Sozialstaat / Hartz IV

Was stimmt nicht mehr mit der Sozialstruktur in unserem Land?

Die Sozialausgaben steigen; gleichzeitig steigt aber auch die Armut oder Armutsgefährdung. Immer mehr Menschen - nicht nur Hartz IV-Empfänger - sind mit ihrem Einkommen kaum mehr in der Lage, ihren Lebensunterhalt würdig zu bestreiten. Es gäbe viel zu tun; ist die Politik aber dazu in der Lage - und willens - daran etwas zu ändern?

 

Sozialer Aufstieg in Deutschland - Sechs Generationen lang arm

Kinder aus armen Familien verdienen oft später kaum mehr als ihre Eltern. Die OECD hat nun berechnet, wie lange es dauern kann, die Hürde Herkunft zu überwinden:

Wer unten ist, bleibt unten. Wer oben steht, bleibt oben. So lässt sich die Misere des hiesigen Sozialgefüges zugespitzt zusammenfassen. Studien haben wiederholt gezeigt, dass der soziale Aufstieg in Deutschland schwieriger ist als in vielen anderen Industrieländern.

Im März verkündeten zum Beispiel das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) und die Universität Madrid, dass Bildungsgrad und Berufsstand der Urgroßeltern noch heute auf den Status ihrer Nachfahren in der vierten Generation schließen lassen.

Laut Berechnungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sind die Auswirkungen sogar noch dramatischer: "In Deutschland könnte es sechs Generationen dauern, bis die Nachkommen einer einkommensschwachen Familie das Durchschnittseinkommen erreichen", heißt es in einem Bericht, der am Freitag veröffentlicht wurde.   mehr ...

Petition - Neuberechnung von ALG II / Hartz IV

Die Bundesregierung hat in den letzten Jahren den Regelsatz für Hartz IV-Empfänger systematisch nach unten gerechnet. Denn eigentlich orientiert sich der Regelsatz an den Ausgaben der einkommensschwächsten 20% der Gesellschaft. Das bestätigt auch Frau Merkel öffentlich:

Tatsächlich wird der aktuelle Hartz IV Regelsatz aber auf Grundlage der Ausgaben der unteren 15 % der Bevölkerung berechnet und ist damit deutlich niedriger als er eigentlich sein müsste. Das gleiche gilt für den Steuerfreibetrag für Geringverdienende und Rentner*innen. Dieser Freibetrag müsste eigentlich auch höher sein und zwar um 1860 EUR pro Jahr.   mehr ...

Bundesregierung spart jährlich 25 Milliarden durch Herunterrechnen der Hartz IV-Sätze

Die Bundesregierung hat in den letzten Jahren den Regelsatz für Hartz IV-Empfänger systematisch nach unten gerechnet – mit weitreichenden Folgen auch für Rentner und Einkommenssteuerzahler.  Nach Berechnungen des ARD-Politmagazins MONITOR spart sie damit insgesamt 25 Milliarden Euro pro Jahr.   mehr ...

Spiegel: "Regierungsbericht Sozialausgaben steigen auf über 900 Milliarden Euro."
Zeit: "Arbeitsmodelle: Gefährlich flexibel: Minijobber, Klickworker, Scheinselbstständige: Die neuen Formen der Arbeitsverhältnisse gefährden den Sozialstaat."
Deutschlandfunk: "Viele Hartz-IV-Klagen vor Sozialgerichten erfolgreich: Viele Hartz-IV-Empfänger haben im vergangenen Jahr erfolgreich vor Sozialgerichten geklagt."
Zeit: "Das Agenda-Trauma: Geburtsstunde des Jobwunders oder neoliberale Armutsreform."

Renten / Pensionen

Zukunft der Rente - So könnte das Leben im Alter aussehen  

Wird es die Rente auch nach 2025 noch geben und wenn ja, wie wird sie finanziert? Eine Rentenkommission soll ein Konzept dazu erarbeiten. Vor allem drei Szenarien zeichnen sich ab.

Szenario 1: Längere Lebensarbeitszeit 

Szenario 2: Flexibler Eintritt ins Rentenalter

Szenario 3: Das Drei-Säulen-Modell Plus.   mehr ...

Anhebung des Eintrittsalters - Mit 69 in Rente?

Aus Sicht der Versicherer ist eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters der beste Weg, um die Renten zu finanzieren. Eine Erhöhung auf bis zu 69 Jahre - mit Lösungen für die, die nicht so lange arbeiten können - dürfe auf längere Sicht kein Tabu sein, fordert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission dürfe sich keine Denkverbote auferlegen.   mehr ...

Forscher nennen Rentenpläne "unbezahlbar"

Eine Gruppe von Rentenforschern kritisiert die Rentenpläne der Bundesregierung laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung. Um die im Koalitionsvertrag vereinbarten Versprechen zu erfüllen, müsste die Regierung demnach bereits ab der nächsten Legislaturperiode jährlich viele Milliarden Euro zusätzlich an die Rentenkasse überweisen. Ansonsten sei die Finanzierung der Rentenzahlungen nicht gedeckt, wie die Berechnungen des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik in München zeigten.   mehr ...

Petition WeAct: Generationengerechtigkeit wieder herstellen - Die gesetzliche Rente solidarisch finanzieren!  

Generationengerechtigkeit wieder herstellen - Die gesetzliche Rente solidarisch finanzieren!

 
 
Bundeszentrale für politische Bildung: "Entwicklung des Standardrentenniveaus (RV)."
Der Freitag: "Rentenpolitik - Kein Mut zum Systemwechsel: Die SPD hat ihr Rentenkonzept vorgestellt. An den Grundfesten der Altersvorsorge in Deutschland rüttelt das nicht."

Grundeinkommen / BGE

Eine gute Idee in Zeiten des Wegfalls von Arbeitsplätzen durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz? Oder nur ein Dummie, damit sich Staat und Wirtschaft aus der Verantwortung für die Gesellschaft zurückziehen können?

Darüber kann man trefflich kontrovers diskutieren - und der Diskurs ist sicherlich erst im Entstehen. Politik und Wirtschaft sind sich nicht einig, wohin der Weg führen wird (und muss) ...

Bild: Archiv-Grundeinkommen.de

 

 
Ein Jahr lang soll im Zürcher 1300-Seelen-Dorf jeder, der will, ein «bedingungsloses Einkommen» erhalten. In der Schweiz wäre es das erste Experiment dieser Art:
 
Rheinau, das idyllische 1300-Seelen-Dorf an einer Doppelschlaufe des Rheins, war bisher vor allem bekannt für seine Klosterinsel. Jetzt soll die Gemeinde Schauplatz eines aufsehenerregenden Pilotversuchs werden: 2019 soll jeder Einwohner monatlich ein Einkommen erhalten, ein ganzes Jahr lang, «bedingungslos». Das Geld dafür soll nicht über Steuern, sondern über ein Crowdfunding oder eine Stiftung eingespielt werden.   mehr ...

Geld ohne Gegenleistung - Warum Deutschland falsch über das Grundeinkommen redet

Wer die Idee einer Grundsicherung mehrheitsfähig machen will, muss auch das Lager der Gegner überzeugen. Der Begriff "bedingungsloses Grundeinkommen" schadet dabei enorm.   mehr ...

DGB und IG Metall - Bedingungsloses Grundeinkommen? Nicht mit den Gewerkschaften

Zum Tag der Arbeit haben sich die Gewerkschaften gegen ein Grundeinkommen für alle ausgesprochen. Warum lehnt ausgerechnet die Arbeitnehmerlobby die Sozialleistung ab?    mehr ...
 
 

Le Monde diplomatique: "Gründe für ein Grundeinkommen."
Bundeszentrale für politische Bildung: "Das Silicon Valley fordert ein Grundeinkommen - gut so!"

Gesundheit

Petition Change.org: Änderung des Transplantationsgesetzes: Einführung der Widerspruchslösung!

Mehrheit befürwortet Organspendepflicht

Einen Organspendeausweis auszufüllen dauert weniger als eine Minute, trotzdem fehlen in Deutschland derzeit mehr als 10.000 Spenderorgane - mutmaßlich unter anderem auch deshalb, weil viele Menschen schlicht zu träge sind, sich um einen Organspendeausweis zu kümmern. Eine repräsentative Umfrage der Krankenkasse Barmer, über die die "Rheinische Post" berichtet, zeigt nun, dass eine Mehrheit der deutschen Krankenversicherten für eine generelle Organspendepflicht ist. 58 Prozent sprechen sich dafür aus, dass Organe im Todesfall automatisch gespendet werden sollen, sofern der Tote dem nicht zu Lebzeiten aktiv widersprochen hat.   mehr ...

Warum der Chef von Philip Morris am liebsten täglich Weltnichtrauchertag hätte

Rauchen ist die häufigste vermeidbare Todesursache. Auch Tabakkonzerne können sich dieser Realität nicht mehr entziehen und suchen nach Alternativen zur Zigarette. Besonders entschlossen kämpft der Chef von Philip Morris gegen sein eigenes Produkt.   mehr ...

Kreidezähne - die neue Volkskrankheit?

Zahnärzte sind alarmiert: Immer mehr Kinder in Deutschland leiden unter porösen und besonders kariesanfälligen Zähnen. Bereits jeder dritte Zwölfjährige ist inzwischen von diesen sogenannten Kreidezähnen betroffen. Mediziner warnen angesichts des offenbar zunehmenden Problems vor einer neuen Volkskrankheit - und rätseln über die möglichen Ursachen:

Lange Zeit war Karies hierzulande das größte Problem in den Mündern von Kindern. Inzwischen gibt ein anderes Krankheitsbild Zahnärzten jedoch noch größeren Grund zur Sorge: Immer mehr Heranwachsende leiden unter sogenannten Kreidezähnen. Mediziner sprechen von der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation, kurz MIH. Bei dieser Erkrankung bildet sich der Zahnschmelz nicht richtig aus und die Zähne bahnen sich bereits mit Schäden ihren Weg durch den Kiefer in die Mundhöhle - meist sind die bleibenden Backenzähne, seltener die bleibenden Schneide- oder die Milchzähne betroffen.   mehr ...

 
 
Weiteres Frankfurter Rundschau: "Altenpflege - Vom Wert der Pflege."

Migration / Bevölkerung

Arbeitsmarkt - Jeder vierte Flüchtling hat einen Job

Hunderttausend Menschen sind in der Flüchtlingskrise nach Deutschland gekommen. Viele von ihnen haben in Deutschland einen Job gefunden. Allerdings gibt es je nach Herkunftsland große Unterschiede.

Von den seit 2015 aus Kriegs- und Krisenländern nach Deutschland gekommenen Flüchtlingen hat einem Bericht zufolge jeder vierte inzwischen Arbeit gefunden. Rund jeder Fünfte sei sozialversicherungspflichtig beschäftigt, schreibt die Zeitung „Rheinische Post“ (Donnerstag) unter Berufung auf das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).   mehr ...

Asylbewerber nicht angetroffen - Viele Abschiebungen werden abgebrochen

In den ersten drei Monaten dieses Jahres ist einem Medienbericht zufolge fast jede zweite geplante Abschiebung in Deutschland abgebrochen worden. Wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf die Bundespolizei berichten, wurden im ersten Quartal 5548 abgelehnte Asylbewerber abgeschoben. Im selben Zeitraum hätten die Behörden 4752 Rückführungen im Vorfeld abbrechen müssen, etwa weil die betreffenden Personen nicht angetroffen worden seien.   mehr ...

Asylverfahren - Wie die Bamf-Chefin versucht, den Ruf ihrer Behörde zu retten

- Das Bamf hat eingeräumt, dass es in der Außenstelle Bremen zu bewussten Manipulationen von Asylverfahren gekommen ist.

- Rückwirkend würden nun alle positiven Entscheidungen der Außenstelle bis zurück ins Jahr 2000 überprüft, es handle sich um 18 000 Fällle.

- Die Versetzung der vorübergehenden Außenstellenleiterin Josefa Schmid nach Deggendorf bezeichnete Cordt als "normal".   mehr ...

 
 

Gesellschaft

Erziehungsziele - Gut erzogen

Ehrlichkeit, Respekt und Verlässlichkeit sind die wichtigsten Erziehungsziele für die Deutschen – zumindest, wenn man alle Befragten ab 14 Jahren betrachtet. Geht es nur nach den 14- bis 24-Jährigen stehen andere Werte in den Top sechs. Das Meinungsforschungsinstitut Ipsos befragte 1.000 Bundesbürger zu den wichtigsten Erziehungszielen bei Kindern. Demnach stehen bei den Jungen Selbstständigkeit (64 Prozent) und Durchsetzungsvermögen (61 Prozent) mit an oberster Stelle - Ehrlichkeit (63 Prozent) aber ebenso. Für die Jungen scheinen generell Werte wichtiger zu sein, die auch im Berufsleben gefragt sind, wie die Grafik von Statista zeigt: Selbstvertrauen, Teamfähigkeit. Bei allen Befragten zielen die Werte eher auf ein gutes gesellschaftliches Miteinander ab: Hilfsbereitschaft, Höflichkeit.   mehr ...
 
Infografik: Gut erzogen | Statista

Geburtenanstieg - Es werden immer mehr Babys geboren  

In Deutschland sind erneut mehr Babys zur Welt gekommen. Im Jahr 2016 stieg die Zahl der Geburten auf mehr als 792.000. Der Aufwärtstrend setzt sich damit im fünften Jahr in Folge fort:

In Deutschland bekommen Frauen immer mehr Kinder. Laut Statistischem Bundesamt kamen 2016 mehr als 792.000 Babys zur Welt. Das sind sieben Prozent mehr als im Vorjahr.

Damit stieg die Zahl der in Deutschland geborenen Kinder das fünfte Jahr in Folge und erreichte wieder das Niveau von 1996. Die positive Entwicklung betrifft alle Bundesländer.   mehr ...

Leben - In Regensburg gibt es die meisten Single-Haushalte

Im Stadtkreis Regensburg gibt es die meisten Ein-Personenhaushalte: Mit 56,4 Prozent ist der Anteil so hoch wie sonst nirgends in Deutschland und liegt deutlich über dem Durchschnitt von 37,9 Prozent, wie eine aktuelle GfK-Erhebung zeigt. Der Stadtkreis Würzburg folgt mit 53,5 Prozent auf dem zweiten Rang. Insgesamt ist der Anteil von Single-Haushalten in bayerischen Städten auffällig hoch. Außerhalb von Bayern liegen lediglich Leipzig, Flensburg und Trier in den Top Ten der Stadtkreise mit dem höchsten Anteil an Ein-Personenhaushalten.   mehr ...
 
 
 
Der Freitag: "Entfremdung - Alle gegen sich selbst: Der Neoliberalismus macht einsam und krank."

Religion / Kirchen

Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche - Der Papst greift durch

- Im Zuge des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche in Chile haben alle 34 Bischöfe des Landes ihren Rücktritt angeboten.

- Papst Franziskus muss nun entscheiden, ob er sie alle annimmt oder einzelne herauspickt; dass er alle ablehnt, gilt als unwahrscheinlich.

- Franziskus war zuvor selbst in die Kritik geraten, weil er die Missbrauchsvorwürfe zunächst nicht ernst genommen hatte.   mehr ...

Kreuz-Erlass - Kardinal Marx wirft Söder Spaltung vor

- Nach dem Beschluss der bayerischen Staatsregierung, dass in jeder Behörde ein Kreuz hängen muss, kritisiert Kardinal Marx den Ministerpräsidenten Söder scharf.

- Der Erlass habe "Spaltung, Unruhe, Gegeneinander" ausgelöst.

- Einer Umfrage zufolge lehnt die Mehrheit der Deutschen das Aufhängen von Kreuzen in Behörden ab.   mehr ...

Klares Bekenntnis - Mehrheit der Deutschen lehnt Kreuze in Behörden ab

Bayerns Kreuz-Erlass stößt bei den meisten Deutschen auf Ablehnung. Sogar die Katholiken sprechen sich mehrheitlich gegen eine Kreuz-Pflicht in Behörden aus.   mehr ...

 
 
FAZ: "Reformationstag - Die Macht des Gewissens: Ohne Luther und die Reformation ist Deutschland nicht zu verstehen. Seine politische Kultur ist viel stärker vom Christentum geprägt, als mancher es wahrhaben will."
Zeit: "Glaube: Atheismus ist immer noch erlaubt! Warum wird jetzt ständig die Religion verteidigt? Ein Einspruch."

Verschwörungstheorien

Paul Nolte im Gespräch - "Wir haben Verschwörungstheorien zu lange wuchern lassen"

Ein Weltbild des permanenten Betrogenwerdens hat sich in die Gesellschaft hineingefressen, sagt der Berliner Historiker Paul Nolte. Ein Gespräch über den Nährboden des Populismus, Dobrindts "konservative Revolution" und den neu-alten Antifeminismus:

Paul Nolte, Jahrgang 1963, ist Professor am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der deutschen, amerikanischen und vergleichenden Politik- und Sozialgeschichte der vergangenen 300 Jahre. Nolte ist Autor zahlreicher Bücher und wissenschaftlicher Beiträge, zuletzt erschien "Lebens Werk. Thomas Nipperdeys 'Deutsche Geschichte'. Biographie eines Buches".   mehr ...

Reichsbürger - „Und dann hat der Abgrund mich freundlich hereingebeten und mir eine Tasse Kaffee angeboten…“

Tobias Ginsburg reiste mehrere Monate auf den Spuren der Reichsbürger-Bewegung quer durch Deutschland. Von Königreichen über völkische Siedlungsplanungen in Russland bis zu Jürgen Elsässer traf er dabei auf eine weitverzweigte Szene. Seine Erfahrungen hat er nun in einem Buch zusammengefasst.   mehr ...

"Mächtigstes Werkzeug zur Radikalisierung" - Youtube will mit Wikipedia-Links Verschwörungstheorien entlarven

In der Debatte über den Einfluss sozialer Netze auf die öffentliche Meinung rückt auch Youtube in den Fokus. Die Videovorschläge auf dem Plattform führen Nutzer zu immer radikaleren Inhalten. Gegen Verschwörungstheorien sollen nun Wikipedia-Links helfen.   mehr ...

„Neuansiedlung“ von Ausländern - Matthias Matussek enthüllt selbst erfundenen Skandal der Flüchtlingspolitik

Nach dem Tod von Udo Ulfkotte scheint nun der Publizist Matthias Matussek dessen Lebenswerk fortzuführen. Aktuell verbreitet er – mit großem Erfolg – die Behauptung, hinter der vermeintlich vorübergehenden Aufnahme von vermeintlich Schutzsuchenden stecke in Wahrheit ein groß angelegtes und lang geplantes Programm des Bevölkerungsaustausches in Mitteleuropa. Die vermeintlich qualitätsorientiert arbeitenden Medien verschwiegen dies den Bürgern trotz unbestreitbarer Belege.   mehr ...

 
 
ARD-Mediathek:  "Wenn Verschwörungstheoretiker sich radikalisieren [Video 08:09] "

Tod / Sterbehilfe

Wenn wir sterben, zündet ein Feuerwerk

Beim Sterben verändert sich unser Körper, die Atmung, der Blutkreislauf, das Bewusstsein. Wir erklären, wie genau. Denn den Tod zu kennen, kann Ängste nehmen:

Wie gehen Menschen damit um, dass alle sterben müssen? Wir fragen in der Serie "Der Tod ist groß"  nach der Rolle des Sterbens im Leben und in der Gesellschaft.

Wann fängt es an? Wann macht ein Mensch sich auf den Weg in Richtung Tod?

Unser Sterben beginnt, lange bevor wir geboren werden. Noch im Mutterleib, in dem durchsichtigen Zellhaufen, aus dem jede und jeder von uns entsteht. Hier müssen überflüssige Körperzellen Platz machen. Nur so können sich die Organe des wachsenden Häufchens Mensch entwickeln. Nur so kommt es mit nur zwei Nieren und nur zehn Fingern zur Welt. Ins Erbgut jeder Körperzelle sind Programme eingeschrieben, die wie ein Schleudersitz wirken. Der löst aus, sobald eine Zelle nicht mehr gebraucht wird oder sie dem Körper gefährlich werden könnte. Die Zelle fliegt in den freiwilligen Tod.   mehr ...

Sterbefasten - Das eigene Ende beschleunigen

Befürworter bewerten den freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken als humanen Weg, das Leben zu beenden. Für den behandelnden Arzt kann es einen Konflikt bedeuten.   mehr ...

 


Kapitalismus / Ungleichheit / Reichtum

In Zeiten von zunehmender Globalisierung sowie Finanz- und Schuldenkrise hat sich unsere Welt entscheidend verändert. Wie u.a. Thomas Piketty in seinem Buch "Das Kapital im 21. Jahrhundert" verdeutlicht hat, konzentriert sich der Reichtum immer mehr auf eine kleine "Elite". Die Mittelschicht schrumpft immer weiter und die Abgehängten verdeutlichen ihre Unzufriedenheit, indem sie ihren Protest via rechte Populisten artikulieren (siehe Frankreich, Niederlande, Österreich und auch Deutschland).

Wann werden sich die sogenannten Eliten auf ein altes Sprichwort der Indianer besinnen, dass man Geld nicht essen kann? Und wann werden sie merken, dass eine Explosion der Unzufriedenheit nur noch eine Frage der Zeit sein könnte?

 

Armuts-Debatte - Opposition wirft Spahn Arroganz und Überheblichkeit vor

Äußerungen des künftigen Gesundheitsministers Jens Spahn haben in der Opposition Empörung ausgelöst. Die Linkspartei beklagt „arrogante Belehrungen“ des CDU-Politikers:

In der Debatte um Armut in Deutschland hat die Opposition scharfe Kritik am künftigen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geübt. Die Fraktionschefin der Linken, Sahra Wagenknecht, warf Spahn in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Montag vor, die Bezieher von Hartz IV „mit arroganten Belehrungen zu verhöhnen“. „Hartz IV mutet Eltern zu, ihre Kinder für 2,70 Euro am Tag zu ernähren.“ Wer meine, dass dies keine Armut sei, solle sich „vielleicht mal mit einer Mutter unterhalten, die unter solchen Bedingungen ihr Kind großziehen muss“.   mehr ...

Appell an Bundesregierung Tafeln fordern effektivere Bekämpfung von Armut

Der Aufnahmestopp für Ausländer bei der Essener Tafel hat eine Debatte über Armut ausgelöst. Nun wenden sich die Tafeln an die künftige Bundesregierung - und fordern "eine sozial-ökologische Wende":

Die Zahl der Armen in Deutschland müsse nachhaltig gesenkt werden - und daran müsse sich eine Regierung, die sich soziale Gerechtigkeit auf die Fahnen geschrieben habe, messen lassen. "Spätestens in zwei Jahren werden wir sehen, ob die großen Ansprüche erfüllt werden konnten", heißt es weiter.   mehr ...

Armut - Armes reiches Deutschland

1,5 Millionen Menschen sind angewiesen auf das Essen der Tafeln - Tendenz steigend. Sind daran die Flüchtlinge schuld? Ein Blick in offizielle Statistiken lohnt.   mehr ...

 






Grenzen des Wachstums

Seit der Club of Rome in den 70ern "die Grenzen des Wachtsums" beschrieben hat, hat sich in der Welt des Kapitalismus nicht wirklich etwas geändert und es werden nach wie vor die falschen Götzen angebetet ...

 

Interview - „Radikale Umverteilung stärkt die Nachfrage“

Silke van Dyk forscht zur Postwachstumsökonomie und hält Verzicht für keine Systemalternative:

Studierende und Besserverdienende mögen die Zeit haben, sich in Repair-Cafés und solidarischen Gartenprojekten für eine Welt ohne Wachstumszwang und Umweltzerstörung zu engagieren. Wie aber soll das eine alleinerziehende Kassiererin schaffen?

Politik für viele Jahre

Unser Wachstumswahn droht die Erde für unsere Nachkommen unwirtlich zu machen, warnen 45 Persönlichkeiten und legen ein "Generationen-Manifest" vor, um den kurzsichtigen politischen Debatten hierzulande etwas entgegenzusetzen. Es enthält zehn Forderungen für den Koalitionsvertrag.   mehr ...

Überblick über eine Strömung: Was ist Degrowth? Postwachstumsbewegung ist seit der Krise im Aufwind

Adam Smith wusste es, John Stuart Mill wusste es auch: Wirtschaftswachstum ist begrenzt. Die beiden britischen Philosophen aus vergangenen Jahrhunderten, die das heutige Verständnis von Kapitalismus stark geprägt haben, zeigten unterschiedliche Konsequenzen auf: Entweder gibt es einen zunehmend erbitterten Verdrängungswettbewerb bis zum Untergang oder mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens.   mehr ...

 

Zeit: "Absage an den Untergang: Warum noch in diesem Jahrhundert die Weltbevölkerung zu schrumpfen beginnt – auf die Hälfte von heute."

Oxfam

Mehr Einsatz für soziale Gerechtigkeit!

Am 20. Februar ist Welttag der sozialen Gerechtigkeit. Die jüngste Oxfam-Studie zum Thema zeigt jedoch: Die Schere zwischen Arm und Reich klafft weit auseinander. Acht Menschen besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Das ist eine schlechte Nachricht. Die gute ist: Wir können etwas dagegen tun:
 
Weltweite Vermögensverteilung 2016: Das reichste Prozent besitzt mehr als die Hälfte des Weltvermögens; die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung besitzt nur 0,2 Prozent des Weltvermögens.

Vor zehn Jahren erklärte die UN-Generalversammlung den 20. Februar zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit. Damit wurde die elementare Bedeutung sozialer Gerechtigkeit für ein friedliches und prosperierendes Zusammenleben, sowohl innerhalb von Nationen als auch zwischen ihnen, hervorgehoben.

Seit dem Beschluss der UN hat sich die Kluft zwischen Arm und Reich jedoch weiter vertieft. Oxfams jüngste Veröffentlichung ­zeigt auf, dass die derzeit acht reichsten Menschen über ebenso viel Vermögen verfügen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Der gesellschaftliche Wohlstand ist auf der Welt – auch in Deutschland – höchst ungleich verteilt.   mehr ...

 

Weiteres: "Oxfam stellt fest: "An Economy for the 99 Percent: Die acht reichsten Personen besitzen nach neuesten Schätzungen zusammen genauso viel Vermögen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Vermögens- und Einkommenswachstum kommen derzeit vor allem den Reichen zugute. Die ärmere Bevölkerung profitiert kaum. Diese Entwicklung betrifft uns alle: Denn Ungleichheit bedroht die Stabilität und den Zusammenhalt unserer Gesellschaften und bildet einen Nährboden für populistische Bewegungen."   mehr ...