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Steuerflucht / Unternehmenssteuern

Apple gegen Attac - Steuertrickser will KritikerInnen mundtot machen

Prozess beginnt Montag in Paris / Konzern schuldet Allgemeinheit 13 Milliarden:

Statt endlich angemessen Steuern zu zahlen, zieht Apple gegen Attac vor Gericht. Am Montag beginnt in Frankreich ein Prozess, mit dem der Steuertrickser-Konzern sich seine KritikerInnen vom Leib halten will. In einem Eilverfahren vor dem Pariser Landgericht (Tribunal de Grande Instance) will Apple ein dreijähriges Hausverbot für Attac-Aktive in Frankreich durchsetzen. Bei Zuwiderhandlung soll Attac Frankreich 150.000 Euro bezahlen.   mehr ...

Österreich – Steueroase für Konzerne

Eine kleine Tabaktrafik zahlt in Österreich fast genauso viel Steuern wie ein milliardenschwerer Industriekonzern. Die großen Unternehmen werden vom Finanzministerium umarmt, die kleinen zur Ader gelassen:
 
Österreichische Steuerpolitik: In Lannach in der Steiermark befindet sich ein großes Unternehmen des von Frank Stronach gegründeten Magna-Konzerns – die Magna Powertrain GmbH & Co. KG. 2.100 Mitarbeiter stellen hier Autoteile für VW, BMW und Jaguar her und erzielten 2015 einen Umsatz von knapp einer Milliarde Euro und einen Gewinn von 35 Millionen.   mehr ...

Deutschland belegt Spitzenplatz im Steueroasen-Ranking

- Eine Liste des Netzwerks Steuergerechtigkeit lässt Zweifel an Europas Vorreiterrolle im Kampf gegen Steueroasen aufkommen.

- Luxemburg wird als einziger EU-Staat noch schlechter bewertet als die Bundesrepubliklin.   mehr ...

 
 
Spiegel: "Niederlande und die Paradise Papers - Das Steuerparadies nebenan."
Heise: ""Paradise Papers" - Neue weltweite Steuer-Enthüllungen – Apple, Facebook und Twitter auf der Liste."

Finanzpolitik 

Deutscher Staat erzielt Überschuss von 36,6 Milliarden Euro

Deutschland bleibt damit Musterschüler in Europa. Auch wenn der Überschuss im vergangenen Jahr niedriger ausfiel als erwartet:
 
Der Konjunkturboom in Deutschland hat der Staatskasse im vergangenen Jahr einen deutlichen Überschuss beschert. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialkassen nahmen unter dem Strich 36,6 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. In einer ersten Schätzung war die Behörde allerdings noch von 38,4 Milliarden Euro ausgegangen.   mehr ...

Designierter Finanzminister - Scholz distanziert sich von Schäuble

Der als künftiger Finanzminister gehandelte SPD-Vizevorsitzende Olaf Scholz beteuert, dass seine Partei in einer großen Koalition am ausgeglichenen Haushalt festhalten wird. „Die Sozialdemokraten stehen für solide Finanzen“, sagte der Hamburger Bürgermeister dem „Spiegel“. Der neuen Bundesregierung stünden in den kommenden vier Jahren insgesamt 1,4 Billionen Euro zur Verfügung. „Ansonsten sind wir auf zusätzliches Wachstum und daraus entspringende Steuermehreinnahmen angewiesen“, erklärte Scholz. „Bei allen zusätzlichen Wünschen müssen wir genau schauen, was wir uns leisten können und was nicht.“   mehr ...

Gerechte Steuerpolitik bei GroKo Fehlanzeige - Paritätischer warnt vor steuerpolitischen Unterlassungen

Der Paritätische Wohlfahrtsverband kritisiert die Pläne von Union und SPD, auf steuerpolitische Maßnahmen zur Verbesserung der Einnahmenseite und der stärkeren Belastung sehr hoher Einkommen und Vermögen in dieser Legislaturperiode komplett zu verzichten. Angesichts der großen Herausforderungen könne man sich einen solchen „steuerpolitischen Stillstand“ nicht leisten, warnt der Verband und reagiert damit auf die Ergebnisse der Koalitionsverhandlungsgruppe zur Steuerpolitik.   mehr ...
 
 
 
Weiteres FAZ exklusiv - "Bis zu 2500 Euro mehr für Familien."
SZ: "Steuern - Wenn Kinder Multimillionäre werden."

Finance News

Jahresbilanz - Deutschland hat eine Million Aktionäre mehr

Die Kurse an den Aktienmärkten meldeten 2017 einen Höchststand nach dem anderen. Zugleich stieg die Zahl der Aktionäre um fast 1,1 Millionen. Im Vergleich mit anderen bleiben die Deutschen aber Börsenmuffel:

Der kräftige Anstieg der Börsenkurse 2017 hat die Zahl der Aktionäre hierzulande auf den höchsten Stand seit zehn Jahren anwachsen lassen. Mehr als zehn Millionen Menschen in Deutschland hätten im vergangenen Jahr Aktien und Anteile an Aktienfonds besessen, heißt es in einer Mitteilung des Deutschen Aktieninstituts (DAI).   mehr ...

Openschufa - Reverse-Engineering der Schufa geplant

Wie genau kommt der Schufa-Score eigentlich zustande? Das wollen Algorithm Watch und die Open Knowledge Foundation zusammen herausfinden und bitten dafür um Geld - und später um Daten:

Die NGOs Algorithm Watch und die Open Knowledge Foundation wollen herausfinden, wie die umstrittenen Bewertungen der Schufa zustande kommen. Dazu haben sie eine Initiative gestartet, um zunächst Geld zu sammeln und später eine massenhafte Auswertung von freiwillig eingesandten Schufa-Auskünften durchzuführen.   mehr ...

ATP - Dieser Pensionsfonds macht 30 Prozent Rendite

Der dänische Pensionsfonds vermehrt sein Geld sehr erfolgreich. Das schafft er mit einer Strategie, die jeder Anleger nachmachen kann – zumindest in Teilen.   mehr ...


Banken / Spekulation

ING Diba kauft Lendico – und macht als erste große deutsche Bank wirklich ernst mit Fintech

Es ist die erste große Fintech-Akquisition durch eine führende deutsche Bank: Die ING Diba hat offenbar bei Rocket Internet zugeschlagen und den Berliner Online-Kreditmarktplatz Lendico gekauft. Die Transaktion ist aus mindestens zwei Gründen einschneidend für die deutsche Bankenbranche:

Nach Informationen des Branchen-Newsletters Finanz-Szene.de hat die ING Diba den ursprünglich von den Samwers gegründeten Berliner Online-Kreditmarktplatz Lendico gekauft. Die Übernahme wurde Ende vergangener Woche beim Bundeskartellamt angemeldet und dürfte in den nächsten Tagen offiziell verkündet werden. Eine Sprecherin der Online-Bank bestätigte die Informationen am Wochenende gegenüber Finanz-Szene.de.   mehr ...

"Spekulationsblase, Schneeballsystem" - Oberste Zentralbank sagt Kryptowährungen den Kampf an

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich will gegen Bitcoin und Co. vorgehen. Die Experten sprechen von einer "Bedrohung für die Finanzstabilität.   mehr ...

Scharfe Kritik an den Boni der Deutschen Bank

Deutschlands größtes Kreditinstitut will mehr als eine Milliarde Euro Boni zahlen für das vergangene Jahr, berichtet die Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Dagegen regt sich Widerstand.   mehr ...

 


Globaler Finanzmarkt - Schuldenkrise

Die Finanzkrise hat nicht nur die westliche Welt an den Rand des finanziellen Kollapses geführt. Es wurden Milliarden in die Bankenrettung gesteckt und versucht, die "Finanzmärkte" zu regulieren.

Nun ist allerdings festzustellen, dass alle Versuche, das zu bewerkstelligen ziemlich grandios gescheitert sind. Die Banken betreiben ihre Spekulationsgeschäfte ungeniert und es wird weiter gezockt. Die EZB hat es geschafft, mit ihrer Nullzinspolitik Sparer und Lebensversicherungen immer mehr zu enteignen. Alle ihre Maßnahmen dienen lediglich der Finanzindustrie. Eine Finanztransaktionssteuer, die fast schon als durchgesetzt galt, wird immer wieder hintertrieben und verschoben.

Eine grundlegende Reform lässt auf sich warten und wird wohl niemals kommen, weil die sog. "Eliten" gegenseitig sich an der Blockadepolitik gegenseitig überbieten ...

 

Auslöser der Finanzkrise - Das Ende einer Legende

Ein bekanntes Narrativ lautet: Die im Jahre 2007 ausgebrochene Finanzkrise ist hauptsächlich das Ergebnis einer verfehlten Geldpolitik gewesen. Die Fakten sehen anders aus:

Als Hort finanzieller Sicherheit erfreut sich in der westlichen Welt Kanada eines hervorragenden Rufes. Viele gut betuchte Anleger auch aus Deutschland haben in den vergangenen Jahren Geld in das nordamerikanische Land gebracht. Denn die Banken in Kanada gelten im internationalen Vergleich als besonders stabil. Im Unterschied zu Banken in den Vereinigten Staaten, in Großbritannien in Deutschland und in der Schweiz hat die großen kanadischen Banken sogar in der verheerenden Finanzkrise der Jahre 2007 und 2008 nicht der kleinste Hauch des Zweifels an ihrer Solidität umweht. Die Geldhäuser in Toronto und in Montreal galten, völlig zurecht, als bombensicher. Und sie sind es immer noch.   mehr ...

Finanzbranche - Die Krise war nur der Vorbote

Banker können einem leidtun. Ihre einstmals so sicheren und gut bezahlten Arbeitsplätze sind zu Schleudersitzen geworden. Die Entwicklung dürfte sich 2018 beschleunigen:

Noch vor zehn Jahren galt die Deutsche Bank als Primus der deutschen Wirtschaft. Kaum ein anderes Unternehmen verdiente so viel Geld. Und kein Manager war so bekannt wie der Schweizer Josef Ackermann, an dem sich die deutsche Öffentlichkeit ebenso rieb wie an einigen Deutsche-Bank-Chefs vor ihm.

Seitdem ist viel passiert. Erst kam die Finanzkrise, dann deren juristische Aufarbeitung. Der Aktienkurs der Deutschen Bank ist bis heute um rund 80 Prozent abgestürzt. Und wer glaubt, dass sei ein Einzelschicksal, muss sich nur die zweitgrößte Bank des Landes anschauen: Auch die Commerzbank ist heute nur noch ein Schatten ihrer selbst.   mehr ...

Optimismus an der Börse - Dax steigt über Marke von 13.000 Punkten

Die Hoffnung der Anleger auf einen weltweiten Wirtschaftsboom hievt den Dax erstmals über die Marke von 13.000 Punkten. Außenpolitische Krisen lassen die Anleger kalt, vielmehr schieben die Notenbanken die Kurse an.   mehr ...

Inflation stabilisiert sich – Wendepunkt der Geldpolitik?

Gegenüber dem Vorjahresmonat wird für September 2017 ein Anstieg der Konsumentenpreise in Deutschland in Höhe von 1,8 Prozent erwartet. Aktuell rentieren nicht einmal mehr Anleihen mit schwächerer Bonität oberhalb der Inflationsrate. Die Zukunft wird zeigen, ob dies die Spitze des Anlagenotstands darstellte. Der Handlungsbedarf für Anleger ist aktuell hoch.   mehr ...

 


EU-Finanzpolitik / Europäische Zentralbank

EU-Bürgerbeauftragte - EZB-Chef Draghi soll Lobbygruppe G30 verlassen

Gute Neuigkeiten aus Brüssel: In Folge einer Beschwerde unserer Partnerorganisation Corporate Europe Observatory (CEO) empfiehlt die Europäische Bürgerbeauftragte O’Reilly, dass EZB-Chef Mario Draghi die Finanzlobbygruppe Group of Thirty (G30) verlassen soll. Eine derart institutionelle Nähe des Chefs der Europäischen Zentralbank zur Finanzlobby untergrabe die Integrität der mächtigen geldpolitischen Institution.   mehr ...

Öko-Check für die EU-Finanzen

Nichtregierungsorganisationen fordern eine Umschichtung europäischer Gelder zugunsten des Umwelt-, Klima- und Naturschutzes. Jedes Jahr fließen immer noch 160 Milliarden Euro in klimaschädliche Projekte in den 28 EU-Mitgliedsstaaten:

Auf dem Papier ist alles bestens. Die EU hat sich verpflichtet, den Pariser Klimavertrag und die Nachhaltigkeitsziele der UN einzuhalten. In der Praxis aber gibt sie einen Großteil ihres Jahresbudgets von rund 160 Milliarden Euro für Projekte aus, die diesen Vorgaben widersprechen – etwa für Autobahn- und Flughafenbau, Erdgaspipelines oder eine industrialisierte Landwirtschaft.   mehr ...

Vorschlag der EU-Kommission - Europäischer Währungsfonds soll bis 2019 beschlossen sein

Ein eigener Finanzminister und ein europäischer Währungsfonds - so will die EU-Kommission die Eurozone künftig zusammenschweißen. Die Vorschläge von Kommissionspräsident Juncker dürften für Debatten sorgen.   mehr ...

Markteinschätzungen: EZB - die Insolvenzverschleppung und der Wahnsinn gehen weiter

Der Wahnsinn der EZB geht weiter. Während manche von einer Zinswende faseln können wir diese nirgendwo keinesfalls erkennen. Lassen Sie sich nicht in die Irre führen. Um Klartext zu sprechen: Es gibt keine Zinswende und es wird auch in den nächsten Jahren keine geben!   mehr ...

 
 
FAZ: "Vor fünf Jahren - „Whatever it takes: Vor genau fünf Jahren sprach EZB-Präsident Mario Draghi seine berühmten Worte, um die Euro-Krise zu beruhigen. Die Folgen waren gravierend."

Internetwährungen / Blockchain

Kryptogeld im Wert von 533 Millionen US-Dollar bei Hackerangriff gestohlen

Die japanische Kryptogeldbörse Coincheck hat am Freitag den Handel mit Kryptowährungen ausgesetzt, nachdem Kryptogeld in beträchtlicher Höhe verschwunden war. Seitdem befinden sich viele Kryptowährungen auf Talfahrt:

Laut der in Tokio ansässigen Kryptogeldbörse Coincheck wurden bei einem Hackerangriff 500 Millionen Einheiten des Kryptogelds NEM gestohlen. Dies entsprach zu dem Zeitpunkt einem Wert von rund 533 Millionen US-Dollar. Nach Einschätzung von Experten handelt es sich damit um den bislang größten Diebstahl in der Geschichte der Kryptowährungenm also höher als der im Jahr 2014 auf der Plattform Mt. Gox entstandene Schaden, der damals auf einen Wert von rund 500 Millionen US-Dollar geschätzt wurde.   mehr ...

Bezahldienstleister Stripe stellt Bitcoin-Unterstützung ein

2014 begann der Bezahldienst Stripe, Bitcoinzahlungen zu unterstützen, weil er auf eine günstige Alternative zu Kreditkarten hoffte. Die Hoffnung wurde enttäuscht, Stripe beendet seine Akzeptanz des Kryptogelds:

Der US-Bezahldienstleister Stripe will seine Unterstützung von Bitcoinzahlungen bis April 2018 schrittweise beenden. Das Kryptogeld habe sich in den vergangen Jahren eher zu einer Art Geldanlage denn zu einem Zahlungsmittel entwickelt, hieß es in einem Blogbeitrag des Unternehmens. So bräuchten Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk oftmals zu lange, um dort bestätigt zu werden. Zugleich schwanke der Wert erheblich, so dass es zu Fehlbeträgen komme, wenn die Zahlungen endlich angekommen seien. Ebenfalls seien die Transaktionsgebühren zu hoch.   mehr ...

Blockchain-Jobs - Neuer Trend auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Die Blockchain gilt als der Tech-Trend der kommenden Jahre. Auch auf dem deutschen Arbeitsmarkt lassen sich derzeit einige Entwicklungen dazu beobachten, verrät Annina Hering vom Indeed Hiring Lab:

Annina Hering ist Economist im Hiring Lab der Jobsuchmaschine Indeed. Als Teil eines internationalem Teams, bestehend aus Ökonomen und anderen Wissenschaftlern, analysiert sie globale Arbeitsmarktentwicklungen. Im Rahmen einer kürzlich erstellten Untersuchung auf der eigenen Plattform haben die Analysten einen neuen Trend in Deutschland bemerkt: Von Januar bis Dezember 2017 wuchs die durchschnittliche Zahl der Stellen mit Bezug zu Blockchain-Technologie um 625 Prozent. Im selben Zeitraum nahmen die Suchanfragen um 661 Prozent zu. Ob es sich da um einen kurzfristigen Hype oder einen langfristigen Trend für den Arbeitsmarkt handelt, war Thema unseres Gesprächs mit der Ökonomin.   mehr ...