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EU / EZB

EZB bleibt bei Null-Zins-Politik

Die Europäische Zentralbank bleibt bei ihrer Nullzinspolitik. Sie belässt den Leitzins der Eurozone unverändert bei null Prozent:

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält die Geldschleusen im Euroraum trotz steigender Inflation weit geöffnet. Der EZB-Rat beließ bei seiner Sitzung am Donnerstag den Leitzins, zu dem sich Geschäftsbanken frisches Zentralbankgeld besorgen können, auf dem Rekordtief von null Prozent, wie die Notenbank in Frankfurt mitteilte. Parken Banken überschüssiges Geld bei der EZB, müssen sie dafür weiterhin 0,4 Prozent Strafzinsen zahlen. Ökonomen hatten nach der jüngsten Verlängerung der Geldflut keine Veränderungen erwartet.   mehr ...

 

Streit mit EU-Kommission - Schäuble will Steuerdaten von Konzernen geheim halten

Die EU-Kommission will Konzerne zwingen, ihre internationalen Steuerdaten im Netz zu veröffentlichen. Doch manche Staaten wollen das verhindern - darunter Deutschland, wie ein vertrauliches Protokoll zeigt:

Treffen sich die EU-Finanzminister, um Gesetze zu besprechen, ist eigentlich maximale Transparenz Pflicht: Die Sitzungen werden im Internet übertragen, die Öffentlichkeit kann live dabei sein. Am 6. Dezember aber hatte sie dazu keine Chance: Die Minister tagten nicht vor Kameras, sondern trafen sich zum informellen Frühstück.   mehr ...

 

TAZ: "Profiteure der Nullzinspolitik - Wer hat, dem wird gegeben: Während Sparer leiden, treibt das billige Geld die Vermögenswerte in die Höhe."
DWN: "Das Urteil von Karlsruhe zum OMT-Programm ist ein Nebenkriegsschauplatz. Die eigentliche Rechtslücke besteht in der Enteignung durch die niedrigen Zinsen."
FAZ: "Mayers Weltwirtschaft - Der Fehler der Professoren: Die aktuelle Geldpolitik führt ins Unglück. Schuld daran sich auch viele Wissenschaftler, die die Notenbanken in ihrem Tun noch bestärken."
Heise: "Europäische Zentralbank mutiert zur Bad Bank: Das Programm zum Aufkauf von gefährlichen Anleihen wird nun auch auf Ramsch-Anleihen ausgeweitet."

Deutsche Bank

Strafe gegen Deutsche Bank - Die Achse der Abzocker

Die Deutsche Bank rückt im Schurkenranking auf Platz vier auf. Sie muss wegen illegaler Geschäfte vor der Finanzkrise 7,2 Milliarden Dollar zahlen.   mehr ...

Spiegelung der Fassade der Deutschen Bank

In einer Fassade gespiegelt wirkt die Zentrale der Deutschen Bank so surreal wie ihre Geschäfte

 

US-Gericht Jüdische Organisationen verklagen Deutsche Bank auf 3 Milliarden Dollar

Neue Milliardenklage gegen die Deutsche Bank in den USA: Jüdische Wohlfahrtsinstitutionen erheben Anspruch auf das Milliardenerbe der Unternehmerfamilie Wertheim.   mehr ...

 
 
FR-Online: "Ungebremster Absturz."

Finanzindustrie

Wegen Brexit Goldman Sachs dementiert Umzug nach Frankfurt

Nach Mays angekündigtem „harten“ Brexit planen viele Banken einen Teilrückzug aus London. HSBC und UBS bauen Stellen in der City ab. Goldman Sachs dagegen hat noch keine Entscheidung getroffen:

© dpa Nach dem Brexit dürfte Frankfurt weiter wachsen.

Die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs hat einen Medienbericht dementiert, wonach sie in Folge des Brexit die Mitarbeiterzahl in London halbieren und eine Europa-Bank in Frankfurt gründen wolle. „Es bleiben noch einige Unklarheiten, was die Brexit-Verhandlungen für das operative Geschäft der Banken-Industrie bedeuten werden“, hieß es von Goldman Sachs gegenüber der „Financial Times“. Deshalb hätten sie noch keine Entscheidung über einen möglichen Umzug getroffen.   mehr ...

 

Finanzmarktkrise - Europäer haben viel Vermögen verloren

Das Haushaltsvermögen in Europa ist zwischen 2010 und 2014 um zehn Prozent gesunken. Schuld sind vor allem fallende Häuserpreise. In Deutschland ist das allerdings anders.   mehr ...

 


Finanzpolitik D

Drittes Etatplus in Folge - Deutschland macht 19 Milliarden Gewinn

Der deutsche Staat hat im vergangenen Jahr einen Überschuss von 19,2 Milliarden Euro erwirtschaftet - wovon fast ein Drittel auf den Bund entfiel. Schon beginnt der Streit, was mit dem Geld passieren soll: investieren oder sparen?

Euroscheine | Bildquelle: ARD-aktuell

Der deutsche Staat hat 2016 das dritte Jahr in Folge einen Haushaltsüberschuss geschafft. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung nahmen zusammen 19,2 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Diese Summe entspricht einem Überschuss von 0,6 Prozent der Wirtschaftsleistung. 2015 hatte es ein Plus von 20,9 Milliarden Euro gegeben, 2014 von 8,6 Milliarden.   mehr ...

 

Finanzreform-  Bund und Länder einigen sich

Nach langem Streit haben sich Bund und Länder grundsätzlich auf ein Gesetzespaket zur Neuordnung der Finanzbeziehungen geeinigt. Bundeskanzlerin Merkel sprach nach dem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin von einem "Riesenschritt".   mehr ...

 

Der Freitag: "Fremdfinanzierung - Griff in die Sozialreserven: Die Rentenkasse wird geschröpft, um Wahlkampfgeschenke der Koalition zu bezahlen

Banken

Angebliche Kartellabsprachen - Zu hohe EC-Gebühren: US-Anwalt will Milliarden von deutschen Banken

- Der US-Anwalt Michael D. Hausfeld bereitet laut einem Medienbericht eine milliardenschwere Sammelklage gegen deutsche Banken vor.

- Betroffen sind demnach Sparkassen, Volksbanken und private Geldinstitute. Sie sollen sich abgesprochen und überhöhte Gebühren verlangt haben:

International Civil Lititigator Michael D. Hausfeld

Unternehmen fürchten Michael D. Hausfeld. Mit seiner Kanzlei hat der US-Anwalt schon viele Milliarden erstritten. Hausfeld vertrat nach der Havarie des Tankers Exxon Valdez die Opfer der Ölpest. Er verklagte Texaco wegen Diskriminierung schwarzer Mitarbeiter, die Tabakindustrie wegen irreführender Werbung. Auch in Deutschland zittern Konzerne, wenn der New Yorker Anwalt handelt: In der vergangenen Woche legte der Rechtsdienstleister My Right im Abgasskandal eine Musterklage gegen Volkswagen ein - ausgearbeitet von Hausfelds Kanzlei. Und nun sind auch noch die deutschen Banken dran.   mehr ...

 

Steigende Kontoführungsgebühren - Der Fluch der Niedrigzinsen

Zum neuen Jahr verlangen noch mehr Banken Geld für Girokonten. Die Preismodelle sind mitunter schwer zu vergleichen.   mehr ...

 


Banken / Politik

Attac: Bankenrettung in Italien - Ungerechtfertigt und brandgefährlich

EZB-Zahlen zeigen: Anleihehalter sind keine "Kleinsparer" / EU-Bedingungen für staatliche Hilfe sind nicht erfüllt:

Sitz der Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS) im Palazzo Salimbeni in Siena

Wie zahlreiche Medien berichten, hat die italienische Regierung per Dekret ein Paket im Umfang von bis zu 20 Milliarden Euro beschlossen, um die in Schieflage geratene toskanische Provinzbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) zu refinanzieren.

Dabei werden – wie heute veröffentlichte Zahlen der Europäischen Zentralbank belegen – wieder einmal die Vermögenden auf Kosten der Allgemeinheit gerettet. Vor allem aber wird damit ein gefährlicher Präzedenzfall für alle weiteren Bankenrettungen in Europa geschaffen. Anleihegläubiger in anderen Ländern können in ähnlichen Fällen aussichtsreiche Klagen auf Gleichbehandlung führen. Attac fordert daher die EU-Kommission auf, eine staatliche Rettungsaktion der Bank keinesfalls zu genehmigen.   mehr ...

 

US-Notenbank macht Schluss mit dem billigen Geld

- Die Fed hat den Leitzins leicht erhöht. Es ist erst die zweite Anhebung seit der Finanzkrise.

- Die Notenbank begründet ihre Entscheidung mit der gewachsenen wirtschaftlichen Dynamik in den USA.

- Sie reagiert damit allerdings auch auf die Ankündigungen von Donald Trump. Sein Wirtschaftsprogramm könnte die Inflation nach oben treiben.   mehr ...

 

Attac: "EU-Regierungen schützen Steuertricks der Banken: Attac unterstützt Initiative des EU-Parlaments für mehr Transparenz im Bankensektor."

Steuern Unternehmen

Google-Mutter Alphabet vermeidet dank Schlupfloch weiter Milliarden an Steuern

Zwar ist das Steuerschlupfloch des "Double Irish With a Dutch Sandwich" inzwischen geschlossen, aber für Unternehmen gibt es eine Übergangsfrist. Die hat Alphabet genutzt, um 2015 rund 3,6 Milliarden US-Dollar an Steuern zu sparen, schreibt Bloomberg.

Der Google-Mutterkonzern Alphabet hat durch die seit Jahren kritisierte Steuervermeidungsstrategie des "Double Irish With a Dutch Sandwich" im vergangenen Jahr 3,6 Milliarden US-Dollar an Steuern gespart. Das berichtet der Finanznachrichtendienst Bloomberg unter Berufung auf nun veröffentlichte Dokumente aus den Niederlanden – ohne aber zu erläutern, auf welchen Steuersatz sich das bezieht.

Demnach schleuste Alphabet im vergangenen Jahr 40 Prozent mehr Geld durch seine irische und niederländische Tochter an eine auf den Bermudainseln. Insgesamt habe Alphabet durch diese Strategie schon fast 60 Milliarden US-Dollar Gewinn vor einer Versteuerung in den Vereinigten Staaten bewahrt. Das Unternehmen beruft sich darauf, sich an alle geltenden Gesetze zu halten.   mehr ...

 

Steuernachzahlungen - Milliarden-Rechtsstreit um Apple geht los

Effektiv hat Apple in Irland nur 0,05 Prozent Gewinnsteuer gezahlt. Konzern und Regierung wehren sich nun gegen eine Forderung der EU. Es geht um Steuernachzahlungen in Höhe von 13 Milliarden Euro:

© dpa Mag das iPhone, aber nicht Apples Steuergestaltung: EU-Kommissarin Margrethe Vestager.

Im Konflikt über die von der EU-Kommission verfügte Milliarden-Steuernachzahlung des Technologiekonzerns Apple an den irischen Staat wetzen alle Beteiligten die Messer. Die Regierung in Dublin hat am Montag begründet, warum sie im November beim EU-Gericht in Luxemburg Klage gegen die Kommissionsentscheidung eingereicht hat. Das Unternehmen will noch in dieser Woche nachziehen. Die Rechtsstreitigkeiten dürften sich über viele Jahre hinziehen. Nach Ansicht der irischen Regierung hat die Kommission sowohl die relevanten Fakten des Falls als auch das irische Steuerrecht missverstanden. Die Folge sei eine widerrechtliche Brüsseler Einmischung in das irische Steuerrecht. Apple argumentiert vor allem, die hauptsächliche Steuerpflicht falle nicht in Irland, sondern in den Vereinigten Staaten an. Anlass der Stellungnahmen ist die Tatsache, dass die Kommission am Montag den 130 Seiten langen nichtvertraulichen Teil ihrer Entscheidung veröffentlicht hat.   mehr ...

 

“Eine Schande für europäische Bürger” – Apple wehrt sich gegen Steuerforderungen der EU

Wenn es um Steuerforderungen geht, versteht Tim Cook keinen Spaß. Die Unternehmensbesteuerung in den USA findet der Apple-CEO "unvernünftig", die Ermittlungen der EU bezeichnet sein Finanzchef als eine "Schande". Cupertino schaltet auf Attacke und will den Streit um rund 13 Milliarden US-Dollar nun gerichtlich ausfechten. Grundlage der Argumentation ist, dass die Wertschöpfung bei Apple in der "Innovation" begründet sei - und die finde eben nicht in Europa statt.   mehr ...
 
 
 
ZD-Net: "EU gegen Apple: Steuernachforderung löst kontroverse Reaktionen aus."
SZ: "Irland klagt gegen Apple-Steuernachzahlung."
SZ: "EU-Kommission: Apple muss bis zu 13 Milliarden Euro Steuern nachzahlen."
Heise: "Milliarden-Steuernachzahlung: Deutsche Finanzminister begrüßen Entscheidung der EU-Kommission gegen Apple."
FAZ: "Apples Steuernachzahlung Wen die EU sonst noch ins Visier nehmen sollte."
Spiegel: "Neoliberaler Mythos: Warum hohe Steuern der Wirtschaft nicht schaden müssen."
Spiegel: "Streit um Großkonzerne: Warum die USA Europa mit Steuerkrieg drohen."
Spiegel: "Steuerpraktiken: US-Finanzamt verklagt Facebook."
Spiegel: "Kampf gegen Google und Co.: EU-Staaten segnen Gesetz gegen Steuervermeidung ab."
SZ: "Steueroase Luxemburg - Amazon soll weniger als ein Prozent Steuern zahlen."
Zeit: "Großbritannien - Google zahlt 172 Millionen Euro Steuern nach."
Europagruppe Grüne: "Kommission schöpft das BEPS-Instrumentarium nicht aus: Maßnahmenpaket gegen Steuerdumping."
FAZ: "Rechnungshof beklagt - Steueroase Internet."
Statista: "Tech-Riesen horten Milliardenbeträge in Steueroasen."
Oxfam: "Oxfam: Strafen gegen Starbucks und Fiat können nur der Anfang sein: EU muss im Kampf gegen Steuervermeidung nachlegen. Nötig sind Transparenz, mehr Steuergerechtigkeit und härtere Sanktionen."
FAZ: "G20-Treffen - Neue Regeln gegen Steuervermeidung."
Heise: "Umdenken für Amazon & Co: Aus für Steuertricks und Briefkastenfirmen."
FAZ: "Plan gegen Steuerflucht - OECD will „Tod der Briefkastenfirmen“."
SZ: "Schließen von Steuerschlupflöchern - EU verschärft Kampf gegen Steuerflucht von Konzernen."
Zeit: "Internethandel - Amazon versteuert Gewinne erstmals in Deutschland."
FAZ: "EU-Kommission erwägt Mindeststeuer für Firmen."
Panorama: "Aus für die Steuerluxe?"
Heise: "Steuervorteile für Apple & Co.: EU-Kommission knöpft sich auch Belgien vor."
WDR: "Steuerfrei - Wie Konzerne Europas Kassen plündern."
Attac: "Zehntausende gegen Steuerflucht der Konzerne."
SZ: "Neues Datenleck - Zweite Enthüllungs-Welle trifft Luxemburg."
Attac: "ZEHNTAUSENDE GEGEN STEUERFLUCHT DER KONZERNE."
ZD-Net: "Großbritannien will “Google-Steuer” einführen."
DWN.de: "Unternehmen zahlen mehr für Manager-Gehälter als für Steuern."
SZ: "Luxemburg-Leaks - Konzerne ertricksen sich in Luxemburg Milliarden an Steuern."
SZ: "Steuertricks des Versicherers AIG - Vom Staat gerettet, den Staat geprellt."
SZ: "Luxemburg-Leaks - Junckers Glaubwürdigkeit implodiert."
Attac: "Amazons Steuertricks in Luxemburg - Weniger als ein Prozent Steuern."
Heise: "Double Irish": Irland stopft Steuerschlupfloch für Apple, Google & Co. ."
Heise:"EU-Kommission: Apples niedrige Steuern in Irland sind Staatsbeihilfe."
Attac: "Schlag ins Gesicht für mittelständische Unternehmen: Schäuble will neue Steuertricks für Konzerne legalisieren."
SZ: "Ermittlungen der Kommission - EU geht gegen Steueroasen in Europa vor."
SZ: "Steuerflucht von Konzernen - Neue Steuer-Schlupflöcher für Amazon, Apple und Ikea."
Mac & I: "US-Politiker erwägen "Steuerurlaub" für Apple, Google und Co.."
SZ: "Kaffeehauskette - Starbucks will mehr Steuern zahlen."
ARD: "Die Story im Ersten: Wie Konzerne Europas Kassen plündern."
Spiegel: "Steuertricks: Google schiebt neun Milliarden Euro auf die Bermudas."
N24: "ATTAC CONTRA STARBUCKS - Proteste gegen Steuertricks des Kaffeerösters
Spiegel: "Steuertricks: Deutsche Konzerne schleusen Milliarden am Fiskus vorbei."
SZ: "Apples Steuerflucht - Der Staat macht's möglich."
Heise: "Nach Kritik an Apple: Deutsche Finanzminister fordern Schranken im Steuerwettbewerb."
Zeit: "Apple hat Steuern in Milliardenhöhe umgangen."
Spiegel: "G20 wollen Schlupflöcher für Großkonzerne schließen."
Spiegel: "OECD-Chef will Steuertricks der Weltkonzerne stoppen."
SZ: "Aufsichtsratschef Eric Schmidt - Googles Ex-Boss "sehr stolz" auf Steuertricks."
Zeit: "STEUERTRICKS - Die Jagd nach den staatenlosen Milliarden."
Welt: "Steuerlast Unternehmen - Deutsche Firmen werden besonders stark geschröpft."
Heise: "Burda: US-Internetkonzerne sind "Subventionsritter"."
SZ: "Umsätze bei Apple & Co. - Große Gewinne, kleine Steuern."
FR-Online: "KAFFEEKETTE STARBUCKS - Wie Starbucks sich arm rechnet."

Steuer / Schwarzgeld

Ofam: Steueroasen - Gewinne sprudeln, Steuern sinken

Die Niederlande und die Schweiz sind laut der Hilfsorganisation Oxfam Teil der schlimmsten Steueroasen. Der Wettlauf ruiniere die Armen und mache Reiche noch reicher:
 
Steueroasen: Blick auf Zürich, das Bankenzentrum der Schweiz (Archiv)

Blick auf Zürich, das Bankenzentrum der Schweiz (Archiv) © Keystone/dpa

Trotz Luxleaks - Zahl der Steuerdeals in der EU steigt massiv

Zwei Jahre nach Bekanntwerden der vielen Steuervermeidungspraktiken in der EU gibt es mehr solche Methoden als je zuvor:

Die Zahl von Steuerdeals zwischen Mitgliedstaaten und Großkonzernen hat sich binnen zwei Jahren fast verdreifacht. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung der unabhängigen Organisation Eurodad in Brüssel hervor. Sie stieg demnach von 547 im Jahr 2013 auf 1444 im Jahr 2015.   mehr ...

 

Oxfam: "Fehlstart für EU-Steueroasenliste: Den europäischen Finanzministern ist es bei ihrem heutigen Treffen nicht gelungen, sich auf sinnvolle Kriterien zu einigen, anhand derer Steueroasen identifiziert werden sollen."
Spiegel: "Schwarze Liste Briten wollen Regeln für Steueroasen abschwächen: Die EU will endlich eine eigene schwarze Liste von Steueroasen erstellen. Doch insbesondere die Briten blockieren das Vorhaben - sie sorgen offenbar schon für die Zeit nach dem Brexit vor."
SZ: "So offshore ist Deutschland: Panama steht in einem Ranking der Steueroasen nur auf Platz zwölf. Weiter oben findet sich: Deutschland."
Oxfam: "Weltbank-Gelder fließen in Steueroasen: 68 Unternehmen haben im letzten Jahr Kredite für Investitionen in Afrika südlich der Sahara von der Entwicklungsbank International Finance Corporation erhalten. Ein neuer Oxfam-Bericht zeigt: Drei Viertel davon nutzen Steueroasen."
Zeit: "Der Hoeneß-Effekt: 26.000 Menschen haben sich 2013 wegen Steuerhinterziehung selbst angezeigt – deutlich mehr als 2012."
Der Freitag: "Geschichte eines „Scoops“."

Panama Papers / Bahama Leaks

Panama Papers-Enthüllungen: Aussprache mit Joseph E. Stiglitz

"80 Prozent der Tätigkeiten, die in den Panama Papieren beschrieben sind, haben garnicht in Panama stattgefunden. Das wiederum zeigt, dass wir es hier mit einem globalen Problem zu tun haben“, sagte der Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz am Mittwoch (16.11.) zu den Abgeordneten. Stiglitz, der nach den Enthüllungen für die Regierung Panamas als Berater tätig war, nahm an einer Sitzung des Panama Papers-Untersuchungsausschusses teil:

Bildergebnis für joseph e. stiglitz

Der US-amerikanische Ökonom Joseph E. Stiglitz debattierte am Mittwoch (16.11.) mit den Mitgliedern des Panama Papers-Untersuchungsausschusses über den Skandal rund um Steueroasen. Er betonte, dass die Anwaltskanzlei Mossack Fonseca, aus der die Enthüllungen stammten, nur eine der vier größten Anwaltskanzleien in Panama sei. "In Panama gilt Mossack Fonseca sogar als eine der kleineren dieser großen Anwaltskanzleien. Sie können sich also vorstellen, was in diesen Steueroasen vor sich geht."   mehr ...

 

So funktioniert das System Bahamas

Der Inselstaat gilt als Paradies für Steuervermeider. Neue Enthüllungen bringen jetzt Licht in eine Vielzahl von schmutzigen Geschäften.   mehr ...

 

FAZ: "Hessen setzt auf bundesweite Abstimmung: Hessen will die Rohdaten der "Panama Papers" in Abstimmung mit dem Bund auswerten."
SZ: "So offshore ist Deutschland: Panama steht in einem Ranking der Steueroasen nur auf Platz zwölf. Weiter oben findet sich: Deutschland."
Oxfam: "Weltbank-Gelder fließen in Steueroasen: 68 Unternehmen haben im letzten Jahr Kredite für Investitionen in Afrika südlich der Sahara von der Entwicklungsbank International Finance Corporation erhalten. Ein neuer Oxfam-Bericht zeigt: Drei Viertel davon nutzen Steueroasen."

Steuersystem

Erbschaftssteuer - Politik schont die Firmenerben

Zur Umverteilung ist die Reform ungeeignet.  Foto: epd

Die Politik begünstigt Firmen auch mit dem Kompromiss zur Erbschaftssteuer stärker als vom Grundgesetz erlaubt. Das zeigt eine neue Studie von Berliner Ökonomen:

Die Politik kommt auch künftig den Unternehmen bei der Erbschaftssteuer weit entgegen und begünstigt die Firmeninhaber stärker als vom Grundgesetz erlaubt. Zu diesem Ergebnis kommen zwei Berliner Ökonomen in einem Gutachten, das der Frankfurter Rundschau vorliegt. Demnach werden Union, SPD und einige grüne Ländervertreter am Freitag erneut ein grundgesetzwidriges Gesetz beschließen, wenn, wie zu erwarten, der Bundesrat den mühsam ausgehandelten Kompromiss annimmt.

Laut der Studie wird „die verfassungswidrige übermäßige Privilegierung des Betriebsvermögens im Rahmen der Erbschafts- und Schenkungssteuer im Ergebnis (fast) vollständig beibehalten“. Völlig unberührt bleibe die Möglichkeit, eine völlige Steuerverschonung zu erreichen. Nach wie vor könnten Firmeninhaber auch riesige Betriebsvermögen und Aktienpakete durch geschickte Steuergestaltung so an Töchter und Söhne weiterreichen, dass diese nichts von ihrem neuen Reichtum abgeben müssten.   mehr ...

 

Erbschaftsteuer - Reiche Erben solllten mit 99 Prozent besteuert werden

Du willst einen Bugatti oder eine Villa? Dann arbeite! Eine hohe Erbschaftssteuer ist richtig und wichtig, zeigt das Beispiel Zuckerberg:

Deutsche Finanzpolitiker sollten sich mit Mark Zuckerberg verabreden, wenn der mal wieder zum Joggen nach Berlin kommt. Denn der Facebook-Chef hat versprochen, 99 Prozent seines Vermögens zu spenden, anstatt es zu vererben.   mehr ...

 

Campact: Erbschaftssteuer 

 

Weiteres FAZ: "Erbschaftssteuer-Kommentar - Die privilegierten Erben."

SZ: "Steuern - Wenn Kinder Multimillionäre werden."

Attac: "Zweite Chance für gerechte Erbschaftssteuer - Bundesrat schickt Reform in den Vermittlungsausschuss."

Campact: "Mythen-Check: Wer wirklich von der Erbschaftssteuer betroffen ist."

Ver.di: "Erbschaftsteuerreform: Auch Milliardäre besteuern!"

n-tv: "Erbschaftssteuer beschert Schäuble Rekordeinnahmen."

Klimaretter: "Deutsche Steuern wenig ökologisch."

n-tv: "Karlsruhe prüft erneut Erbschaftssteuer."

Attac: "Mehr als 140.000 Unterschriften übergeben: Keine Steuerprivilegien für Reiche!"

FAZ: "Jürgen Trittin: Vom Segen einer Superreichensteuer."

Der Freitag: "Reichtum abhängig von Geburt: Erbschaftssteuer In Deutschland hängt dein Kontostand heute in erster Linie nicht davon ab, wie fleißig und strebsam du bist, sondern davon, wie viel du von deinen Eltern bekommst."

SZ: "Union und SPD einigen sich auf Reform der Erbschaftsteuer."

SZ: "Steuern - Deutschlands Reiche kommen billig davon."

Deutschlandfunk: "Presseresonanz zur Erbschaftssteuer: Blick in die Zeitungen."

Handelsblatt: "Steuererklärung wird vollautomatisch."

FAZ: "Hausbesitzer aufgepasst - Startschuss für neue Grundsteuer."

Spiegel: "Reformstreit - Jetzt gehts ums Erbe."

n-tv: "Abgeltungsteuer soll weg - Höhere Steuern für Sparer?"

SZ: "Erbschaftsteuer - Seehofer kritisiert Schäubles Steuerpolitik."

Handelsblatt: "Erbschaftssteuer - Gericht schließt Steuerschlupfloch."

SZ: "Abgeltungssteuer - Schluss mit dem Reichen-Rabatt."

SZ: "Erbschaftsrecht - Erben ist ungerecht - und sollte mit 100 Prozent besteuert werden."

SZ: "Vergünstigungen vom Finanzminister - Schäuble macht wieder Steuergeschenke."

SZ: "Steuergerechtigkeit - Hohe Steuern? Empört euch!"

FAZ: "Einkommensteuer - Der vollautomatische Steuerbescheid kommt."

Manager-Magazin: "Gläserne Anlegerkonten - Das Ende der Abgeltungssteuer naht."


Finanztransaktionssteuer

Spekulationssteuer: Finanzminister verschieben historische Entscheidung

Finanztransaktionssteuer Campact

250 Top-Ökonomen hatten an die Finanzminister appelliert – und Campact-Aktive demonstrierten bei der Sitzung der EU-Finanzminister in Luxemburg. Dennoch wurde der Beschluss für eine Finanztransaktionssteuer erneut verschoben. Lies hier die Hintergründe.   mehr ...

 






- Im Zusammenhang mit einer umstrittenen Entschädigungszahlung an einen schillernden Geschäftsmann und Ex-Minister muss sich IWF-Chefin Christine Lagarde nun doch in Frankreich vor Gericht verantworten.

- Die damalige Finanzministerin hatte ihm nach Darstellung der Anklage 2008 mehr als 400 Millionen Euro zugeschanzt.

- Lagarde weist alle Vorwürfe von sich:

File photo of IMF Managing Director Christine Lagarde at the 2016 IMF World Bank Spring Meeting in Washington

IWF-Chefin Christine Lagarde muss sich vor Gericht verantworten. Der Oberste Gerichtshof in Frankreich machte am Freitag in Paris den Weg für das Verfahren frei. Dabei geht es um eine umstrittene Entschädigungszahlung in Millionenhöhe für den Geschäftsmann Bernard Tapie im Jahr 2008, die Lagarde in ihrer Zeit als französische Finanzministerin ermöglichte. Die IWF-Chefin war im August 2014 formell beschuldigt worden. Die Ermittler werfen ihr Nachlässigkeit im Umgang mit öffentlichen Geldern vor.   mehr ...

 

Debatte Schuldenschnitt - Geld ist nur Geld

Der IWF hat recht: Man muss die griechischen Schulden streichen. Deutschland und Frankreich sollten dafür bezahlen, dass ihre Banken gerettet wurden:

Der nächste Streit rund um Griechenland ist bereits in Sicht – und diesmal wird es spannend. Denn der Internationale Währungsfonds (IWF) besteht darauf, dass es zu einem „Schuldenschnitt“ kommt. Dagegen stemmen sich die Euroländer vehement, vorneweg Finanzminister Schäuble.   mehr ... 

 


Euro / D-Mark

Aus für 500-Euro-Schein - Kommt jetzt das Ende des Bargelds?

16 Zentimeter lang, 8,2 Zentimeter hoch und eine Farbe, in der vierjährige Mädchen ihr Kinderzimmer streichen würden: Rein äußerlich ist der 500-Euro-Schein nicht besonders aufregend, doch in den vergangenen Wochen ist er zu einer Art neuem deutschen Nationalheiligtum geworden.

Bargeld

Die Banknote gibt es seit 15 Jahren, nun soll es ihr an den Kragen gehen. An diesem Mittwoch hat der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) beschlossen, dass der Schein weg muss. Noch nicht sofort, aber doch bald.   mehr ...

 

Bundesregierung will Bargeld-Limit von 5000 Euro

- Die deutsche Regierung will eine Obergrenze für Barzahlungen von 5000 Euro.

- Eine europäische Initiative würde die Bundesregierung demnach aber bevorzugen.

- Hintergrund des Vorstoßes sei etwa die Terrorbekämpfung.   mehr ...

 

SZ: "Münzen und Scheine - Das Geschäft mit dem Geld: Bargeld macht heute nur noch einen kleinen Teil des Zahlungsverkehrs aus, doch hinter den Münzen und Banknoten steht ein komplexes und nicht zuletzt auch teures System."


Steuern

Steuersoftware im Test Kann eine Software den Steuerberater ersetzen?

    Steuersoftware stellt dem Anwender die richtigen Fragen und präsentiert am Ende eine fertig ausgefüllte elektronische Steuererklärung.

    Steuersoftware stellt dem Anwender die richtigen Fragen und präsentiert am Ende eine fertig ausgefüllte elektronische Steuererklärung.© dpa

    Bis 31. Mai will das Finanzamt die Steuererklärung sehen. Wer Steuerberaterkosten scheut, aber nicht in allen Fragen fit ist, vertraut oft auf Steuersoftware. Aber wie gut ist die wirklich?

    Viele gehen im Frühjahr zum Finanzamt, holen sich einen Packen Formulare auf grau-grünem Papier und reservieren sich ein Wochenende, um in Schuhkartons oder Ordnern gesammelte Belege in die Steuererklärung einzutragen. Schneller als mit Stift und Papier geht es aber am Computer – entweder mit gekaufter Software oder dem kostenlosen Elster-Programm der Finanzverwaltung.   mehr ...


    Deutsche Börse

    Hartes Ringen um LSE - Deutscher Börse droht Übernahmeschlacht

    Die Fusion von Deutscher Börse und London Stock Exchange (LSE) ist alles andere als eine beschlossene Sache. Der US-Rivale Intercontinental Exchange (ICE) erwägt ein Gegengebot für die LSE. Muss die Deutsche Börse ihr Angebot erhöhen?

    Fusion mit LSE: Deutscher Börse droht Konkurrenz aus den USA

    Die US-Börse Intercontinental Exchange (ICE) grätscht möglicherweise in die Hochzeitspläne zwischen Deutscher Börse und der London Stock Exchange (LSE). Einen entsprechenden Bericht der Agentur Bloomberg bestätigten die Amerikaner. Man wolle ein Gegengebot für die LSE prüfen, hieß es. Eine Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen. Auch einen Kontakt zu den Briten hat die ICE noch nicht aufgenommen, wie die US-Börse mitteilte.

    Am Aktienmarkt steht nun insbesondere die Frage im Blick, ob die Deutsche Börse möglicherweise ihr Angebot für die LSE erhöhen könnte. Das wird von Beobachtern aber als nicht sehr wahrscheinlich angesehen, da die Börse finanziell mit der ICE wohl nicht mithalten könne.   mehr ...

     

    Für 725 Millionen Euro - Deutsche Börse übernimmt Devisenplattform 360T

    Das Unternehmen 360T betreibt eine außerbörsliche Handelsplattform für Währungen und Derivate. Jetzt greift die Deutsche Börse zu.   mehr ...


    Finanz- / Schuldenkrise EU

    Finanzkrise - Italien darf seine Banken retten

    - Banken in Italien leiden unter faulen Krediten. Muss am Ende doch wieder der Steuerzahler einspringen?

    - Nein, sagt die EU-Kommission. Sie erlaubt nun aber, dass der Staat Geldinstituten bei der Bewältigung risikobehafteter Kredite helfen darf.

    File photo of Italy's PM Renzi talking with Finance Minister Padoan during a confidence vote at the Senate in Rome

    Seinen Ausgang nahm das Finanzdrama im November. Italiens Regierung beschloss, vier kleinere Banken vor der Pleite zu bewahren, zwei Volksbanken und zwei Sparkassen. Finanzminister Pier Carlo Padoan wollte dafür den privaten Einlagensicherungsfonds der italienischen Banken nutzen. Doch die europäischen Spielregeln sehen mittlerweile anders aus. Am 1. Januar 2016 sind in der EU neue Regeln zur Abwicklung maroder Geldhäuser in Kraft getreten. Bei einer Bankpleite haften nun europaweit die Anteilseigner - und auch die Kunden mit ihren Guthaben über 100 000 Euro.   mehr ...

     

    Standpunkt: Ohne ordnungspolitischen Kompass

    Der Sachverständigenrat fordert ein Insolvenzrecht für Staaten. Dabei wäre eine weitere politische Integration in der Währungsunion wichtiger. Ein Standpunkt:

     

    © DPAPeter Bofinger

    Die meisten Ökonomen sind sich einig, dass eine Währungsunion auf Dauer nicht ohne ein Mindestmaß an politischer Integration überleben kann. Die Mehrheit des Sachverständigenrates sieht das anders. Mit dem Konzept „Maastricht 2.0“, das sie jetzt abermals in die Diskussion gebracht hat, setzt sie anstelle weiterer Integrationsschritte vor allem auf eine staatliche Insolvenzordnung und eine wirksamere Bankenaufsicht. Damit werde die Nichtbeistandsklausel wieder glaubwürdig, und die Märkte würden eine disziplinierende Wirkung auf die einzelnen Mitgliedstaaten ausüben, indem sie höhere Risikoprämien für laxe Haushaltspolitik einfordern.   mehr ...

     

    Weiteres TAZ: "Debatte zur Krise in Griechenland - Schockstarre in Euroland."
    SZ: "Europäische Union - Wie Deutschland an Europas Krisen verdient."
    SZ: "Milton Friedman - Der Ökonom, der alles voraussah."
    Zeit: "Thomas Piketty - "Deutschland hat nie bezahlt"."
    Zeit: "Die Härte des Gewinners - Deutschland profitiert von der Eurokrise."
    Attac: "Finanztransaktionssteuer ist rechtens - Kampagne "Steuer gegen Armut" begrüßt Urteil des Europäischen Gerichtshofs."
    Spiegel: "Rückkehr an den Kapitalmarkt: Anleger überschütten Griechenland mit Milliarden."
    Spiegel: "Euro-Krise: Portugiesischer Premier schließt zweites Hilfspaket aus."
    Zeit: "Bankenunion - EU einigt sich auf Bankenaufsicht."
    NachDenkSeiten: "Die Lüge von der „Staatschuldenkrise“."
    SZ: "Griechenland braucht weitere zehn Milliarden Euro."
    SZ: "Euro-Zone verschuldet wie nie zuvor."
    n-tv: "Zypern-Hilfe nicht zum Nulltarif - Steinbrück stellt vier Bedingungen."
    N24: "ESM kompromissbereit - Schuldensünder sollen mehr Zeit bekommen."
    Spiegel: "Kritik an Regierung: Verband fürchtet Zerschlagung von Banken."
    Spiegel: "Euro-Staaten scheitern mit Schuldenabbau."
    Spiegel: "G-20-Gipfel - Großkonzerne sollen Steuern im Heimatland zahlen."
    SZ: "G20-Finanzminister warnen vor verzögertem Schuldenabbau."
    SZ: "Verbot ungedeckter Leerverkäufe - Wie Europa sich vor den Spekulanten retten will."
    SZ: "Neuer EU-Pakt soll Reformen erzwingen."
    FAZ: "Euroländer wollen Rettungsfonds vergrößern."
    Handelsblatt: "VERSTÖSSE GEGEN EU-RECHT - „Die Sprengkraft der falsch konstruierten Rettungspolitik."
    N24: "Schuldenkrise - Deutschland haftet mit einer Billion Euro."
    SZ: "Schuldenkrise in Europa - Einer haftet für den anderen."
    SZ: "EU-Staaten wollen Euro-Schutzschirm ohne Limit."
    FAZ: "Schutz der Eurozone - Die Krisendiplomatie läuft auf Hochtouren."
    Der Freitag: "Mister Euro rechnet ab - Warnschuss."
    SZ: "Nach den Bekenntnissen von Merkel, Hollande und Draghi - Wie die große Euro-Rettung aussehen könnte."
    SZ: "Politik in der Euro-Krise - "Schlafwandelnd in die Katastrophe"."
    SZ: "Schuldenkrise in Europa - "Die Ansteckungsgefahr ist das entscheidende Risiko"."
    Spiegel: "EU-Kommissarin kritisiert deutschen Ego-Kurs."
    Der Freitag: "Schuldenkrise - Im Namen der Austerität."
    Spiegel: "Schuldenkrise Das bedeuten die Gipfel-Beschlüsse für Europa."
    Handelsblatt: "Vierer-Gipfel plädiert für Wachstumspaket über 130 Milliarden Euro."
    Der Freitag: "Liquiditätsfalle - Einer muss die Kassandra sein."
    SZ: "G-20-Treffen in Los Cabos - "Schwächster Gipfel aller Zeiten."
    Heise: "Finanz- und Schuldenkrise - Europas Showdown."

    Konzerne zahlen gerne?! Nicht, wenn es um ihre Steuern geht.

    Kapitalismus 

    VWL-Studenten kritisieren Theorien - Im Zweifel gegen die Lehre

    Zu realitätsfern, zu marktgläubig, zu einseitig: Seit der Finanzkrise rebellieren Wirtschaftsstudenten gegen die herrschende Lehre in ihrem Fach. Laut Hochschulmagazin "duz" finden sie damit allmählich auch Gehör bei den Professoren:

    Wirtschaftsstudenten in Leipzig: Wie pluralistisch ist das Fach?

    Samuel Decker ist seit dreieinhalb Jahren dabei, seit er im Grundstudium Volkswirtschaftslehre in Hamburg in der Makroökonomie-Vorlesung von Professor Dr. Bernd Lucke saß, dem Gründer der Alternative für Deutschland. "Ich fand es relativ abschreckend, wie formale Argumente aus politischem Kalkül mal hochgezogen, mal wegdiskutiert wurden", sagt der 24-Jährige.

    So organisierte Decker einen Kongress mit, der sich kritisch mit dem Fach auseinandersetzte. Bis heute engagiert er sich im Netzwerk "Plurale Ökonomik", an dem sich in mehr als 20 Initiativen deutschlandweit Hunderte Studierende beteiligen. Seit Mai 2014 existiert auch eine internationale Dachorganisation für mehr als 60 Studenteninitiativen aus mehr als 30 Ländern, die International Student Initiative for Pluralism in Economics (ISIPE).

    Ihr Ziel: Die auf neoklassische und neoliberale Theorien eingeschworenen Wirtschaftswissenschaften sollten den Blick öffnen für andere Denkschulen und benachbarte Disziplinen wie Soziologie, Jura, Philosophie, Psychologie und Politik. Im Curriculum werde zu sehr auf formalistische Modelle gesetzt, welche nur Pseudo-Objektivität lieferten.   mehr ...

     

    Krise in Griechenland - "Die Politik hat sich ins Gefängnis der Märkte begeben."

    Hat die griechische Regierung den Bezug zur Realität verloren? Nein, erklärt Kulturwissenschaftler Joseph Vogl. Sie erinnere an Werte wie Gemeinwohl und Volkssouveränität im Finanzkapitalismus:

    EuropâÄ°ische Zentralbank; Kapitalismus

    SZ: Eine Einigung zwischen Griechenland und den Geberländern schien Ende der vergangenen Woche möglich. Und in dieser Situation ruft der griechische Premierminister ein Referendum aus. Hat Alexis Tsipras die Realität völlig aus dem Blick verloren?

    Joseph Vogl: Was Realität ist, hängt doch vom Standort des Beobachters ab. Über griechische Realitäten ist hier in Deutschland recht wenig bekannt. Und zunächst würde man sich etwas mehr reale Auskünfte über das wünschen, was da tatsächlich passiert ist. Welche Kompromisse hat die griechische Regierung angeboten? Welche Vorschläge wurden von den Gläubigern nicht akzeptiert?   mehr ...

     


    Weltbank

    Geldgeber ohne Gewissen - Wie Weltbank-Projekte den Ärmsten schaden

    - Bei von der Weltbank finanzierten Infrastrukturprojekten in Afrika werden Armutsviertel zum Teil ohne Vorwarnung niedergewalzt. Bewohner werden zwangsweise umgesiedelt oder obdachlos.

    - Durch Projekte der Weltbank haben im vergangenen Jahrzehnt 3,4 Millionen Menschen ihr Land oder einen Teil ihrer Lebensgrundlage verloren.

    - Die Weltbank soll eigentlich Armut durch die Finanzierung von Infrakstrukturmaßnahmen bekämpfen. Deutschland ist viertgrößter Geldgeber der Institution.

    - Menschenrechtler kritisieren, Deutschland mache seinen Einfluss nicht geltend, um schädliche Projekte zu verhindern.

    - Nach Veröffentlichungen über die Folgen der Weltbankprojekte gelobten die Verantwortlichen Besserung. Doch Menschenrechtsorganisationen kritisieren, geplante Änderungen könnten alles noch verschlimmern:

    Bildergebnis für weltbank 

    Sie kamen mit Bulldozern und schrien: "Wenn dir dein Leben lieb ist, dann hau ab!" Sie rissen die Hütte ab, die ganze Nachbarschaft. Bimbo Omowole Osobe verlor in dem Chaos den Überblick, sah ihre Kinder nicht mehr und floh mit tausend anderen, die griffen, was sie in der Schnelle retten konnten. Als sie wenige Stunden später zurückkehrte, hatten die Bulldozer ihre Heimat, einen Slum in der Region Lagos in Nigeria, komplett niedergewalzt.   mehr ...


    Steuerverschwendung

    Jahresbericht des Rechnungshofs: Seid verschwendet, Millionen!

    Der Bundesrechnungshof kritisiert die deutsche Verkehrspolitik hart. Auch Angela Merkels Versprechen, Bürger müssten nie wieder Banken retten, ist laut Jahresbericht unhaltbar:

    Angela Merkel im Bundestag: In seinem Jahresbericht widerspricht der...

    Angela Merkel ist nicht gerade für überhastete Entscheidungen bekannt. Doch eine Äußerung vom G20-Gipfel in Brisbane könnte sie inzwischen als voreilig bereuen. In Australien versprach die Bundeskanzlerin nach dem Beschluss neuer Regeln für Banken, nie wieder werde es notwendig sein, "dass Steuerzahler dafür eintreten müssen, dass große Banken zusammenbrechen".

    Merkels Behauptung führt in die Irre, das bestätigen jetzt Deutschlands oberste Rechnungsprüfer. In seinem Jahresbericht kritisiert der Bundesrechnungshof, die Abgabe zur Finanzierung eines deutschen Bankenrettungsfonds sei zu gering. "Bei größeren Stabilisierungsmaßnahmen wäre der Restrukturierungsfonds nach wie vor auf öffentliche Gelder angewiesen", heißt es in dem Bericht, der am Dienstag veröffentlicht wird und SPIEGEL ONLINE vorab in Auszügen vorlag.

    Der Fonds wird durch eine Bankenabgabe finanziert und soll ein Volumen von 70 Milliarden Euro erreichen. Doch laut Rechnungshof wird diese Summe nach jetzigem Stand erst in etwa hundert Jahren erreicht. Denn während die Bundesregierung mit jährlichen Beiträgen von 1,2 Milliarden Euro rechnete, kam in den vergangenen Jahren im Durchschnitt nur die Hälfte der Summe zusammen. Der Grund: Viele Institute profitierten von Ausnahmeregeln und Freibeträgen, 38 Prozent zahlten sogar überhaupt keine Abgabe.

    Der deutsche Bankenrettungsfonds wird ab 2016 schrittweise durch einen europäischen Fonds ersetzt, der ein Volumen von 55 Milliarden Euro erreichen soll. Angesichts der schlechten Erfahrung in Deutschland fordert der Rechnunghof das Bundesfinanzministerium nun auf, zumindest auf europäischer Ebene seien Ausnahmen und Freibeträge "weitgehend zu vermeiden".   mehr ...


    Bayern LB

    Prozess wegen Debakel um Hypo Alpe Adria - Ex-BayernLB-Vorstände kommen glimpflich davon

    Mit geringen Geldauflagen endet für vier frühere Vorstände der BayernLB der Prozess am Münchner Landgericht. Sie hatten die österreichische Bank Hypo Alpe Adria gekauft - die Bayerische Landesbank stürzte daraufhin in die Krise:

    Fortsetzung BayernLB-Prozess

    Der frühere Chef der BayernLB, Michael Kemmer, im Landgericht München

    (Foto: dpa)

    Geringe Geldauflagen für ehemalige Vorstände

    Für vier von sechs Angeklagten endet der BayernLB-Prozess früher als erwartet. Das Landgericht München stellt das Verfahren gegen die früheren Vorstände gegen geringe Geldauflagen ein. Michael Kemmer, Ex-Vorstandschef der BayernLB, heute Geschäftsführer des Deutschen Bankenverbandes, muss 20 000 Euro zahlen. 15 000 Euro sind es für den früheren Vizechef der Landesbank, Theo Harnischmacher, und je 5000 Euro für die ehemaligen Vorstände Ralph Schmidt und Stefan Ropers.

    Die Staatsanwaltschaft warf ihnen vor, die österreichische Krisenbank Hypo Alpe Adria 2007 leichtfertig gekauft und dadurch Geld veruntreut zu haben. Die Angeklagten haben die Vorwürfe stets bestritten, von manchen Anschuldigungen wurden sie zudem von Zeugenaussagen entlastet. In Verteidigerkreisen hieß es am Wochenende, die Geldauflagen seien "de facto Freisprüche".

    Kemmer sagte, er sei mit der Entscheidung des Gerichts zufrieden. Er fühle sich bestärkt: "Ich habe als Vorstand der BayernLB korrekt gehandelt und mir nichts vorzuwerfen."   mehr ...

     

    Weiteres SZ: "Prozess gegen ehemalige BayernLB-Manager - Ein Mittelmeerhafen für Österreich."


    SEPA

    Iban-Pflicht für Unternehmen und Vereine - Schrecken mit Ende

    22 Zeichen, die manches verändern: Von Freitag an ist die lange Kontonummer Iban für Firmen und Vereine Pflicht. Die Aufregung hat sich etwas gelegt, doch viele Unternehmen sind noch immer skeptisch. Und manche werden die Umstellung nicht schaffen:

    Verbraucher müssen sich erst ab 2016 mit den neuen, 22-stelligen Kontonummern anfreunden.
    Verbraucher müssen sich erst ab 2016 mit den neuen, 22-stelligen Kontonummern anfreunden. (Foto: dpa)

    Liquiditätsengpässe und Zahlungsverzug

    An diesem Freitag, dem 1. August, ist es nun so weit: Die Verlängerungsfrist endet. Sepa tritt endgültig in Kraft - zumindest für alle Unternehmen und Vereine. Sie müssen bei ihren Überweisungen und Lastschriften ab sofort immer die 22-stellige Iban angeben, außerdem die Bic, eine Art Bankleitzahl, die aus elf Buchstaben besteht. Das gilt nicht nur für Transaktionen ins Ausland, sondern auch innerhalb Deutschlands. Privatleute haben noch etwas Zeit: Für sie tritt Sepa erst im Februar 2016 in Kraft, dann müssen auch sie bei jeder Überweisung Iban und Bic angeben.

    In einer Umfrage gaben zuletzt zwei Prozent der Unternehmen an, die Umstellung bis zum 1. August nicht zu schaffen. Sie können massive Probleme bekommen, weil Banken Zahlungen nach dem alten System nicht mehr annehmen. Es drohten dann "Liquiditätsengpässe und Zahlungsverzug", mahnte die Bundesbank. Die Geldhäuser sind technisch zwar in der Lage, Überweisungen aus dem alten Format in Sepa zu übersetzen, sie könnten aber vom 1. August an Gebühren dafür verlangen.   mehr ...

     

    Weiteres Heise: "Immer mehr mTan-Betrugsfälle: SEPA bringt neue Risiken durch "elektronisches Mandat" für Lastschriften."

    Neuerung ab 2015 - Banken ziehen Kirchensteuer automatisch ein

    Wer einer der großen Religionsgemeinschaften angehört, muss Kirchensteuer zahlen, auch auf private Investments. Das tut nicht jeder. Doch 2015 ist Schluss mit Schummeln: Betroffenen Anlegern wird der Obolus künftig automatisch vom Gewinn abgezogen. Die wichtigsten Fragen und Antworten:

    Bis zur Jahresmitte noch flattern Bankkunden Informationsbriefe zur Neuregelung bei der Kirchensteuer ab 2015 ins Haus. Auch Konfessionslose kriegen Post. Meist ist die Mitteilung eher sperrig formuliert. Da ist von Widerruf die Rede, von Kirchensteueranteil und Sperrvermerk. Aber nicht jeder Sparer blickt am Ende durch. Bei manchen Lohnsteuerhilfevereinen laufen die Telefone heiß, wie Berater berichten. Dabei geht es eigentlich nur um eins: Ab nächstem Jahr ist Schluss mit Schummeln bei der Kirchensteuer. Geben ist seliger denn nehmen: Anlegern mit Religionszugehörigkeit wird der Obolus künftig automatisch vom Gewinn abgezogen. "Wer bisher Kirchensteuer hinterzogen hat, fliegt dann auf", sagt Christina Georgiadis, Sprecherin des Verbands der Vereinigten Lohnsteuerhilfe (VLH).

    Worum geht es?

    Jeder Erwerbstätige, der einer großen Religionsgemeinschaft wie der katholischen oder evangelischen Kirche angehört, zahlt auf sein Einkommen automatisch Kirchensteuer. In Baden-Württemberg und Bayern gehen acht, in den übrigen Bundesländern neun Prozent weg. Kann sich das Kirchenmitglied über Gewinne aus privaten Geldanlagen wie Aktien, Zertifikaten, einem Fonds oder Sparbuch freuen, muss es darauf ebenfalls Kirchensteuer zahlen. Eigentlich. Die Kirchen gingen aber oft leer aus. Das soll sich jetzt ändern.   mehr ...