Finanzindustrie

Sparda Bank in Baden-Württemberg - Noch eine Bank streicht die Überziehungszinsen

Die Bundesregierung will eine Warnpflicht für überzogene Konten einführen. Der Chef der Sparda-Bank in Baden-Württemberg hält das nicht für zeitgemäß. In Zeiten von Online- und Telefonbanking hätten die Kunden ihr Konto ohnehin jederzeit im Blick:

Überziehungszinsen

Die Sparda-Bank in Baden-Württemberg schafft im Juli die Zinsen für die Überziehung des Dispokredits ab. „Der Zusatzzins ist nicht mehr zeitgemäß“, sagt Sparda-Bank-Chef Martin Hettich der Nachrichtenagentur dpa. Ein solches System der Abschreckung passe nicht mehr in die heutige Zeit von Online- und Telefonbanking. Mit einer Bilanzsumme von 13,1 Milliarden Euro ist sein Haus die größte Sparda-Bank in Deutschland und eine der größten Genossenschaftsbanken in Deutschland.

Europas größte Direktbank ING-Diba hatte kürzlich den höheren Überziehungszins für Girokonten abgeschafft wie einzelne kleinere Banken zuvor auch. Mit dem Überziehungsuins sind die Zinsen gemeint, die fällig werden, wenn das Konto über den Dispokredit hinaus überzogen wird. Während die Zinsen für den Dispokredit im Schnitt bei knapp zehn Prozent liegen, muss man nach Beobachtung von Experten für die Überziehung des Dispos mit einem Zinssatz von durchschnittlich über 14 Prozent rechnen.   mehr ...

 

Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren - Wie wir lernten, die Banken zu hassen

Banken haben die Steuerzahler Milliarden gekostet. Und wollen jetzt einfach so weitermachen. Das empört uns.   mehr ...

© REUTERSDes Bankers neue Kleider sind immer noch seine alten

 


Steuersystem

SPD-Länder wollen Kapital wie Lohn besteuern

Die SPD-regierten Bundesländer wollen das Bankgeheimnis aufheben und die Zinsen höher besteuern, um im Gegenzug kleinere und mittlere Einkommen zu entlasten. "Wir können nicht von anderen Staaten verlangen, dass sie unserem Fiskus die Steuerflüchtlinge namentlich offenbaren, wenn wir im eigenen Land nichts dergleichen tun", sagte der rheinland-pfälzische Finanzminister Carsten Kühl (SPD) der "Frankfurter Rundschau":

Die SPD plant die Steuern auf Kapitaleinkünfte zu erhöhen.

Zudem sollten die 25-prozentige Abgeltungssteuer abgeschafft und Kapitalerträge künftig wieder mit dem persönlichen Steuersatz von bis zu 45 Prozent belastet werden. Mit den Mehreinnahmen solle dann die sogenannte kalte Progression begrenzt werden. Die Mittelschicht müsse entlastet werden, sagte Kühl, der auch Koordinator der SPD-Länderfinanzminister ist. Anlass für den neuen Vorstoß ist die Weigerung der Union, die Begrenzung der kalten Progression mit einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes zu finanzieren.

ab.   mehr ...

 

Heise: "Steuersystem: Zufriedenheit steigt mit Steuergerechtigkeit."
FAZ: "
Abmilderung der „kalten Progression" - Koalition einigt sich auf Steuerentlastung."
TAZ: "
Die Regierung hat mit ihrer Steuerlüge ein leichtes Spiel - Von wegen soziale Wohltat."
NachDenkSeiten: "
Sprudelnde Steuern? ."
FTD: "
Schwarz-gelber Schlagabtausch - Koalitionsrunde führt zum offenen Streit ."
SZ: "
Schwarz-gelbe Steuersenkungen - Sieben Milliarden für die Bürger ."
Süddeutsche Zeitung: "
Pläne zur Entlastung der Mittelschicht - Union erwägt höhere Steuern für Besserverdiener ."
NachDenkSeiten: "
Wo bleibt die Steuererhöhungsdebatte? ."
Spiegel: "
Trotz Steuersenkung - Deutschland plant ausgeglichenen Haushalt 2014 ."
Süddeutsche Zeitung: "
Länder gegen Steuersenkungspläne ."
Spiegel: "
Industrieverband kritisiert Steuer-Schnellschuss ."
Handelsblatt: "
Wirtschaftsverbände stützen Merkels Steuerkurs ."
Süddeutsche Zeitung: "
Koalition kündigt Steuersenkungen an - "Das Fell des Bären" ."
NachDenkSeiten: "
Die Bild-Zeitung macht für Steuersenkungen und die FDP mobil ."

Steuern Unternehmen

Kaffeehauskette - Starbucks will mehr Steuern zahlen

Einen Frappuccino to go mit Sahnehäubchen für die Staatskasse, bitte! Die Kaffeekette Starbucks verlegt ihre Europazentrale nach London, um - tatsächlich - mehr Steuern zu zahlen und damit ihr Image zu verbessern:

Starbucks in London

Steuern zahlen für die Kundenbindung und fürs Image. Was nach einem ungewöhnlichen Konzept klingt, ist die neue Starbucks-Strategie für Großbritannien. Dafür verlegt die weltweit größte Kaffeehaus-Kette ihre Europazentrale von den Niederlanden nach London, wie die britische Times und das niederländische Financieele Dagblad berichten.

Hintergrund dieses Schritts ist die harsche Kritik an der Steuervermeidungspraxis, die Starbucks - ähnlich wie Facebook, Apple und zahlreiche andere Großkonzerne - bislang verfolgte. Mithilfe ausgeklügelter Tricks bei der Gestaltung der Firmenstruktur und durch die geschickte Wahl ihrer Standorte sparen sich die Unternehmen Millionen.

Im Oktober 2012 hatte die Nachrichtenagentur Reuters aufgedeckt, dass Starbucks in Großbritannien für das im September zu Ende gegangene Geschäftsjahr 2012 überhaupt keine Steuern gezahlt hatte. Es war bereits das 15. Mal in Folge, dass Starbucks einen Fehlbetrag für seinen wichtigsten europäischen Markt bilanziert hatte. Der Fall zeigte exemplarisch, wie sich internationale Konzerne legal arm rechnen, um Steuern zu sparen. (Lesen Sie hier, welche Buchungstricks Starbucks in Deutschland nutzt.)   mehr ...

 

Die Story im Ersten: Wie Konzerne Europas Kassen plündern

Mit großem Rechercheaufwand fächert die Dokumentation die gewaltige Dimension der Steuervermeidung in Europa auf und stellt vor allem die Frage der politischen Verantwortung: Warum tut sich Europas Politik so schwer, das zu ändern? [Video: 43:59].   mehr ... 

                          Wie Konzerne Europas Kassen plündern.

 

Weiteres Spiegel: "Steuertricks: Google schiebt neun Milliarden Euro auf die Bermudas."
N24: "ATTAC CONTRA STARBUCKS - Proteste gegen Steuertricks des Kaffeerösters
Spiegel: "Steuertricks: Deutsche Konzerne schleusen Milliarden am Fiskus vorbei."
SZ: "Apples Steuerflucht - Der Staat macht's möglich."
Heise: "Nach Kritik an Apple: Deutsche Finanzminister fordern Schranken im Steuerwettbewerb."
Zeit: "Apple hat Steuern in Milliardenhöhe umgangen."
Spiegel: "G20 wollen Schlupflöcher für Großkonzerne schließen."
Spiegel: "OECD-Chef will Steuertricks der Weltkonzerne stoppen."
SZ: "Aufsichtsratschef Eric Schmidt - Googles Ex-Boss "sehr stolz" auf Steuertricks."
Zeit: "STEUERTRICKS - Die Jagd nach den staatenlosen Milliarden."
Welt: "Steuerlast Unternehmen - Deutsche Firmen werden besonders stark geschröpft."
Heise: "Burda: US-Internetkonzerne sind "Subventionsritter"."
SZ: "Umsätze bei Apple & Co. - Große Gewinne, kleine Steuern."
FR-Online: "KAFFEEKETTE STARBUCKS - Wie Starbucks sich arm rechnet."

Bankenkrise 

Finanzkonzerne - Kulturwandel? Ach was!

Die großen Banken versuchen, der Welt einzureden, dass sie ihr Geschäftsmodell von Grund auf geändert haben. Doch Banken sind keine Wohltätigkeitsvereine und Finanzberater keine Samariter. Staat und Kunden sollten sich ein gesundes Misstrauen bewahren:

Construction And City Views In Frankfurt Ahead Of German Gross Domestic Product Figures

Diese Wette kann man gar nicht verlieren: Redet ein hochrangiger Bank-Manager vor Publikum über seine Branche und sein Institut, wird er irgendwann - meist schon in der ersten Hälfte seiner Ausführungen - das Wort "Vertrauen" nutzen, und er wird dabei sehr ernst schauen. Vielleicht wird er nach der Passage eine kleine Kunstpause einlegen, um die Bedeutung des Gesagten zu unterstreichen, aber das ist nicht garantiert. Dass jenes Wort fällt, ist hingegen so sicher, dass man darauf unbesorgt wetten kann, zur Not auch mit geliehenem Geld.

Der Bankentag in Berlin in dieser Woche machte da keine Ausnahme; Jürgen Fitschen, Co-Chef der Deutschen Bank und Präsident des Bundesverbands deutscher Banken, erwähnte "Vertrauen" elfmal in seiner Rede und schlug damit Bundespräsident Joachim Gauck deutlich. Der hatte das Branchentreffen zuvor mit einer Ansprache eröffnet und darin das V-Wort lediglich viermal genutzt.

Der inflationäre Gebrauch des Begriffs ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt, dass es an Vertrauen mangelt. Die Banker erklären, wie wichtig Vertrauen in ihre Institute ist und dass sie es wiedergewinnen wollen. Da haben sie noch einiges vor sich: Die Wirtschaftsprüfer von EY, früher Ernst & Young, veröffentlichten zum Bankentag eine Umfrage, derzufolge vier von zehn Deutschen sagen, dass ihr Vertrauen in die Finanzkonzerne in den vergangenen zwölf Monaten weiter gesunken sei.   mehr ...

 

Spiegel: "Soffin: Bankenrettungsfonds schreibt erstmals Gewinn."
N24: "Sorgen in London - Milliardenlücke bedroht britische Banken."
SZ: "Milliardenschaden für deutschen Fiskus - Schwerer Betrugsverdacht gegen Banken."
Spiegel: "Kapitalerhöhung: Commerzbank zahlt Staatshilfe zurück."
Heise: "Während die großen Banken Personal entlassen, steigen die Personalkosten weiter."
Welt: "Niederlande - Europa enteignet erstmals die Gläubiger einer Bank."
SZ: "Untersuchungsbericht - Hypo-Vereinsbank soll Fiskus geprellt haben."
Spiegel: "Harter Sparkurs: Barclays will 3700 Stellen streichen."
Spiegel: "Entspannung an den Märkten: Banken zahlen EZB 137 Milliarden Euro zurück."
Handelsblatt: "SCHWEIZER GROSSBANK - UBS macht Milliardenverlust."
Handelsblatt: "QUARTALSERGEBNIS: Commerzbank meldet 720 Millionen Euro Verlust."
Spiegel: "Commerzbank-Betriebsrat nennt Sparpläne nicht verhandelbar."
N24: "Commerzbank will offenbar 6000 Stellen streichen."
Spiegel: "HypoVereinsbank will bis zu 1000 Stellen streichen."
N24: "Investmentbanker-Krise - Erträge und Jobs brechen weg."
Spiegel: "Riskante Wetten mit Derivaten"Wie vor der Finanzkrise"."

Finanz- und Schuldenkrise

Rückkehr an den Kapitalmarkt: Anleger überschütten Griechenland mit Milliarden

Akropolis in Athen: Griechenland kehrt auf die Kapitalmärkte zurück
AFP

Akropolis in Athen: Griechenland kehrt auf die Kapitalmärkte zurück

Seit 10 Uhr gibt Griechenland wieder Staatsanleihen aus - zum ersten Mal nach der faktischen Pleite vor vier Jahren. Ein Riesenerfolg: Investoren haben schon jetzt mehr als 20 Milliarden Euro geboten:

Um 10 Uhr deutscher Zeit endete für Griechenland die lange Abwesenheit von den Finanzmärkten: Vier Jahre nach dem ersten Hilferuf an seine Euro-Partner beschafft die Regierung in Athen sich wieder auf eigene Faust Milliarden bei Investoren. Dem Finanzministerium zufolge gibt das Land eine Anleihe mit fünf Jahren Laufzeit aus. Das Buch mit den Angeboten bleibt von 10 Uhr deutscher Zeit an nur wenige Stunden bis zum frühen Nachmittag geöffnet.

Im Zentrum des Interesses stehen nun zwei Fragen: Wie viel Geld kann Griechenland einsammeln - und wie hoch sind die Zinsen, die es dafür zahlen muss. Im Vorfeld waren aus dem Umfeld des Athener Finanzministeriums zwei Zielmarken genannt worden: Demnach soll die Auktion 2,5 Milliarden Euro einspielen, am besten zu Zinsen unter 5,3 Prozent.

Die ersten Informationen lassen daher auf einen riesigen Erfolg der Auktion schließen: Bereits kurz nach Beginn haben 550 Anleger zusammen mehr als 20 Milliarden Euro für die fünfjährige Staatsanleihe geboten, wie mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Insider berichten.   mehr ...

 

Weiteres Spiegel: "Euro-Krise: Portugiesischer Premier schließt zweites Hilfspaket aus."
Zeit: "Bankenunion - EU einigt sich auf Bankenaufsicht."
FAZ: "Janet Yellen soll Fed-Chefin werden - Wohin steuert nun Amerikas Geldpolitik?
NachDenkSeiten: "Die Lüge von der „Staatschuldenkrise“."
SZ: "Griechenland braucht weitere zehn Milliarden Euro."
SZ: "Euro-Zone verschuldet wie nie zuvor."
n-tv: "Zypern-Hilfe nicht zum Nulltarif - Steinbrück stellt vier Bedingungen."
N24: "ESM kompromissbereit - Schuldensünder sollen mehr Zeit bekommen."
Spiegel: "Kritik an Regierung: Verband fürchtet Zerschlagung von Banken."
Spiegel: "Euro-Staaten scheitern mit Schuldenabbau."
Spiegel: "G-20-Gipfel - Großkonzerne sollen Steuern im Heimatland zahlen."
SZ: "G20-Finanzminister warnen vor verzögertem Schuldenabbau."
SZ: "Verbot ungedeckter Leerverkäufe - Wie Europa sich vor den Spekulanten retten will."
SZ: "Neuer EU-Pakt soll Reformen erzwingen."
FAZ: "Euroländer wollen Rettungsfonds vergrößern."
Handelsblatt: "VERSTÖSSE GEGEN EU-RECHT - „Die Sprengkraft der falsch konstruierten Rettungspolitik."
N24: "Schuldenkrise - Deutschland haftet mit einer Billion Euro."
SZ: "Schuldenkrise in Europa - Einer haftet für den anderen."
SZ: "EU-Staaten wollen Euro-Schutzschirm ohne Limit."
FAZ: "Schutz der Eurozone - Die Krisendiplomatie läuft auf Hochtouren."
Der Freitag: "Mister Euro rechnet ab - Warnschuss."
SZ: "Nach den Bekenntnissen von Merkel, Hollande und Draghi - Wie die große Euro-Rettung aussehen könnte."
SZ: "Politik in der Euro-Krise - "Schlafwandelnd in die Katastrophe"."
SZ: "Schuldenkrise in Europa - "Die Ansteckungsgefahr ist das entscheidende Risiko"."
Spiegel: "EU-Kommissarin kritisiert deutschen Ego-Kurs."
Der Freitag: "Schuldenkrise - Im Namen der Austerität."
Spiegel: "Schuldenkrise Das bedeuten die Gipfel-Beschlüsse für Europa."
Handelsblatt: "Vierer-Gipfel plädiert für Wachstumspaket über 130 Milliarden Euro."
Der Freitag: "Liquiditätsfalle - Einer muss die Kassandra sein."
SZ: "G-20-Treffen in Los Cabos - "Schwächster Gipfel aller Zeiten."
Heise: "Finanz- und Schuldenkrise - Europas Showdown."
Spiegel: "G-8-Gipfel in Camp David - Abstiegskandidaten ringen um Wachstum."
Spiegel: "Größerer Rettungsschirm - OECD verlangt Billion-Schutzwall gegen Euro-Krise."
Manager Magazin: "Cromme und Kleinfeld: Topmanager üben Kapitalismuskritik."
Spiegel: "G20-Treffen in Mexiko - Europa redet die Krise klein."
Spiegel: "Aufstockung des Rettungsfonds - Schwellenländer stellen Euro-Staaten Bedingungen."
Spiegel: "Neuer Vertrag - Etatsünder bohren Schlupflöcher in den Euro-Pakt."
FTD: "Zeit für eine Kapitalismus-Korrektur."
FTD: "IWF - Lagarde warnt vor Niedergang der Weltwirtschaft."
Klimaretter: "Die G20 zerstören unsere Zukunft."
FAZ: "Eine irrationale Suche nach Sicherheit."
SZ: "
Staaten und Finanzmärkte in der Schuldenkrise - Faule Wette auf die Zukunft."
The Intelligence: "
Schockierende Fakten zur Schuldenpolitik."
Heise: "
Staatsschuldenbbau durch eine einmalige Besteuerung hoher Vermögen - Endrunde in der Finanz- und Wirtschaftskrise."
TAZ: "
Aus "Le Monde diplomatique" - Jenseits der Börse."
Spiegel: "
Kritik an Finanzindustrie - Politiker erklären Banken zum Staatsfeind."
FAZ: "
Blick auf den Finanzmarkt - Wann platzt die Scheinwohlstandsblase?"
SZ: "
Politik gegen Spekulanten - Finanzkrieg in Europa."
SZ: "
Weltwirtschaftskrise - In 80 Jahren nichts gelernt."
Handelsblatt: "
Ruf nach deutlich schärferer Bankenregulierung."
FAZ: "Größenwahn und Irrsinn führten in die Krise."

EU / EZB

Anleihekäufe gegen Deflation: Draghi bricht das nächste Tabu

Video abspielen...

Im Kampf gegen die drohende Deflation ist die Europäische Zentralbank bereit, eine Revolution zu wagen. Sie erwägt, in großem Stil Anleihen am Kapitalmarkt aufzukaufen. Dagegen hatte sich die Bundesbank gewehrt, nun lenkt sie womöglich ein:

Die Europäische Zentralbank (EZB) bereitet den Weg für bisher beispiellose Maßnahmen im Kampf gegen die drohende Deflation. "Im EZB-Rat herrscht Einstimmigkeit, gegebenenfalls auch weitere unkonventionelle Maßnahmen im Rahmen unseres Mandats einzusetzen, wenn die Inflation zu lange sehr niedrig bleibt", sagte Notenbank-Präsident Mario Draghi am Donnerstag nach der monatlichen Sitzung des EZB-Rats in Frankfurt am Main. "Wenn nötig, können wir schnell handeln".

Abstrakter Notenbanker-Jargon, hinter dem sich womöglich eine kleine Revolution verbirgt. Denn erstmals betonte Draghi, dass man auch über ein Programm zum Aufkauf von Wertpapieren am Kapitalmarkt gesprochen habe. Man mache sich Gedanken darüber, wie genau ein solches Programm auszugestalten sei, um möglichst wirkungsvoll zu sein. Zudem habe man auch über einen Negativzins für Banken beraten, die ihr Geld bei der EZB parken.

Die für Notenbanker ungewöhnlich deutlichen Worte zeigen, wie ernst die EZB das Problem der drohenden Deflation, also einer Phase sinkender Preise, offenbar nimmt. Einzelne Länder, wie Griechenland und Spanien sind bereits in die Deflation gerutscht. Und die Euro-Zone als Ganzes ist zumindest ziemlich nah dran. Im März lag die Inflationsrate gerade mal bei 0,5 Prozent, die Verbraucherpreise waren also im Durchschnitt nur minimal höher als ein Jahr zuvor.   mehr ...

 

Weiteres Eurozone - Draghi wartet ab."
DW.de: "Bankenunion steht nach langem Streit."
FAZ: "Börsenhandel - Barnier will Finanzmärkte strenger regulieren."
FAZ: "EU-Bankenunion - Finanzminister einigen sich auf Regeln zur Schließung von Pleitebanken."
Spiegel: "Haftung im Ernstfall: EU einig über Reihenfolge bei Bankenpleiten."
Euronews: "Lettland wird 18. Mitglied der Eurozone."
SZ: "Linke-Politikerin im SZ-Interview - Wagenknecht greift EZB-Chef Draghi persönlich an."
Spiegel: "EU-Gesetzentwurf: Brüssel will über Schließung maroder Banken entscheiden."
SZ: "Geplante Bankenabgabe - Europas zweiter Schutzschirm."
Spiegel: "EZB-Direktor: Höhere Leitzinsen schaden Sparern."
N24: "IFO-CHEF SINN ÜBT SCHARFE KRITIK AN DER EZB: "Draghi missbraucht das Euro-System"."
Spiegel: "Absturz von Bankaktien: Finanzmärkte zittern vor Stresstest der EZB."
Spiegel: "Studie der Postbank: Zinstief kostet deutsche Sparer Milliarden."
Spiegel: "G-20-Treffen: Finanzminister wollen Steuerschlupflöcher stopfen."
Spiegel: "Der nächste Euro-Staat: Wie sich Lettland zur Steueroase macht."
Spiegel: "Ausgabenrahmen: EU-Staaten und Parlament einigen sich über Finanzen."
Spiegel: "Finanzplanung: EU-Parlamentarier rebellieren gegen Ausgabenkompromiss."
N24: "14 Milliarden Verlust - Niedrigzinsen kommen Deutsche teuer."
N24: "Senkung des Leitzinses - EZB pokert auf dem Rücken der Sparer."
Tagesspiegel: "Einheitliche Kontrolle - EU-Staaten beschließen Bankenaufsicht für Eurozone."
SZ: "Beaufsichtigung durch Europäische Zentralbank - Bundestag verliert Einfluss bei Banken-Kontrolle."
Spiegel: "Kauf von Staatsanleihen: EZB macht Milliardengewinn mit Euro-Rettung."

Steuer / Schwarzgeld

Kampf gegen Steuerhinterziehung - EU schafft Bankgeheimnis für Ausländer ab

Die EU verschärft den Kampf gegen Steuerbetrüger. Foto: dpa
Die EU verschärft den Kampf gegen Steuerbetrüger. - FOTO: DPA

Die Europäische Union schafft das Bankgeheimnis für Ausländer ab. Nach langem Widerstand stimmten Luxemburg und Österreich am Donnerstag auf dem EU-Gipfel in Brüssel als letzte Mitgliedstaaten dem umfassenden Informationsaustausch über Zinserträge in der EU zu:

„Das ist unverzichtbar, damit die Mitgliedstaaten besser gegen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung durchgreifen können“, begrüßte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy die Entscheidung.

Die EU verschärft damit entscheidend den Kampf gegen Steuerbetrüger. Künftig tauschen die Steuerbehörden aller 28 Mitgliedstaaten untereinander Informationen über Einkommen aller Art von EU-Ausländern aus. Das deutsche Finanzamt erhält also automatisch Daten über Einkünfte, die ein Deutscher mit einem Konto in einem anderen EU-Land erzielt. Die Verschärfung der bisher in der EU gültigen Regeln bedeutet damit praktisch das Ende des Bankgeheimnisses für Ausländer.   mehr ...

Hoeneß geht ins Gefängnis - Rücktritt beim FC Bayern

* Rücktritt als Präsident und Aufsichtsratschef des FC Bayern mit sofortiger Wirkung

* Uli Hoeneß verzichtet auf Revision und tritt seine Gefängnisstrafe an

* "Nach Gesprächen mit meiner Familie habe ich mich entschlossen, das Urteil anzunehmen"   mehr ...

 

Weiteres FR-Online: "URTEIL HOENESS - Staatsanwaltschaft legt keine Revision ein."
Zeit: "Münchner Urteil - Uli Hoeneß will ein Rückspiel."
SZ: "Nach dem Urteil gegen Uli Hoeneß - Krisengespräche beim FC Bayern."
TAZ: "Kommentar Hoeneß-Prozess: Chaoten-Malus vor Gericht."
Zeit: "Steuerfahnderin belastet Hoeneß schwer."
xxx "Steuerhinterziehung - Hoeneß bringt seinen Prozess durcheinander."
SZ: "Hoeneß-Prozess - Wider seine Natur."
n-tv: "Gefängnis, Bewährung oder Freispruch - Für Uli Hoeneß geht's um die Wurst."
SZ: "Prozess gegen Bayern-Präsident - Steuerfall Hoeneß noch größer als bekannt."
Zeit: "Der Hoeneß-Effekt: 26.000 Menschen haben sich 2013 wegen Steuerhinterziehung selbst angezeigt – deutlich mehr als 2012."
SZ: "Kriterien für Straffreiheit - Mehr Härte gegen Steuerhinterzieher."
Deutschlandradio: "Steuerbetrug: Deutschland verliert jährlich 160 Milliarden Euro."
SZ: "Steuerflucht - Zahl der Selbstanzeigen 2013 verdreifacht." 
Spiegel: "Steueraffäre: Hoeneß legt Aufsichtsratsposten bei Allianz-Tochter nieder."
FAZ: "Mehreinnahmen von 3,1 Milliarden Euro - Steuerfahnder treiben Rekordbetrag ein."
Spiegel: "Personalmangel: Steuerfahnder rücken nur noch selten aus."
N24: "Drastischer Anstieg bei Selbstanzeigen - Hoeneß löst Riesenwelle aus."
Spiegel: "Gescheitertes Steuerabkommen: Zahl der Selbstanzeigen in NRW vervierfacht sich."
Spiegel: "Steuerhinterziehung - Mutmaßlicher Datendieb bietet Deutschland Hilfe an."
N24: "Offshore Leaks - Daten zu Steueroasen stehen nun im Netz."
Campact: "Bundesländer wollen Banken Lizenzen entziehen."
Der Freitag: "Geschichte eines „Scoops“."
Stern: "EU-Finanzministerkonferenz - Fortschritt im Kampf gegen Steuerflucht."
Campact: "Steuerflucht in Europa: Die Luft wird dünner"
SZ: "Weltweite Ermittlungen gegen Steuerhinterziehung - Deutsche Fahnder können auf Offshore-Daten zugreifen."
N24: "Neue Chance fürs Schweizer Steuerabkommen."
Spiegel: "SPD stellt Bedingungen für neues Steuerabkommen."
Spiegel: "Britische Steuerparadiese geben Kontodaten preis."
SZ: "Steuerhinterziehung in Deutschland - 47.000 Briefe ans Finanzamt."
Spiegel: "Steuerfall Hoeneß: Kanzlei stellt Strafanzeige gegen Staatsanwaltschaft."
Spiegel: "Mögliche Straffreiheit: Bundestag hält an Steuer-Selbstanzeigen fest."
Spiegel: "Steuergeheimnis verletzt: Höchster Steuerrichter kritisiert Bekanntwerden von Fall Hoeneß."
SZ: "Verdacht auf Steuerhinterziehung - Richter erließ Haftbefehl gegen Hoeneß."
Handelsblatt: "Angst vor Strafverfolgung - Mehr Selbstanzeigen bei Finanzämtern."
Handelsblatt: "NACH SELBSTANZEIGEN-SERIE: Bundestag soll Ende der Steueramnestie beschließen."
SZ: "EU versus Steuerhinterziehung - Kampf um 1.000.000.000.000 Euro."
Reuters: "Bafin untersucht Steueroasen-Geschäfte der Banken."
SZ: "Geheime Konten deutscher Kunden - Steuerfahnder ermitteln gegen Schweizer Banken."
Spiegel: "Informationsaustausch: Fünf EU-Staaten forcieren Kampf gegen Steuerbetrug."
SZ: "Lockerung des Bankgeheimnisses - Vertreibung aus dem Steuerparadies."
FR-Online: "OFFSHORE-LEAK - Medien wollen Steuer-Daten nicht rausgeben."
SZ: "Steuerhinterziehung - Warum Deutschland eine Finanzpolizei braucht."
SZ: "Interaktive Karte: Deutsche Offshore-Kunden wohnen in reichen Regionen."
SZ: "Offshore-Leaks - Geheime Geschäfte in Steueroasen enttarnt ."
Welt: "Interaktive Grafik - So lassen Steuerbetrüger ihr Geld verschwinden."
Spiegel: "Ermittlungen zu Steueroasen: Deutsche Fiskusbetrüger müssen jetzt zittern."
Welt: "Auch Deutsche Bank macht Geschäfte mit Steueroasen."
DW.de: "Steuerabkommen mit der Schweiz gekippt."
Spiegel: "Druck durch US-Ermittlungen - Schweizer Banken vor historischem Umbruch."
Spiegel: "Kampf gegen Steuerhinterziehung - SPD-Länder drohen Schweizer Banken mit Lizenzentzug."
Zeit: "VERMITTLUNGSAUSSCHUSS - Steuerabkommen mit der Schweiz endgültig gescheitert."
SZ: "Gescheitertes Steuerabkommen mit der Schweiz - Reinemachen in Zürich."
Tagesspiegel: "Opposition blockiert - Bundesrat lehnt Steuerabkommen mit der Schweiz ab."
Der Standard: "Steuern EU - EU sagt Steuerflucht den Kampf an."
Attac: "Bund und Länder müssen wirksame Maßnahmen gegen Steuerflucht ergreifen."
Campact: "Überraschung bei Steuerflucht-Aktion - SPD-Finanzminister verkündet Aus für Steuerabkommen."
Handelsblatt: "ERMITTLUNGEN GEGEN UBS - „Das versetzt dem Steuerabkommen den Todesstoß“."
Campact: "Deutschlands Steuerbetrüger sagen: Danke, Bundestag!"
Tagesspiegel: "Neue Steuer-CD aus der Schweiz? Deutschland vereinbart Steuerabkommen mit Singapur
Campact: "Steuerflucht nach Singapur: Steuerabkommen macht’s möglich."
Heise: "Steuerabkommen ist löchrig wie ein Schweizer."
SZ: "Verkäufer der Steuer-CD - Schweiz schickt Steuerforderung an Whistleblower-Angehörige."
SZ: "Streit über Steuerdaten - Justizministerin will Ankauf von Steuer-CDs verbieten."
SZ "Schwarzgeld in der Schweiz - Deutsche Steuerhinterzieher müssen bangen."
FTD: "Finanzbetrug - Deutsche Steuerfahnder treiben über 2 Mrd. Euro ein."
Handelsblatt: "SPD-HAUSHÄLTER - „Ankauf von Steuer-CDs höchstrichterlich abgesichert“."
NachDenkSeiten: "Das Thema Steuerflucht/Steueroasen könnte ein ganz großes Wahlkampfthema werden, weil es in der Sache so wichtig und voller Konfliktmöglichkeiten ist."
Wirtschaftswoche: "Singapur - Steuerflüchtlinge zieht's nach Fernost."
Spiegel: "Schweizer Gesetzentwurf - Globale Rasterfahndung gegen Steuerbetrüger."
SZ: "Deutsches Schwarzgeld im Ausland - Steuerabkommen mit der Schweiz vor dem Aus."
Spiegel: "Selbstanzeigen abgelehnt - Steuerbetrüger könnte volle Strafe treffen."
Weiteres FR-Online: "STEUERHINTERZIEHUNG - Superreiche bunkern 31,5 Billionen Dollar."
FTD: "Steuerhinterziehung - Welle von Selbstanzeigen nach CD-Kauf."
Handelsblatt: "ABKOMMEN POLITISCH TOT" - Deutsche Steuersünder ziehen ihr Schweizer Geld ab."
Spiegel: "Schweizer Steuer-CDs - Deutsche Fahnder entdecken Schwarzgeld-Spur nach Asien."
SZ: "Ankauf von Steuer-CDs - Neuer Schlag gegen Steuerhinterzieher."
Spiegel: "Schweizer Banken umgehen Steuerabkommen."
Handelsblatt:  "ABKOMMEN MIT DEN USA - Gemeinsam gegen Steuerhinterzieher."
Spiegel: "Schweizer Banken - NRW erwägt Kauf von weiteren Steuer-CDs."
Spiegel: "Schwere Vorwürfe - Schweiz verärgert über Kauf von Steuerdaten-CD."
SZ: "Daten von Steuersündern - NRW kauft trotz geplantem Abkommen Steuer-CD aus der Schweiz."
FR-Online: "MÖGLICHE STEUERHINTERZIEHUNG - Großrazzia bei Credit Suisse."
Frontal21: "Lücken im Steuerabkommen mit der Schweiz - VomSchwarzgeld zum Weißgeld
Handelsblatt: "Steuerabkommen mit Deutschland verzögert."
SZ: "Steueroase für Schweizer - Wie deutsche Banken bei Hinterziehung helfen."
ARD: "Rückschau: Steuerabkommen - Wie Schwarzgeld-Sünder mit Schweizer Konten davon kommen."
Welt: "Sozialdemokraten wollen Vertrag mit der Schweiz im Bundesrat kippen: Union und SPD zoffen sich übers Steuerabkommen."
SZ: "Vereinbarung zwischen Deutschland und der Schweiz - Was das Steuerabkommen bringt."
FTD: "Steuerstreit mit USA - Schweizer Richter schützen Bankgeheimnis."
FR-Online: "Attacke gegen die Reichen: Frankreich ist gegenüber dem Schweizer Bankgeheimnis weniger kompromissbereit als Deutschland."
SZ: "Gabriel fordert Ermittlungen gegen Schweizer Banken."
SZ: "Wenn deutsche Spione gegen Schweizer Recht verstoßen."
Welt: "Steuerabkommen mit der Schweiz ohne Chance."
SZ: "Finanzausgleich und Steuerfahndung - Ein System, das zum Nichtstun verleitet."
FTD: "BGH-Grundsatzurteil - Keine Bewährungsstrafe bei Steuerbetrug ab einer Million."
Campact: "Länder leisten weiter Widerstand gegen Steuerabkommen mit der Schweiz."
Handelsblatt: "Schattenwirtschaft - Deutschland - das Paradies für Geldwäscher."
Attac: "
Deutschland ist in den Top 10 der Schattenfinanzplätze."
SZ: "
Abkommen mit der Schweiz - Teuer erkaufter Steuerfrieden."
Wirtschaftswoche: "
Schweiz: Wie der Fiskus bei Schwarzgeld abkassiert."
FTD: "
Deutschland winken Milliarden aus der Schweiz."
Heise: "
Inside Steuerfahnung: Steuerfahnder in Deutschland."
SZ: "
Finanzamt: "Wenn der Steuerprüfer gar nicht klingelt"."

Haushalt Deutschland

Steigende Einnahmen: Kommunen erzielen Milliardenüberschuss

Insgesamt geht es Städten, Gemeinden und Landkreisen in Deutschland so gut wie lange nicht: 2013 machten sie 1,1 Milliarden Euro Überschuss. Doch Städtetagspräsident Maly warnt vor Selbstzufriedenheit: Viele Kommunen steckten weiter tief in den Schulden:

Städtetagspräsident Ulrich Maly: "Finanzlage vieler Städte weiterhin sehr ernst"
DPA

Städtetagspräsident Ulrich Maly: "Finanzlage vieler Städte weiterhin sehr ernst"

Die sprudelnden Steuerquellen wegen der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt haben den Kommunen und Landkreisen in Deutschland 2013 einen Überschuss von 1,1 Milliarden Euro beschert, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Vorjahr lag das Plus noch bei 900 Millionen Euro, 2011 wurde ein Minus von 2,9 Milliarden Euro verbucht.

"Die wachsenden Unterschiede zwischen den Städten werden durch den Überschuss jedoch bis zur Unkenntlichkeit verdeckt", sagte der Präsident des Deutschen Städtetags, Ulrich Maly (SPD). Immer mehr Kommunen seien in einer desolaten Finanzsituation, warnte auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund.

Die Einnahmen der Kern- und Extrahaushalte legten 2013 insgesamt im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf 205,8 Milliarden Euro zu. Die Ausgaben stiegen ebenfalls um vier Prozent, auf 204,7 Milliarden Euro. Zu den Extrahaushalten zählen die Statistiker Ausgliederungen wie Kitas, Schwimmbäder oder Busse, die finanziell am Tropf der Kommunen hängen.   mehr ...

 

Weiteres SZ: "Bundeshaushalt - Genügend Stoff."
Spiegel: "Bund, Länder und Kommunen: Deutscher Schuldenberg wächst deutlich."
Zeit: "Bundesbank macht weniger Gewinn als erwartet."
SZ: "Haushalt 2014 - Kabinett will weniger Schulden machen."
Handelsblatt: "Steuerzahlerbund hält viele Förderungen des Bundes für überflüssig."
SZ: "Regierung plant Milliarden-Kürzungen im Wehretat
Welt: "Rösler fordert Verkauf von Staatsbeteiligungen."
Spiegel: "Haushalt nach der Bundestagswahl - Schäuble plant umfangreiches Sparprogramm."
Spiegel: "Schwarz-gelbe Regierung - Bundestag winkt Haushalt durch."
Tagesspiegel: "EU-Sondergipfel zum Haushalt gescheitert."
Spiegel: "Bund-Länder-Anleihen - Deutschland-Bonds sollen 2013 kommen."
N24: "Treffen vertagt - EU-Haushaltsverhandlungen gescheitert."
N24: "Etat für 2013 steht - Koalition plant Neuschulden von 17,1 Milliarden
Spiegel: "Dürftiger Sparkurs - Wirtschaftsweise unzufrieden mit Merkel."
SZ: "Kritik an Bundesregierung - Arbeitgeberpräsident kritisiert Schwarz-Gelb heftig."
Welt: "Regierung prüft für 2014 ausgeglichenen Haushalt."
FTD: "Deutscher Schuldenstand: 300 Prozent."
Wirtschaftswoche: "Öffentliche Schulden steigen auf Rekordhoch."
Spiegel: "Bundesetat 2013 - Deutschland spart sich das Sparen."
Spiegel: "Staatshaushalt - Deutschland erzielt Milliardenüberschuss."
Zeit: "FINANZPOLITIK - Steuerpflicht für alle!"
NachDenkseiten: "Hintergrund: Staatsverschuldung in Deutschland."
Handelsblatt: "FINANZPLANUNG - Bund und Länder einig über Defizitabbau."
SZ: "IWF-Bericht über Deutschland - Aufschwung durch Inflation."
SZ: "Bundeshaushalt 2013 - Regierung plant mit 19 Milliarden Euro Schulden."
Spiegel: "Lasten der Euro-Krise - Deutschland stopft Milliardenloch mit neuen Schulden."
Spiegel: "Einigung in Berlin - Bund erkauft sich Ja der Länder zum Fiskalpakt."
Spiegel: "Deutscher Schuldenberg klettert auf 2,042 Billionen ."
Handelsblatt: "FINANZREFORM - Schäuble steuert Föderalismusreform III an."
SZ: "Absturz am Aktienmarkt - Europas Rezession erreicht Deutschland."
Spiegel: "Kritik an Bundesregierung: Deutsche Wirtschaft fordert härteren Sparkurs."
SZ: "Koalitionspolitiker fordern von Schäuble schnelleren Schuldenabbau."
Spiegel: "Bundesregierung verfehlt eigene Sparziele spektakulär."
FTD: "Deutsche Neuverschuldung: Staatsdefizit sinkt auf 1,0 Prozent."
Reuters: "Schuldenbremse soll schon 2014 voll wirken."

Attac

ZEHNTAUSENDE GEGEN STEUERFLUCHT DER KONZERNE

Über 32.000 Unterschriften haben Aktive unserer Kampagne gegen Steuertricks der Konzerne heute dem Bundesfinanzministerium überreicht:

Konzern-Hütchenspiel - wir wollen die Steuertricks stoppen!   Gesamtkonzernsteuer beendet Gewinnverschiebereien. Foto: echtfotografie.de/Sascha Bachmann

Die Attac-Kampagne, die sich für die Einführung einer Gesamtkonzernsteuer stark macht, hat ihre Kritik mit einem übergroßen "Hütchenspiel" unterstrichen, das die zahlreichen Steuervermeidungsmöglichkeiten symbolisiert. Ein Aktivist als Konzernvertreter verschob Hütchen in Papierkorbgröße auf einer riesigen Europakarte und veranschaulichte so, wie Unternehmensgewinne in den Niederlanden, in Irland, Luxemburg oder Liechtenstein versteckt werden können.

Die Unterschriftenübergabe erfolgte vor der Abreise von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zum Ministertreffen der G20 nach Australien. Die Ländergruppe hat sich zwar die Bekämpfung der Steuervermeidung auf die Fahnen geschrieben, könnte aber bei Einzelmaßnahmen verharren.

In jedem Jahr gelingt es international agierenden Konzernen, Milliardengewinne in Steueroasen zu verschieben und so der öffentlichen Hand in allen Staaten große Schäden zuzufügen. Während die Konzerne längst die Möglichkeiten der Globalisierung nutzen, sind die Steuerbehörden noch immer auf die nationale Ebene beschränkt und sehen der Gewinnverschiebung viel zu oft hilflos zu.

Attac fordert, sämtliche Konzerntätigkeiten weltweit in jeweils eine Gesamtbilanz zusammenzuführen und so Gewinnverschiebungen zwischen Konzerntöchtern zu verunmöglichen. Der Aktionsplan der OECD muss schnell umgesetzt werden und die Belange der ärmsten Länder noch stärker berücksichtigen. Die Bundesregierung muss sich für die konsequente Bekämpfung der Steuertricks einsetzen – und wo nötig auch mit nationalen Maßnahmen vorangehen. Die Realität zeigt, dass das bisherige Fremdvergleichsprinzip der OECD für den Handel der Mutterkonzerne und Konzerntöchter untereinander an seine Grenzen kommt und es Modelle wie die Gesamtkonzernsteuer endlich braucht.
  
mehr ...

 

Weiteres "Projekt Troikawatch gestartet - Bürger_innen beobachten die Troika."

"Attac fordert Gesamtkonzernsteuerkonzept!"


Deutsche Bank

Aufräumarbeiten belasten Deutsche Bank noch länger

Milliardenschwere Verfehlungen aus den Boomzeiten der Finanzbranche machen der Deutschen Bank auch in diesem Jahr zu schaffen.

Die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten werde voraussichtlich weitere Kosten verursachen, erklärte Co-Chef Jürgen Fitschen am Mittwoch. «2013 war anstrengend. 2014 wird nicht weniger anstrengend werden.» Dennoch sieht sich der deutsche Branchenprimus auf gutem Weg, die für 2015 gesetzten Ziele zu erreichen. 2015 solle die Trendwende beim Ergebnis kommen, sagte Finanzchef Stefan Krause. Beim angekündigten Kulturwandel bat die Führungsspitze um Geduld.

Rechtsstreitigkeiten und ein schwaches Investmentbanking hatten die Deutsche Bank im Schlussquartal 2013 in die roten Zahlen gedrückt. Im Gesamtjahr stand unterm Strich zwar ein Gewinn. Dieser blieb mit 1,1 Milliarden Euro (Vorjahr: 316 Mio. Euro) aber weit unter den Erwartungen von Analysten. Die Aktionäre sollen das fünfte Jahr in Folge eine Dividende von 75 Cent je Anteilsschein erhalten.

Das Ergebnis 2013 sei enttäuschend, sagte Co-Chef Anshu Jain. Dennoch sieht sich die Deutsche Bank auf einem guten Weg: «Die Strategie 2015+ ist auf Kurs», sagte Fitschen. Die Deutsche Bank sei schlanker, sicherer und ausgewogener als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt in der jüngeren Vergangenheit. Als Fitschen und Jain 2012 Josef Ackermann an der Spitze des Geldhauses ablösten, hatten sie ihre Planungen auf das Jahr 2015 ausgerichtet.   mehr ...

Weiteres Spiegel: "Skandale und Milliardenverlust: Deutsche-Bank-Chefs spielen auf Zeit."
Spiegel: "Strafen gegen Zinskartelle: Zahltag für die Deutsche Bank."
FAZ: "Wegen Rechtsstreitigkeiten - Gewinneinbruch bei der Deutschen Bank."
N24: "Gewinn stürzt ab - Deutsche Bank ächzt unter Gerichtskosten."
Spiegel: "Libor-Affäre: Finanzaufseher kritisieren Schlamperei bei Deutscher Bank."
Reuters: "Deutsche Bank opfert für Kapitaldecke Milliardengewinn."
SZ: "Die teure Sündenliste der Deutschen Bank."
Welt: "Deutsche Bank mit schlechtestem Ergebnis seit 2008."
N24: "Positive Spekulationen? Deutsche Bank will Hunger mit Geld besiegen."
Klimaretter: "Hungermacher spekulieren weiter."
Zeit: "Kratzer an der Teflon-Bank: Jahrelang perlten Skandale und Prozesse an der Deutschen Bank ab. Doch nach den jüngsten Enthüllungen fürchtet Deutschlands größte Bank um ihr Image."
Spiegel: "Ärger mit der Justiz - Großaktionär setzt Deutsche-Bank-Vorstand unter Druck."
FR-Online: "ERMITTLUNGEN GEGEN ACKERMANN - Neue Razzia bei der Deutschen Bank."
SZ: "Vorenthaltung von Akten - Deutsche Bank provozierte Ermittler."
N24: "Wegen schweren Betrugs - Deutsche Bank in Italien verurteilt."
FR-Online: "PRESSESCHAU DEUTSCHE BANK - "Zerschlagt die Deutsche Bank"."
SZ: "Deutsche-Bank-Chef Fitschen - "Wir stehen in der Kritik - zu Recht"."
Spiegel: "Verdacht auf Betrug mit CO2-Zertifikaten - Razzia in der Zentrale der Deutschen Bank."
SZ: "Deutsche Bank soll belastendes Material gelöscht haben."
SZ: "Verdacht der Staatsanwaltschaft: Ermittlungen gegen Deutsche-Bank-Chef Fitschen."
Spiegel: "Konzernumbau - Deutsche Bank kündigt Gewinneinbruch an."
Reuters: "Deutsche Bank wird US-Hypothekenklage nicht los."
N24: "Too big to fail" - Deutsche Bank bleibt gefährlich."
t-online: "Investmentbanking treibt Deutsche Bank an."
N24: "Umsatzsteuer-Betrügereien - Deutsche Bank feuert Mitarbeiter
FR-Online: "Schluss mit Porno, Glücksspiel und Waffen."
SZ: "Gesetzliches Schlupfloch - USA untersuchen Iran-Geschäfte der Deutschen Bank."
SZ: "Massiver Stellenabbau - Deutsche Bank muss Milliarden einsparen."
N24: "Investmentbanking verhagelt Bilanz."
Handeslblatt: "ERWARTUNGEN VERFEHLT - Quartalsgewinn der Deutschen Bank bricht ein."
Spiegel: "Schwaches Investmentbanking - Deutsche Bank prüft Abbau von 1000 Stellen."
Morgenpost: "Aktionäre feiern Ackermann und misstrauen seinen Nachfolgern."
FTD: "Die unsägliche Augenwischerei der Deutschen Bank."
FR-Online: "Kirch-Erben und die Deutsche Bank - Vergleich über 800 Millionen Euro scheitert."
SZ: "Deutsche Bank gegen Kirchs Erben - Es war einmal ein Deal."
N-TV: "Ackermann geht ohne Victory-Zeichen."
Spiegel: "Konzernumbau: Deutsche Bank macht Norisbank-Filialen dicht."
Telepolis: "Deutsche Bank hat sich nicht vom Acker gemacht."
Attac: "Deutsche Bank: Opfer von Spekulation mit Nahrungsmitteln "selbst schuld"!"
SZ: "
Vergleich im Streit um Pleite von US-Banken - Deutsche Bank muss 145 Millionen Dollar zahlen ."
FTD: "
Schwaches Kapitalmarktgeschäft - Postbank stützt Deutsche Bank ."
Spiegel: "
Britische Finanzaufseher knöpfen sich Deutsche Bank vor ."
FAZ: "
Hypotheken-Geschäfte in Amerika - Milliardenklage gegen Deutsche Bank ."
FTD: "
Deutsche Bank engagiert Spitzendiplomaten als Lobbyisten ."
FTD: "
Ackermann stürzt Börsig ."
FTD: "
Ackermann sieht Rekordziel für 2011 in Gefahr ."
SZ: "
US-Justiz verklagt Deutsche Bank ."
FAZ: "
In Amerika steigt der Druck auf die Deutsche Bank ."
Spiegel: "
Börse bejubelt Ackermanns Privatkunden-Boom ."
Spiegel: "
Bericht zur Finanzkrise - US-Senat rechnet mit Deutscher Bank ab ."
Spiegel: "
Ex-IWF-Chefökonom zählt Ackermann zu gefährlichsten Bankern ."
Attac: "
Deutsche Bank hat mehr Filialen auf Caymans als in Frankfurt ."

Attac zur Finanztransaktionssteuer

Koalitionsverhandlungen: Ja zu Finanztransaktionssteuer ist großer Erfolg für Zivilgesellschaft

Verwässerung des EU-Kommissionsvorschlags verhindern und online unterschreiben!

Aktion für die Finanztransaktionssteuer in FrankfurtCDU/CSU und die SPD haben sich in den Koalitionsverhandlungen darauf verständigt, sich für die rasche Einführung einer Finanztransaktionssteuer in Europa einzusetzen. Das ist ein großer Erfolg für Attac und die vielen anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich für die Entwaffnung der Finanzmärkte einsetzen.

"Seit seiner Gründung vor 15 Jahren in Frankreich setzt sich Attac massiv für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer ein. Dafür sind wir oft verlacht und für naiv erklärt worden. Heute sitzen im Bundestag nur noch Parteien, die diese Steuer wollen", sagt Detlev von Larcher, Gründungsmitglied von Attac und Moderator der Kampagne "Steuer gegen Armut".

Nun gilt es zu verhindern, dass der Vorschlag der EU-Kommission in den Verhandlungen der elf EU-Staaten, die die Finanztransaktionssteuer einführen wollen, verwässert wird. Eine wirksame Regulierung der Kapitalmärkte ist nur durch eine breite Finanztransaktionssteuer ohne Ausnahmen möglich. Um das durchzusetzen, will "Steuer gegen Armut" den Druck aus der Zivilgesellschaft aufrecht erhalten. Zudem muss sichergestellt werden, dass ein relevanter Teil der Einnahmen aus der Steuer für weltweite Armutsbekämpfung und Klimaschutz verwendet wird.

Bitte helfen Sie mit!

Die Kampagne "Steuer gegen Armut" will international 1 Million Unterschriften für die Einführung der Finanztransaktionssteuer sammeln. Mehr als 600.000 Menschen haben bereits unterzeichnet.  Zur Online-Aktion!  

 

SZ: "Finanztransaktionsteuer - Finanzbranche soll 30 Milliarden Euro zahlen."
Welt: "Neue Finanzsteuer lässt weltweit kein Schlupfloch."
Oxfam: "Treffen der EU-Finanzminister - Finanztransaktionssteuer beschlossen: Großer Erfolg der Zivilgesellschaft."
Europaparlament: "Im Interview: Die Finanztransaktionssteuer."
Spiegel: "Finanzsteuer in Europa - Elf Länder gegen den Rest der Welt."
Telepolis: "Spekulationssteuer einmal umgekehrt."

Eurokrise

Trotz Sparprogrammen: EU-Länder machen 576 Milliarden Euro neue Schulden

Viele europäische Staaten sparen drastisch - trotzdem sind die Schulden der EU-Länder im vergangenen Jahr um 576 Milliarden Euro gewachsen. 17 Staaten haben sogar mehr neue Schulden gemacht als laut Maastricht-Vertrag erlaubt ist:

Demonstration vor der Europäischen Zentralbank: Schuldenkrise verschärft sich
DPA

Demonstration vor der Europäischen Zentralbank: Schuldenkrise verschärft sich

Europa kommt nicht aus der Krise. Trotz aggressiver Sparmaßnahmen in Portugal und Spanien, in Griechenland und Zypern, ja sogar in Frankreich, ist der Schuldenberg der EU-Länder dramatisch gewachsen.

Allein im vergangenen Jahr machten die 17 Länder der Euro-Zone 375 Milliarden Euro neue Schulden. In den insgesamt 27 EU-Ländern waren es sogar 576 Milliarden Euro. Insgesamt sitzen die EU-Länder inzwischen auf Verbindlichkeiten von gut elf Billionen - in Ziffern: 11.000.000.000.000 - Euro.

Zahlreiche Länder haben zudem mehr neue Schulden gemacht als erlaubt. 17 Staaten verstießen 2012 gegen die Stabilitätsvorgaben von Maastricht, denenzufolge die Neuverschuldung bei maximal drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen darf.   mehr ...

 

Weiteres SZ: "Vereinbarung der Euro-Finanzminister - Brüssel verschreibt Zypern Schocktherapie."
Tagesspiegel: "Zyperns Finanzbedarf steigt auf 23 Milliarden Euro."
FR-Online: "Zyperns Wirtschaft vor dem Absturz."
SZ: "Zypern - So sieht das Rettungspaket aus."
SZ: "Regierung in Nikosia unter Druck - Deutsche Politiker lehnen Vorschläge aus Zypern ab."
Tagesspiegel: "Russland beendet Zypern-Verhandlungen."
Tagesspiegel: "Zypern - Parteien einigen sich auf Rettungsfonds."
Handelsblatt: "BANKEN-CHEFVOLKSWIRTE: „Zypern ist für den Euro nicht systemrelevant"."
Spiegel: "Rettungspaket für Zypern: Kein Abgeordneter will für Zwangsabgabe stimmen."
Spiegel: "Trotz Sonderregel für Kleinsparer: Zyperns Parlament will Zwangsabgabe stoppen."
Spiegel: "Zwangsabgabe für Sparer: Zyperns Notenbank warnt vor massiver Kapitalflucht."
Tagesspiegel: "Zentralbankkreise: Zyperns Banken bleiben bis Donnerstag geschlossen."
Spiegel: "EU-Hilfspaket: Zypern verschiebt Enteignungsbeschluss."
FR-Online: "KLEINSPARER BETROFFEN - Man könnte es auch Betrug nennen."
N24: "Veto eingelegt - EU-Parlament blockiert Finanzplanung."
Spiegel: "Italien, Spanien, Zypern: Comeback der Euro-Krise."
Welt: "Konzerne und reiche Russen sollen Zypern retten."
Handelsblatt: "TRADITIONSBANK - Monte-dei-Paschi-Skandal belastet Draghi."
Spiegel: "Rezession in der Euro-Zone - Notenbanker senken Prognose für 2013."
Standard: "Draghi: Vertrauen in die Eurozone kehrt zurück."
Reuters: "Hartnäckig hoher Preisdruck macht EZB zu schaffen."
Reuters: "Draghi verteidigt im Bundestag Strategie in Eurokrise."
N24: "EU-Reform - Schäubles Masterplan sorgt für Wirbel."
SZ: "Frankreichs Präsident im Interview: Hollande will "Europa verschiedener Geschwindigkeiten"."
SZ: "Daniel Cohn-Bendit über Europa - "Wir sollten weiter gehen als Schäubles Vorstoß"."
Spiegel: "Reform der Währungsunion - Schäubles Euro-Plan stößt auf Widerstand."
Spiegel: "Schäuble präsentiert Masterplan für den Euro."
Spiegel: "Zwangsabgabe - Elf EU-Länder wollen Finanzsteuer einführen."
Spiegel: "Finanzsteuer in Europa - Elf Länder gegen den Rest der Welt."
FR-Online: "EURO-KRISE DRAGHI - EZB kauft unbegrenzt Anleihen."
N24: "Super-Mario entfacht Kursfeuerwerke."
Der Freitag: "Union der 17 Plus 10."
SZ: "Schuldenkrise in Europa - EU wappnet sich gegen Euro-Crash."
FR-Online: "VORBEREITUNGEN FÜR ZERFALL DER WÄHRUNGSUNION - Finnland rechnet mit Ende des Euro."
Spiegel: "Währungsunion - Österreich will Euro-Schummler ausschließen."
FR-Online: "Finnland wird zum Querkopf der EU."
N24: "Angst vor Euro-Bonds - Finnland droht mit Euro-Ausstieg."
Spiegel: "Niedrigzinsen - EZB-Politik trifft deutsche Sparer hart."
N24: "Euro-Zone - Inflationsrate verharrt auf Tiefstand."
Spiegel: "Verfassungsexperte Papier - Karlsruhe hat bei Euro-Rettung nicht das letzte Wort."
Spiegel: "Bundestag beschließt Milliardenhilfe für Spanien."
Telepolis: "Spekulationssteuer einmal umgekehrt."
SZ. "Klagen gegen Euro-Rettung - Verfassungsgericht entscheidet im September über ESM und Fiskalpakt."
Wirtschaftswoche: "Ökonomenstreit - Zoff um den Euro."
Spiegel: "Gauck fordert von Merkel Klartext in der Krise."
Tagesspiegel: "Aufruf von Ökonomen - 160 Professoren warnen vor Merkels Kurs."
SZ: "Bundesbank-Chef zur Eurokrise: "So bleibt der Euro stabil".
Handelsblatt: "OFFENER BRIEF - Euro-Rettung spaltet die deutsche Wirtschaft
FTD: "Das bringt der Fiskalpakt."
SZ: "Vor Abstimmung über Euro-Rettungsschirm - CDU, CSU, FDP, SPD und Grüne einig über Fiskalpakt."
NachDenkSeiten: "Einigung auf Fiskalpakt – ein politisches Schmierentheater."
Attac: "Bündnis "Steuer gegen Armut" erhält Rückenwind aus der Finanzbranche."
FR-Online: "FISKALPAKT - Rote Steuer, grüner Fonds."
Attac: "Attac-Protest begleitet Fiskalpakt-Spitzentreffen im Kanzleramt."
Attac: "Weg frei für die Finanztransaktionssteuer - Kampagne "Steuer gegen Armut"."
Campact: "FDP gibt Blockade auf: Kommt jetzt die Finanztransaktionssteuer?"
Spiegel: "Referendum - Iren stimmen für EU-Fiskalpakt."
Der Freitag: "Irland-Referendum: Der Tag der langen Messer."
Spiegel: "Sechs-Punkte-Wachstumsplan - Bundesregierung will Sonderwirtschaftszonen für Europa."
SZ: "Spitzengespräch im Kanzleramt - Opposition bremst Merkel beim Fiskalpakt aus."
Heise: "EU plant Marshall-Plan für Wachstum und Beschäftigung."
Neues Deutschland: "Die Reichen sollen's begleichen."
Networked.blogs: "Was ist angesichts der hohen Staatsschulden am Fiskalpakt so falsch?"
Attac: "In einem Brief an alle Bundestagsabgeordneten fordert Attac die Ablehnung des Fiskal-Pakts."
Spiegel: "Gabriel durchkreuzt Merkels Fiskalpakt-Pläne."
Der Freitag: "Fiskalpakt EU - "Weniger Demokratie wagen".
Attac: "Fiskalpakt - Kein Kuhhandel mit der Demokratie."
SZ: "Debatte über Spaltung der EU - Wie aus Europa viele Europas werden."

Wo sind die Profiteure der globalen Bankenrettung?

Banken / Politik  

SPD macht Asmussen zum Staatssekretär – Politischer Offenbarungseid zur Freude der Banken-Lobby

Es gibt Nachrichten, die sind derart abstrus, dass man sich am liebsten noch einmal vergewissern will, ob heute vielleicht doch nicht der 1. April ist. Die Meldung, dass Andrea Nahles als designierte Bundesministerin für Arbeit und Soziales ausgerechnet das EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen zu ihrem neuen politischen Staatssekretär macht, gehört zweifelsohne dazu. Vordergründig spielt hier natürlich die Frage eine Rolle, warum Nahles einen bekennenden Marktliberalen in eine der wichtigsten Schlüsselpositionen des Arbeitsministeriums beruft. Wer hinter die Kulissen blickt, erkennt jedoch schnell, dass es bei dieser Personalentscheidung um viel mehr geht. Der Wechsel Asmussens von Frankfurt nach Berlin nutzt vor allem den deutschen Finanzinstituten, ihre Interessen in der geplanten Banken-Union umzusetzen:
Jörg Asmussen, künftiger Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium

Jörg Asmussen, künftiger Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium  |  © Sean Gallup/GettyImages

Über Jörg Asmussen muss eigentlich nicht mehr viel gesagt werden. Schon mehrfach haben sich die NachDenkSeiten kritisch mit Asmussen beschäftigt. Leser, denen der Name Asmussen nichts sagt, seien hier noch einmal der 2011 erschienene Artikel „EZB-Personalwechsel: Zwischen Skylla und Charybdis“ und der 2009 erschienene Artikel „Schattenmann unter Beschuss“zur Lektüre empfohlen. Kurz und leicht zugespitzt könnte man Jörg Asmussen wohl am ehesten als mittelmäßigen Ökonomen bezeichnen, der durch und durch von der marktliberalen Ideologie überzeugt ist und über seine gesamte Karriere hinweg die Interessen der deutschen Finanzinstitute vertreten hat. Asmussens Vermächtnis sind die 480 Mrd. Euro, mit denen der Steuerzahler für die Verluste deutscher Banken haftet.   mehr ...

 

Weiteres n-tv: "Krisenpolitik der EZB auf dem Tisch - Karlsruhe gibt sich kritisch."
Spiegel: "Hilfe für Finanzkonzerne: Deutschland bremst Bankenunion aus."
n-tv: "Warmer Regen für US-Regierung - Fannie Mae zahlt Milliarden-Dividende."
Spiegel: "Finanzregulierung: Endspiel um die Bankenmacht."
Spiegel: "Welt: "Regulierung - Reiche Sparer sollen bald für Banken haften."
Spiegel: "Banker-Boni: Das Ende der Multi-Millionen-Schecks."
Spiegel: "Merkel warnt vor maßlosen Managergehältern."
n-tv: "Briten-"Nein" interessiert keinen - Banker-Boni werden begrenzt."
SZ: "Begrenzung der Banker-Boni - Londons Banken sollen Klage gegen EU planen."
Attac: "EU-Regierungen schützen Steuertricks der Banken: Attac unterstützt Initiative des EU-Parlaments für mehr Transparenz im Bankensektor."
Handelsblatt: "DEUTSCHE FINANZBRANCHE - Großbanken haben engen Kontakt zur Politik."
SZ: "Reaktion auf Bankenkrise - EU begrenzt Banker-Boni."
Handelsblatt: "Schäuble verschärft Strafrecht für Bank- und Versicherungsmanager."
Spiegel: "Schutz gegen Krisen - Aufseher geben Banken mehr Zeit."
Handelsblatt: "REGULIERUNG DER FINANZMÄRKTE - Politik nimmt im Wahljahr Banken ins Visier."
SZ: "Steuerzahler stützte Bankensektor mit 1,6 Billionen Euro."
N24: "Bankenaufsicht EU - Deutschland und Frankreich finden Kompromiss."
Reuters: "Merkel für stärkere Regulierung der Finanzmärkte."
Spiegel: "Bankenaufsicht - US-Regulierer wollen internationales Regelwerk kippen."
Spiegel: "Bundesbank - Banken sollen Kosten für Schieflagen selbst tragen."
Der Freitag: "Finanz-Transaktionssteuer - Triumph für Robin Hood."
SZ: "Bankenaufsicht erzwingt Abwicklungs-Pläne - Auch Banken brauchen ein Testament."
SZ: "EU-Gipfel in Brüssel - Spanien muss für Banken selbst haften."
FAZ: "Staatschefs einigen sich auf gemeinsame Bankenaufsicht."
Tagesspiegel: "Franktionschef Steinmeier: SPD lehnt Bankenunion ab."  
Spiegel: "Sorge um Finanzstabilität - IWF fordert schnelle Bankenunion in Europa."

Agrarrohstoffe EU

EU dämmt Nahrungsmittelspekulation ein

Bei den Verhandlungen über die neue EU-Finanzmarkt-Richtlinie (Mifid) gab es in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch endlich einen Durchbruch: Unterhändler der EU-Mitgliedsstaaten, EU-Parlament und EU-Kommission einigten sich in Straßburg darauf, die Spekulation mit Nahrungsmitteln stark einzuschränken. Die Regelung zu den Positionslimits fiel dabei sogar stärker aus, als es jeder der ursprünglichen Entwürfe von Rat, Parlament und Kommission vorgesehen hatte. Dadurch dürften Nahrungsmittel als Spekulationsobjekte an Reiz verlieren. Das ist ein großer Erfolg, der ohne die hartnäckige jahrelange Arbeit vieler NGOs nicht möglich gewesen wäre. Über 100.000 Menschen haben den Online-Appell “Mit dem Essen zockt man nicht” unterzeichnet, den Campact zusammen mit elf weiteren Organisationen gestartet hat.

Weizenfeld: Lebensmittelspekulationen auf Kosten der Armen
DPA

Weizenfeld: Lebensmittelspekulationen auf Kosten der Armen

“Jahre des Engagements der Zivilgesellschaft haben sich jetzt gelohnt. Wir haben der Nahrungsmittelspekulation enge Grenzen gesetzt, und auch an den Börsen wird mehr Vernunft einsetzen”, sagte der grüne Europaabgeordnete und Attac-Mitbegründer Sven Giegold, der an den Verhandlungen beteiligt war. Auch der für die Finanzmarktregulierung zuständige EU-Kommissar Michel Barnier lobte den Kompromiss. “Die neuen Regeln werden das Funktionieren der Kapitalmärkte zu Gunsten der realen Wirtschaft verbessern”, sagte Barnier.   mehr ...

 

Weiteres Spiegel: "Umstrittene Finanzgeschäfte: Drei von vier Deutschen wollen Ende der Nahrungsmittelspekulationen."
Campact: "Volksbanken stoppen Spekulation mit Nahrungsmitteln."
Spiegel: "Streit um die Spekulations-Studie."
Oxfam: "EU-Gesetze gegen das Geschäft mit dem Hunger dringend nötig - Oxfam: Deutsche Bank und Allianz müssen Gewinne aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln offenlegen."
n-tv: "Allianz spekuliert weiter."
Oxfam: "Hunger for Profit - Why Poverty?
WiWo Green: "Spekulation: Lässt sie die Nahrungsmittelpreise explodieren?"
TAZ: "GLOBALE FOLGEN DER ERNTEAUSFÄLLE - Die Dürre-Profiteure."
Spiegel: "Weltbank - Lebensmittelpreise steigen dramatisch."
Handelsblatt: "ALLIANZ - Der letzte Agrar-Spekulant."
SZ: "Spekulation mit Agrarrohstoffen - Banker machen sich vom Acker."
SZ: "Bank reagiert auf Foodwatch-Kritik - Commerzbank steigt aus Nahrungsmittel-Spekulationen aus."
Foodwatch: "Gegen die unmoralische Nahrungsmittelspekulation!"
Telepolis:  "Jede Ernsthaftigkeit verloren gegangen."
Heise. "Welternährung: Preise klettern in extreme Höhen."
Telepolis: "Die Spekulanten ziehen sich zurück."
Attac: "Hauptversammlung der DZ-Bank: Raiffeisenidee wird in der Praxis umgekehrt."
FR-Online: "OXFAM KRITISIERT ALLIANZ - Allianz für Nahrungsmittelspekulation in der Kritik."
Tagesschau: "Vorwürfe gegen Versicherungskonzern - Allianz wegen Nahrungsmittelspekulation in der Kritik."
Attac: "Spekulation macht Nahrung unbezahlbar."
Spiegel: "Rohstoffgeschäfte - Uno-Experte greift Deutsche Bank an."
foodwatch: "Deka stoppt Spekulation mit Grundnahrungsmitteln."
dasinvest.com: "Agrar-Rohstoffe: Fondsanbieter denken über Rückzug aus Lebensmittel-Wetten nach."
Heise: "Große Worte, kleine Taten."
FTD: "Initative gegen Nahrungsmittelspekulanten."
FR-Online: "
Fesseln für Food-Spekulanten."
FTD: "
Nach Spekulationsvorwürfen - Ackermann lässt Rohstoffhandel überprüfen ."


Länderfinanzausgleich

Baden-Württemberg fordert Sonderstatus für Berlin

Baden-Württemberg will das Leben in der Hauptstadt nicht länger mitfinanzieren: Die Regierung in Stuttgart stellt Berlins Status als Bundesland infrage:

Klaus Wowereit auf der Fashion Week  |  © Jens Kalaene/dpa

Für das Leben in Berlin müssen finanzstarke Bundesländer über den Länderfinanzausgleich aufkommen. Seit Jahren sind die Geldgeber verärgert über dieses Umverteilungssystem, allen voran die Bundesländer aus Süddeutschland. Von dort kommen jetzt konkrete Forderungen, wie das System geändert werden soll.

Der baden-württembergische Finanzminister Nils Schmid (SPD) von der grün-roten Landesregierung sagte der Zeitung DieWelt: "Entweder man sagt, dass Berlin als Hauptstadt viel stärker vom Bund finanziert werden muss, was dann aber zu der Frage führt, ob Berlin noch ein Bundesland mit Stimmrecht im Bundesrat bleiben kann oder nicht vielmehr zu einem Sonderterritorium des Bundes wird, wie zum Beispiel Washington D. C."

Diese Überlegung Schmids würde das föderale System der Bundesrepublik radikal verändern: Berlin wäre kein Bundesland mehr, wäre in der Länderkammer nicht mehr stimmberechtigt. Gleichzeitig würde es vom Bund finanziert und wäre ihm folglich unterstellt.

Anfang November hatte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann ebenfalls deutlich gemacht, dass sein Land nicht mehr gewillt sei, die Kosten für die Hauptstadt zu tragen. Man müsse sich "darüber unterhalten, ob der Ausgleich der Sonderbedarfe der Stadtstaaten und insbesondere Berlins eine Aufgabe der Länder ist oder ob das nicht eher Aufgabe des Bundes ist", sagte Kretschmann.   mehr ...

 

Weiteres Zeit: "Länder und Gemeinden steigern ihr Vermögen: Das Geldvermögen des deutschen Staates ist im Jahr 2012 um 6,1 Prozent gewachsen."
Zeit: "Der große Schuldengraben: Ein tieferer Blick in die Schuldenstatistik zeigt: Die ärmsten Kommunen in Deutschland liegen fast allesamt im Westen des Landes."
SZ: "Deutschlands Kommunen in der Schuldenfalle - "De facto bankrott"."
Welt: "Föderalismus - Fusionen der Bundesländer würden sich rechnen ."
SZ: "Mehreinnahmen in Millionenhöhe - Bundesländer erzielen Überschuss."
FAZ: "Klage gegen Finanzausgleich - Das Versagen der Länder."
BR: "Bayern und Hessen klagen - Länderfinanzen kommen vor Gericht."
SZ: "Bayern und Hessen drängen auf radikale Reform."
Spiegel: "3 Länder zahlen, 13 kassieren."
Welt: "Bayern und Hessen preschen mit Brachialrhetorik vor."
Tagesspiegel: "Bayern will gegen Finanzausgleich klagen."
Spiegel: "Investitionsstau von 100 Milliarden Euro - Kommunen sparen sich kaputt."
SZ: "Streit um Länderfinanzausgleich - Bayern und Hessen drohen erneut mit Klagen."
Spiegel: "Länderfinanzausgleich - Schuldenländer sollen Einkommensteuer selbst bestimmen."
Spiegel: "Haushaltsüberschuss - Kommunen befreien sich aus Finanzkrise."
Zeit: "DEUTSCHE EINHEIT - Merkel will Ost-Förderung auf Westen ausweiten."
Heise: "Finanzausgleich - Auge um Auge."
SZ: "Bayern klagt gegen Finanzausgleich."
SZ: "Ost-West-Vergleich deutscher Kommunen - Welten zwischen Arm und Reich."
Spiegel: "Soli-Debatte - Ost-Kommunen schreiben schwarze Zahlen."
SZ: "Debatte um Solidarpakt - Abbruch West."

Euro / D-Mark

Bundesbank-Schätzung - Europäer horten immer noch Milliarden D-Mark

Sie liegen auf dem Speicher, im Keller, in alten Koffern: Die Bundesbank schätzt, dass noch D-Mark im Wert von fast sieben Milliarden Euro im Umlauf sind, gerade in Osteuropa - aber auch hinter Omas Tapete:

Immer noch werden D-Mark in Euro getauscht

Zwölf Jahre nach dem Ende der D-Mark halten die Deutschen noch immer Bargeld der ausgedienten Währung zurück - und zwar im Milliardenwert. Die Bundesbank schätzt, dass Ende November noch 170 Millionen D-Mark-Scheine und fast 24 Milliarden D-Mark-Münzen im Umlauf waren. Der Gesamtwert liegt bei 13,05 Milliarden D-Mark, umgerechnet 6,67 Milliarden Euro.

Die Bundesbank sieht darin allerdings kein Problem. Die Zahlen würden zeigen, "dass eine große Menge an D-Mark bereits zurückgeflossen ist". Oft führten nicht Treue oder Sammlerleidenschaft dazu, dass das ausgediente Geld nicht umgetauscht wird, sondern schlicht die Vergesslichkei. Es bleibt jahrelang verschollen und wird dann zufällig bei Umzügen irgendwo im Keller oder in alten Koffern entdeckt. Größere Mengen vermutet die Deutsche Bundesbank im Ausland: "Die D-Mark fand vor allem im damaligen Jugoslawien sowie seinen Nachfolgestaaten und in anderen Teilen Osteuropas zum Teil als Zweitwährung Verwendung und wurde weltweit als Transaktions- und Wertaufbewahrungsmittel genutzt."

Die Bundesbank berichtet aber auch von Geldscheinfunden im Wert von mehreren Tausend D-Mark, die etwa nach dem Tod der Großeltern beim Tapezieren hinter der alten Tapete entdeckt wurden, oder im Kohlekeller einer geerbten Immobilie. Andere tauschten bei der Notenbank Scheine um, die sie beim Aufräumen des Kellerraums in einem Versteck gefunden haben. Auch skurril: In einer Wohnung tauchte DM-Bargeld bei der Sanierung des Bades auf - das Geld war unter der Badewanne versteckt.   mehr ...

 

Weiteres SZ: "Studie der Bertelsmann-Stiftung - So nützt der Euro Deutschland."
Welt: "Währungsexperten: Aus für 500-Euro-Schein könnte Wirtschaft beflügeln."
n-tv: "Fälscher aufgepasst! Neue Euro-Noten für Europa."
N24: "Schutz vor Falschgeld - EZB führt neue Euro-Scheine ein."
Welt: "So funktioniert der Code auf den Euro-Scheinen."
Wirtschaftswoche: "Technik-Revolution - Schweden wollen Bargeld abschaffen."
N24: "Zehn Jahre Euro - Eine Währung und ihr Image-Problem."

SEPA

Immer mehr mTan-Betrugsfälle

SEPA bringt neue Risiken durch "elektronisches Mandat" für Lastschriften:

 

Im 1. August 2013 berichtete Heise Security darüber, dass das (von Banken als sicher angepriesene) mTan-Geldtransferverfahren nicht mehr sicher ist, seit Verbrecher entdeckten, dass sie sich SIM-Karten auf die Namen ihrer Opfer ausstellen lassen, Telefonnummern umleiten und Transaktionsnummern dort hin schicken lassen konnten. Obwohl es mittlerweile deutlich sicherere Transaktionssysteme gibt, unternahmen die Banken seit dem Bekanntwerden der Fälle vor zwei Monaten keinerlei Anstrengungen, sich vom mTan-Verfahren zu verabschieden.

Ergebnis dieses Stillhaltens sind zahlreiche Bankkunden, die von Betrügern bis zu sechsstellige Summen abgebucht bekamen. Ein 60-Jähriger wurde beispielsweise um seine Lebensersparnisse in Höhe von 182.000 Euro erleichtert, ein 44-jähriger Niedersachse um 125.000 Euro, zwei Hessen um zusammen 200.000 Euro, ein Rheinländer um 96.000 Euro, eine Frau aus Bayern um 77.000 Euro und ein Mann aus Baden-Württemberg um 45.000 Euro. Manche davon wurden von ihren Geldinstituten entschädigt, andere waren dagegen bis heute auf einen Ausgleich ihres Verlusts. Häufig transferierten die Betrüger die fremden Ersparnisse häppchenweise von Festgeld- auf das Giro- und von dort aus auf ein fremdes Konto. In mindestens einem Fall konnten sie sogar die festgelegte Höchstsumme pro Überweisung online erhöhen, ohne dass die Bank misstrauisch wurde und beim echten Kontoinhaber nachfragte.   mehr ...

 

Gehälter in Gefahr? - Firmen verbummeln SEPA-Einführung

In einem guten halben Jahr haben die alten Kontonummern und Bankleitzahlen ausgedient - zumindest im Geschäftsverkehr, für Privatleute ändert sich erstmal nicht viel. Bei der Umstellung auf das neue Verfahren lässt sich die deutsche Wirtschaft aber viel Zeit. Und das könnte am Ende auch Verbrauchern Probleme machen:

Verbraucher müssen sich erst ab 2016 mit den neuen, 22-stelligen Kontonummern anfreunden.
Verbraucher müssen sich erst ab 2016 mit den neuen, 22-stelligen Kontonummern anfreunden. (Foto: dpa)

Gut sieben Monate vor der Umstellung auf die neuen 22-stelligen Kontonummern schlagen Banken und Politik Alarm: Für die Verbraucher gilt zwar eine Übergangsfrist bis zum Jahr 2016, doch viele Kleinunternehmen und Vereine seien noch längst nicht auf die europaweite Vereinheitlichung von Überweisungen und Lastschriften vorbereitet, warnen das Bundesfinanzministerium, die Bundesbank und die Deutsche Kreditwirtschaft. Dadurch bestehe die Gefahr, dass im Februar Gehälter nicht ausgezahlt und Vereinsbeiträge nicht eingezogen werden könnten, sagte Ludger Gooßens vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband.

Durch die Umstellung auf das Sepa-Verfahren müssen Bankgeschäfte ab dem 1. Februar 2014 mit der neuen IBAN-Nummer abgewickelt werden. Sie setzt sich unter anderem aus der bisherigen Kontonummer und der Bankleitzahl zusammen und ist in einigen Ländern sogar bis zu 31 Stellen lang. Nach einer Bundesbank-Statistik wurden im ersten Quartal des Jahres erst 8,7 Prozent der Überweisungen in Deutschland nach dem neuen Verfahren durchgeführt. Bei den Lastschriften lag die Quote sogar nur bei 0,14 Prozent.    mehr ...

 

Weiteres Heise: "Überweisungen in der EU: Zögerliche Umstellung auf SEPA."
n-tv: "Was Bankkunden zu SEPA wissen sollten."