarde rechnen.   mehr ...

Heise: "Aus RWE SmartHome wird innogy SmartHome."

Fracking

Experten-Gremium geplant - Bund ebnet Weg für Fracking-Bohrungen

Schon bald könnte es in Deutschland Fracking-Probebohrungen geben. Die Regierung bereitet derzeit den Einsatz einer Expertenkommission vor. Die Grünen sehen darin ein klares Zeichen: Der Startschuss für das umstrittene Schiefergas-Fracking ist gefallen:

Schon bald könnte es in Deutschland zu Probebohrungen für die Schiefergas-Förderung nach der Fracking-Methode kommen. Die Bundesregierung bereitet derzeit einen Beschluss zur Benennung einer Expertenkommission zur wissenschaftlichen Begleitung von Probebohrungen vor. Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervor. Demnach sollen vier von der Bundesregierung und zwei vom Bundesrat benannte Vertreter in dem Gremium sitzen.   mehr ...

Frackingverbot: Hoffen auf Bundesländer

Das umstrittene "unkonventionelle" Fracking ist ab heute verboten – außer für die Forschung. Für den Klimaschutz nützt das nichts, kritisieren Umweltschützer:

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Das Fracking-Gesetz, das heute in Kraft tritt, hatte schon Folgen: Dem Gaskonzern Wintershall wurde untersagt, in Nordrhein-Westfalen in zwei Feldern weiter nach Erdgas zu suchen. Die NRW-Bezirksregierung Arnsberg hat – eben mit Bezug auf das Gesetz – Anfang des Monats die entsprechenden Verlängerungsanträge des Konzerns abgelehnt.   mehr ...

 

Weiteres Campact: "Gesundheit - Ein Arzt packt aus."
Klimaretter: "Südafrika will fracken:."

Fukushima / Tschernobyl

Fukushima-Report - Radioaktivität in wiederbesiedelten Regionen nach wie vor zu hoch

Rückkehr ins Ungewisse: Japans Versuche, die Region um das AKW Fukushima von Strahlung zu säubern, sind gescheitert, das zeigt ein Greenpeace-Report. Trotzdem sollen die Evakuierten zurück in ihre Häuser.

Überall Messstationen –doch keine Sicherheit: Wer zurückkommt, wird gründlich dabei begleitet. Jedes wiederbezogene Haus erhält eine leuchtende Anzeigetafel, die permanent die aktuelle Radioaktivität verkündet. In der lokalen Tageszeitung stehen die Strahlenwerte der offiziellen Messstationen neben den lokalen Wetterdaten. Das soll Vertrauen einflößen. Doch viele Menschen sind beunruhigt.   mehr ...

Gericht verurteilt Staat und Betreiber wegen Fukushima

Ein japanisches Gericht hat dem Staat und dem Konzern Tepco eine Mitschuld an der Atomkatastrophe in Fukushima gegeben.

Das Bezirksgericht der Stadt gab einer Sammelklage von rund 3.800 Bürgern statt. Sie forderten eine monatliche Entschädigung von umgerechnet 380 Euro. Diese soll solange gezahlt werden, bis die Strahlung auf den Stand vor dem Gau gesunken ist. Im Atomkraftwerk Fukushima im Nordosten Japans war es im März 2011 in Folge eines Erdbebens und eines Tsunamis zu Kernschmelzen in drei Reaktoren gekommen.   mehr ...

Nach GAU von Fukushima - Tepcos Meiler bestehen Sicherheitschecks

Zum ersten Mal seit der Atomkatastrophe von Fukushima haben Reaktoren des Kraftwerksbetreibers Tepco zum Betrieb notwendige Sicherheitschecks bestanden. Die Meiler dürfen damit wieder hochgefahren werden - wenn denn die zuständigen Kommunen zustimmen.   mehr ...


Geothermie

Seismologie - Wie der Mensch die Erde erschüttert

- In Oklahoma lösen die Abwässer aus der Öl- und Gasförderung regelmäßig mittelstarke Erdbeben aus.

- Die Zahl menschenverursachter Erdbeben nimmt weltweit zu.

- Auch in Deutschland bebt die Erde in Folge von Geothermie und Bergbau:

An einem Tag im Sommer ging in Oklahoma das Licht aus. Ein Erdbeben der Stärke 4,2 erschütterte die Kleinstadt Edmond und verursachte einen Stromausfall. Vor zehn Jahren wäre so etwas noch vollkommen undenkbar gewesen. "Bevor Fracking aufkam, war Oklahoma ein aseismischer Bundesstaat", sagt Marco Bohnhoff, Seismologe am Geoforschungszentrum Potsdam. Auf den offiziellen Gefährdungskarten war der Staat ein weißer Fleck, Erdbeben traten dort im Prinzip nicht auf.   mehr ...

Bohren für die Wärmewende

Was macht eigentlich die Geothermie? Energie aus dem Erdinneren wird auch in Deutschland bereits erfolgreich genutzt. Wenn nur die Kommunikation der Risiken etwas einfacher wäre:

Es ist natürlich keine Frage, dass München spitze ist. Sei es im Autobau, beim Bierausschank in Festzelten und üblicherweise auch im Fußball. Eine weitere Erfolgsgeschichte spielt sich noch überwiegend im Verborgenen ab, was vielleicht von Vorteil ist, denn diese Branche hat keinen guten Ruf. Die Rede ist von der Geothermie: Bayerns Hauptstadt und ihr Umland führen heimlich eine Energiewende durch. Siebzehn Erdwärme-Anlagen sind mittlerweile in der Region in Betrieb, drei weitere befinden sich im Bau. Aus Bohrlöchern, die bis zu sechs Kilometer in den Untergrund reichen, wird kochend heißes Thermalwasser an die Oberfläche gefördert; stets verfügbare Wärme aus der Erdkruste heizt ganze Stadtteile und produziert Strom. Weder Treibhausgase entstehen dabei noch Atommüll, trotzdem wird diese Energiegewinnung bekämpft.   mehr ...

 

Weiteres SZ: "Geothermie in Deutschland - Die Angst vor dem Bohrer."

Telepolis: "Ohne Bohrungen geht es nicht: Für die Renaissance des Atomausstiegs könnte die Erdwärme einen wichtigen Beitrag leisten."

 


Atommüll-Entsorgung

Nicht erst seit der Entscheidung zum Atomausstieg durch die Bundesregierung stellt sich die Frage: Wohin mit dem Atommüll, der für Hunderttausende von Jahren strahlen und das Leben ganzer Generationen gefährden könnte.

Die Atomkonzerne wie Vattenfall, EoN, EnBW und RWE haben sich nicht nur nach Kräften gegen den Atomausstieg gewehrt und Deutschland mit Entschädigungsforderungen überzogen, sondern darüberhinaus auch noch die Entwicklung von Konzepten für Erneuerbare Energien verschlafen. Dafür bezahlen sie jetzt mit Verlusten und schlechten Geschäftszahlen - und werden belohnt von der Politik mit einer Begrenzung der Haftung.

Es wird noch ein langer Weg bis zum ersten Endlager auf deutschem Boden ...

 

Atomkraft - Kein löchriges Endlager

Die Suche nach einem Endlager für den stark strahlenden Müll aus den Atomkraftwerken wird nun bundesweit neu gestartet, ausgehend von einer „weißen Landkarte“:

Alles zurück auf Anfang – nach der Pleite mit Gorleben. Die Suche nach einem Endlager für den stark strahlenden Müll aus den Atomkraftwerken wird nun bundesweit neu gestartet, ausgehend von einer „weißen Landkarte“. Das heißt: Alle Bundesländer von Schleswig-Holstein bis Bayern und viele Regionen kommen theoretisch infrage. Das bedeutet aber auch: Projekte im tiefen Untergrund wie Erdwärmenutzung, Brunnenbau oder Bergbauprojekte zur Rohstoffgewinnung werden künftig erst dann genehmigt, wenn das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) zustimmt. Darauf wies BfE-Präsident Wolfram König am Montag in Berlin hin.   mehr ...

Zahltag für Atomkonzerne - Wie überweist man eigentlich 24 Milliarden Euro?

An diesem Montag steht ein wohl historischer Zahltag für Deutschlands Atomkonzerne an: Sie müssen zusammen rund 24 Milliarden Euro in einen staatlichen Entsorgungsfonds für die Zwischen- und Endlagerung des Nuklearmülls einzahlen. Die vier Energieriesen Eon, RWE, ENBW und Vattenfall wollen die gewaltige Summe auf einen Schlag aufbringen - für eine theoretisch bis Ende 2026 mögliche Ratenzahlung hätte der Staat satte Zinsen von 4,58 Prozent pro Jahr kassiert.   mehr ... 

Kommentar zum Atommüll-Staatsfonds der Bundesregierung

Zur für heute angekündigten Unterzeichnung des öffentlich-rechtlichen Vertrags zum Atommüll-Staatsfonds der Bundesregierung mit den vier Atomkonzernen Eon, RWE, ENBW und Vattenfall sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger:

"Dieser Vertrag droht einen Deal zu zementieren, mit dem sich die Energiekonzerne gegen Zahlung eines Risikoaufschlags von den Kosten der Atommüllentsorgung freikaufen. Trotz der Tatsache, dass weiter ein Gerichtsverfahren von Vattenfall gegen den Atomausstieg anhängig ist, akzeptiert die Bundesregierung einen Ablasshandel. Gewinnt Vattenfall seine Klage, drohen weitere Milliardenzahlungen an die AKW-Betreiber. Dass die Bundesregierung die Rücknahme aller Klagen der AKW-Betreiber nicht zur Bedingung für den Deal gemacht hat, war ein schwerwiegender und teurer Fehler.   mehr ...

 

SZ: "Atommüll unter die Erde in Australien? Das weltweit erste Endlager für radioaktiven Müll könnte in Australien entstehen - ausgerechnet im Siedlungsgebiet von Aborigines. Völlig absurd, findet Umweltaktivist Dave Sweeney."
SHZ.de: "Kabinett einigt sich auf Kriterien für Atommüll-Endlager: Die pauschale Festsetzung eines Standorts nennt Hendricks einen „historischen Fehler“. Dieser soll nun korrigiert werden."
Tagesschau: "Atomausstieg - Urteil mit unvorhersehbaren Folgen: Das Verfassungsgericht hat den Atomausstieg für zulässig erklärt. Doch gleichzeitig befanden die Richter, dass den Energiekonzerne eine Entschädigung zusteht. Das könnte sogar dazu führen, dass einzelne Meiler länger laufen."
ARD: "Eine Höhle für die Ewigkeit - Das erste Endlager der WeltFinnland baut für die Ewigkeit – ein Bauwerk, das länger halten soll als alle anderen Bauwerke der Menschheit zuvor:
SZ: "Müllkippen für die Ewigkeit: Weltweit haben sich gigantische Mengen Atommüll aufgetürmt - doch niemand will sie haben. Anders in Schweden."
Der Freitag: "Kosten für die Ewigkeit."