Migration / Bevölkerung

Bundesamt für Migration - Nur wenige Flüchtlinge haben Bleiberecht erschlichen

- Eine interne Überprüfung im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) zeigt: 99 Prozent der Migranten genießen zu Recht Schutz in Deutschland.

- Die derzeit hohe Zahl an Prüfungen ist vor allem eine Konsequenz aus Affären innerhalb des Bamf.

- In der Bremer Außenstelle, deren damalige Leiterin im Verdacht steht, mehreren Hundert Menschen zu Unrecht zu positiven Entscheiden verholfen zu haben, wurden etwa 18 000 Fälle neu aufgerollt:

Die Befürchtung, viele Flüchtlinge könnten zu Unrecht Schutz in Deutschland erhalten haben, lässt sich durch aktuelle Prüfzahlen nicht bestätigen. Demnach endeten im ersten Halbjahr 2018 von mehr als 43 000 abgeschlossenen Prüfverfahren nur 307 damit, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) den Geflüchteten den bereits gewährten Schutzstatus wieder entzog. Nur in 0,7 Prozent der untersuchten Fälle widerrief das Amt also den Schutzbescheid. 99,3 Prozent der überprüften Flüchtlinge behielten das Recht, bleiben zu dürfen. Das geht aus der Bilanz hervor, mit der das Bundesinnenministerium eine Anfrage der linken Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke beantwortete. Die Antwort liegt der Süddeutschen Zeitung vor.   mehr ...

Migrationspolitik - SPD kritisiert geplantes Einwanderungsgesetz

In der großen Koalition herrscht Uneinigkeit über das geplante Fachkräfte-Einwanderungsgesetz. Darin sollte nach Ansicht der SPD noch die Möglichkeit eines sogenannten Spurwechsels für Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt aufgenommen werden. "Wir wollen ein Einwanderungsgesetz, das Menschen, die hier arbeiten und sich integrieren, eine Chance gibt, hier zu bleiben", sagte Generalsekretär Lars Klingbeil der Rheinischen Post vom Freitag.   mehr ...

"Spurwechsel"-Debatte - Beifall für Daniel Günthers Vorstoß in der Einwanderungspolitik

Daniel Günther fordert auch für abgelehnte Asylbewerber eine Perspektive – wenn sie gut integriert sind. SPD, Grüne und FDP reagieren erfreut, aus der CDU kommt Skepsis.   mehr ...
 
 
 

Religion / Kirchen

Missbrauch in Pennsylvania - Vatikan äußert „Scham und Bedauern“

Über 300 Priester sollen in den vergangenen Jahrzehnten Kinder sexuell missbraucht haben. Der Papst stellt sich an die Seite der Opfer und findet deutliche Worte:

Der Vatikan hat sich bestürzt über Berichte von Kindesmissbrauch durch Priester in Amerika geäußert. Zu diesem Bericht aus Pennsylvania, nach dem sich über 300 Priester in den vergangenen 70 Jahren an Tausenden Kindern vergangen haben, gebe es lediglich zwei Worte: „Scham und Bedauern“, teilte der Vatikan am Donnerstagabend mit. Die in dem Bericht der Staatsanwaltschaft angeführten Missbrauchsfälle seien „kriminell und moralisch verwerflich“, erklärte Vatikan-Sprecher Greg Burke. Sowohl die Verantwortlichen als auch diejenigen, die diesen Missbrauch ermöglicht hätten, sollten zur Rechenschaft gezogen werden.   mehr ...

Vatikan - Katholische Kirche ändert Haltung zur Todesstrafe

Bis jetzt besaß die Todesstrafe noch eine Legitimation in der katholischen Lehre. Papst Franziskus hat dies nun für beendet erklärt. Die Todesstrafe sei "unzulässig, weil sie gegen die Unantastbarkeit und Würde der Person verstößt", heißt es in der neu formulierten Passage des Katechismus, der Grundfragen der Glaubenauslegung klärt. Am Donnerstag veröffentlichte der Vatikan die neu formulierte Passage. In Artikel 2267 des Glaubens-Handbuches heißt es nun, die Kirche setze sich "mit Entschiedenheit" für die Abschaffung der Todesstrafe auf der ganzen Welt ein, denn diese stehe im Widerspruch zum Evangelium.   mehr ...

Mehr Kirchenaustritte, aber noch mehr Eintritte

- Im vergangenen Jahr haben die evangelische und die katholische Kirche in Deutschland 660 000 Mitglieder verloren.

- Die Zahl der Austritte ist leicht gestiegen, gleichzeitig treten mehr Menschen in die Kirche ein als aus.   mehr ...

 
 
Weiteres Disput Berlin: "So geht streiten - Philipp Möller."
FAZ: "Reformationstag - Die Macht des Gewissens: Ohne Luther und die Reformation ist Deutschland nicht zu verstehen. Seine politische Kultur ist viel stärker vom Christentum geprägt, als mancher es wahrhaben will."
Zeit: "Glaube: Atheismus ist immer noch erlaubt! Warum wird jetzt ständig die Religion verteidigt? Ein Einspruch."

Gesellschaft

Intersexualität - Kabinett billigt Gesetzentwurf für dritte Geschlechtsoption

Offiziell ist man entweder männlich oder weiblich? Das stimmt bald nicht mehr. Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, wonach Menschen ihr Geschlecht auch mit "divers" angeben können:

Die Bundesregierung hat eine Neuregelung auf den Weg gebracht, die es intersexuellen Menschen ermöglichen soll, ihre Identität ins Geburtenregister eintragen zu lassen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf für eine dritte Geschlechtsoption hat das Bundeskabinett gebilligt. Das teilte das Bundesjustizministerium in Berlin mit. Das Bundesverfassungsgericht hatte eine entsprechende Neuregelung bis Ende diesen Jahres verlangt.   mehr ...

Statistisches Bundesamt - Jede vierte Alleinerziehende ist arbeitslos

Die Mehrheit der Ein-Eltern-Familien hat kaum finanzielle Reserven, viele können sich nicht mal eine Woche Urlaub leisten:

 
 
 
Weiteres Statista: "Erziehungsziele - Gut erzogen."
Der Freitag: "Entfremdung - Alle gegen sich selbst: Der Neoliberalismus macht einsam und krank."

Renten / Pensionen

Kalkül geht nicht auf - Rente mit 63 lockt Facharbeiter in den Ruhestand

Die Rente mit 63 sollte Menschen unterstützen, die nicht mehr bis zur regulären Altersgrenze arbeiten können. Doch das System funktioniert nicht:

Die umstrittene Rente ab 63 sollte nach Ansicht von Union und SPD vor allem solchen Menschen helfen, die nach langem Arbeitsleben angeschlagen sind und nicht mehr bis zur regulären Altersgrenze durchhalten. Doch tatsächlich verfehlt die im Jahr 2014 eingeführte Rentenregelung dieses Ziel.   mehr ...

Die große Rentenangst

Schon heute liegt jede zweite Rente unter 800 Euro. Droht der Mehrheit bald die Altersarmut? Für viele wird das auch vom Einkommen des Partners abhängen:
 
Frauen sind oft die ärmeren Rentner: Die durchschnittlich gezahlte Rentenhöhe liegt derzeit bei 1.050 Euro – sie ist also etwa so hoch wie die Armutsschwelle. Doch wie immer reißen in solchen Durchschnittsberechnungen einige wenige Gutverdiener den Wert für alle in die Höhe.  Zudem sind die Unterschiede bei den Geschlechtern groß: Während Männer im Schnitt 1.171 Euro bekommen, sind es bei Frauen nur 685 Euro, also knapp 60 Prozent davon.   mehr ...

Heils Reformpläne - Wer soll vom neuen Rentenpaket profitieren?

Die Sorge vor Altersarmut ist in Deutschland verbreitet - auch die Koalition hat diesem Problem den Kampf angesagt. Jetzt will der Arbeitsminister konkrete Pläne für eine Rentenreform vorlegen.   mehr ...

 

Bundeszentrale für politische Bildung: "Entwicklung des Standardrentenniveaus (RV)."
Der Freitag: "Rentenpolitik - Kein Mut zum Systemwechsel: Die SPD hat ihr Rentenkonzept vorgestellt. An den Grundfesten der Altersvorsorge in Deutschland rüttelt das nicht."

Sozialstaat / Hartz IV

Was stimmt nicht mehr mit der Sozialstruktur in unserem Land?

Die Sozialausgaben steigen; gleichzeitig steigt aber auch die Armut oder Armutsgefährdung. Immer mehr Menschen - nicht nur Hartz IV-Empfänger - sind mit ihrem Einkommen kaum mehr in der Lage, ihren Lebensunterhalt würdig zu bestreiten. Es gäbe viel zu tun; ist die Politik aber dazu in der Lage - und willens - daran etwas zu ändern?

 

Kindergeld - "Zuwanderung in die Sozialsysteme ist selten das Ziel"

Mehr Kindergeld wird an Nachwuchs im Ausland gezahlt. Steckt Betrug dahinter? Selten, sagt ein Sprecher der Bundesagentur für Arbeit. Was die Zahlen wirklich hergeben:
 
Die Meldung sorgte für eine Debatte über Sozialbetrug: Immer häufiger wird Kindergeld gezahlt für Nachwuchs, der gar nicht in Deutschland lebt. Außerdem beklagen sich mehrere Bürgermeister über Familien, die nur nach Deutschland kämen, um Kindergeld zu beziehen. Christian Weinert ist Sprecher der Bundesagentur für Arbeit, die das Kindergeld vergibt. Wie sind die Vorwürfe einzuordnen?   mehr ...

Sozialbudget - Das Gesamtbild der sozialen Sicherung

Etwa 30 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung werden für Soziales ausgegeben, Tendenz: stetig steigend. Das liegt vor allem daran, dass die Deutschen älter werden:

Das sogenannte Sozialbudget der Bundesregierung gibt jedes Jahr einen Überblick über die Sozialausgaben in Deutschland. 2017 wurde ein Rekordwert erreicht: fast eine Billion Euro - damit haben sich in den vergangenen 25 Jahren die Sozialausgaben mehr als verdoppelt. Allerdings ist in dieser Zeit auch das Bruttoinlandsprodukt, also der Wert der im Inland hergestellten Waren und Dienstleistungen (BIP), entsprechend angestiegen, von knapp 1,750 Billionen auf 3,263 Billionen Euro im Jahr 2017. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 29,6 Prozent des BIP für Soziales ausgegeben, der höchste Wert seit 2010. Vor 25 Jahren lag diese sogenannte Sozialleistungsquote aber auch schon bei 27,1 Prozent vom BIP. Der mit Abstand größte Ausgabenposten war die Rente mit gut 304 Milliarden Euro.

Die gesetzliche Krankenversicherung schlug mit 229 Milliarden Euro zu Buche, die gesetzliche Pflegeversicherung mit 37 Milliarden Euro und die Arbeitslosenversicherung mit 26,7 Milliarden Euro. Die Steigerungen in den vergangenen Jahren dürften vor allem auf die alternde Gesellschaft und die damit zunehmenden Leistungen für Rentner und Pensionäre zurückzuführen sein. Weiterer Grund könnten die Kosten für Flüchtlinge sein. Allerdings sind die verschiedenen Leistungen für Flüchtlinge in dem Sozialbudget 2017 nicht extra aufgeführt. Die Sozialleistungen wurden zu 34,2 Prozent durch Beiträge der Arbeitgeber und zu 30,8 Prozent durch Beiträge der Versicherten finanziert. 33,4 Prozent wurden durch Zuschüsse des Staates abgedeckt.   mehr ...

Sozialsystem - Zahl der ausländischen Kindergeld-Empfänger steigt

Der Bundesregierung zufolge ist die Zahl ausländischer Kindergeldempfänger in diesem Jahr stark angestiegen. "Im Juni 2018 wurde für 268 336 Kinder, die außerhalb von Deutschland in der Europäischen Union oder im Europäischen Wirtschaftsraum leben, Kindergeld gezahlt", teilte das Bundesfinanzministerium mit. Damit hat sich die Zahl um 10,4 Prozent erhöht. Ende 2017 waren es noch 243 234 Empfänger, 2016 lag die Zahl bei 232 189.   mehr ...

 


Gesundheit

Krankenkasse - Das ändert sich bei der Darmkrebs-Früherkennung

Wer 50 oder älter ist, wird in Deutschland künftig zum Darmkrebs-Screening eingeladen. Zur Wahl stehen verschiedene Methoden der Früherkennung, die Angebote unterscheiden sich für Männer und Frauen:

Versicherte werden künftig regelmäßig ab dem 50. Lebensjahr schriftlich zur Darmkrebs-Früherkennung eingeladen. Das sieht ein Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken vor.

Zur Früherkennung von Darmkrebs können die Versicherten wie bisher Tests auf nicht sichtbares Blut im Stuhl und Darmspiegelungen in Anspruch nehmen.   mehr ...

Mehrheit befürwortet Organspendepflicht

Einen Organspendeausweis auszufüllen dauert weniger als eine Minute, trotzdem fehlen in Deutschland derzeit mehr als 10.000 Spenderorgane - mutmaßlich unter anderem auch deshalb, weil viele Menschen schlicht zu träge sind, sich um einen Organspendeausweis zu kümmern. Eine repräsentative Umfrage der Krankenkasse Barmer, über die die "Rheinische Post" berichtet, zeigt nun, dass eine Mehrheit der deutschen Krankenversicherten für eine generelle Organspendepflicht ist. 58 Prozent sprechen sich dafür aus, dass Organe im Todesfall automatisch gespendet werden sollen, sofern der Tote dem nicht zu Lebzeiten aktiv widersprochen hat.   mehr ...

Warum der Chef von Philip Morris am liebsten täglich Weltnichtrauchertag hätte

Rauchen ist die häufigste vermeidbare Todesursache. Auch Tabakkonzerne können sich dieser Realität nicht mehr entziehen und suchen nach Alternativen zur Zigarette. Besonders entschlossen kämpft der Chef von Philip Morris gegen sein eigenes Produkt.   mehr ...
 
 
 
Frankfurter Rundschau: "Altenpflege - Vom Wert der Pflege."

Kapitalismus / Ungleichheit / Reichtum

In Zeiten von zunehmender Globalisierung sowie Finanz- und Schuldenkrise hat sich unsere Welt entscheidend verändert. Wie u.a. Thomas Piketty in seinem Buch "Das Kapital im 21. Jahrhundert" verdeutlicht hat, konzentriert sich der Reichtum immer mehr auf eine kleine "Elite". Die Mittelschicht schrumpft immer weiter und die Abgehängten verdeutlichen ihre Unzufriedenheit, indem sie ihren Protest via rechte Populisten artikulieren (siehe Frankreich, Niederlande, Österreich und auch Deutschland).

Wann werden sich die sogenannten Eliten auf ein altes Sprichwort der Indianer besinnen, dass man Geld nicht essen kann? Und wann werden sie merken, dass eine Explosion der Unzufriedenheit nur noch eine Frage der Zeit sein könnte?

 

Studie - Die Wirtschaft wächst, doch der Wohlstand nicht

Der Wohlstand in Deutschland stagniert laut einer Studie auf dem Niveau der Neunzigerjahre. Schuld sei die Einkommensungleichheit:

Der Wohlstand in Deutschland hinkt dem Wirtschaftswachstum im Langzeitvergleich deutlich hinterher. Das ergab eine Studie des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung (IMK). Hauptgrund dafür sei der Anstieg der Einkommensungleichheit. Insgesamt stagniere das Wohlstandsniveau auf dem Niveau der Neunzigerjahre.   mehr ...

Armuts-Debatte - Opposition wirft Spahn Arroganz und Überheblichkeit vor

Äußerungen des künftigen Gesundheitsministers Jens Spahn haben in der Opposition Empörung ausgelöst. Die Linkspartei beklagt „arrogante Belehrungen“ des CDU-Politikers“.   mehr ...

Appell an Bundesregierung - Tafeln fordern effektivere Bekämpfung von Armut

Der Aufnahmestopp für Ausländer bei der Essener Tafel hat eine Debatte über Armut ausgelöst. Nun wenden sich die Tafeln an die künftige Bundesregierung - und fordern "eine sozial-ökologische Wende.   mehr ...

 


Grundeinkommen / BGE

Eine gute Idee in Zeiten des Wegfalls von Arbeitsplätzen durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz? Oder nur ein Dummie, damit sich Staat und Wirtschaft aus der Verantwortung für die Gesellschaft zurückziehen können?

Darüber kann man trefflich kontrovers diskutieren - und der Diskurs ist sicherlich erst im Entstehen. Politik und Wirtschaft sind sich nicht einig, wohin der Weg führen wird (und muss) ...

Bild: Archiv-Grundeinkommen.de

 

 
Ein Jahr lang soll im Zürcher 1300-Seelen-Dorf jeder, der will, ein «bedingungsloses Einkommen» erhalten. In der Schweiz wäre es das erste Experiment dieser Art:
 
Rheinau, das idyllische 1300-Seelen-Dorf an einer Doppelschlaufe des Rheins, war bisher vor allem bekannt für seine Klosterinsel. Jetzt soll die Gemeinde Schauplatz eines aufsehenerregenden Pilotversuchs werden: 2019 soll jeder Einwohner monatlich ein Einkommen erhalten, ein ganzes Jahr lang, «bedingungslos». Das Geld dafür soll nicht über Steuern, sondern über ein Crowdfunding oder eine Stiftung eingespielt werden.   mehr ...

Geld ohne Gegenleistung - Warum Deutschland falsch über das Grundeinkommen redet

Wer die Idee einer Grundsicherung mehrheitsfähig machen will, muss auch das Lager der Gegner überzeugen. Der Begriff "bedingungsloses Grundeinkommen" schadet dabei enorm.   mehr ...

DGB und IG Metall - Bedingungsloses Grundeinkommen? Nicht mit den Gewerkschaften

Zum Tag der Arbeit haben sich die Gewerkschaften gegen ein Grundeinkommen für alle ausgesprochen. Warum lehnt ausgerechnet die Arbeitnehmerlobby die Sozialleistung ab?    mehr ...
 
 

Le Monde diplomatique: "Gründe für ein Grundeinkommen."
Bundeszentrale für politische Bildung: "Das Silicon Valley fordert ein Grundeinkommen - gut so!"

Verschwörungstheorien

Paul Nolte im Gespräch - "Wir haben Verschwörungstheorien zu lange wuchern lassen"

Ein Weltbild des permanenten Betrogenwerdens hat sich in die Gesellschaft hineingefressen, sagt der Berliner Historiker Paul Nolte. Ein Gespräch über den Nährboden des Populismus, Dobrindts "konservative Revolution" und den neu-alten Antifeminismus:

Paul Nolte, Jahrgang 1963, ist Professor am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der deutschen, amerikanischen und vergleichenden Politik- und Sozialgeschichte der vergangenen 300 Jahre. Nolte ist Autor zahlreicher Bücher und wissenschaftlicher Beiträge, zuletzt erschien "Lebens Werk. Thomas Nipperdeys 'Deutsche Geschichte'. Biographie eines Buches".   mehr ...

Reichsbürger - „Und dann hat der Abgrund mich freundlich hereingebeten und mir eine Tasse Kaffee angeboten…“

Tobias Ginsburg reiste mehrere Monate auf den Spuren der Reichsbürger-Bewegung quer durch Deutschland. Von Königreichen über völkische Siedlungsplanungen in Russland bis zu Jürgen Elsässer traf er dabei auf eine weitverzweigte Szene. Seine Erfahrungen hat er nun in einem Buch zusammengefasst.   mehr ...

"Mächtigstes Werkzeug zur Radikalisierung" - Youtube will mit Wikipedia-Links Verschwörungstheorien entlarven

In der Debatte über den Einfluss sozialer Netze auf die öffentliche Meinung rückt auch Youtube in den Fokus. Die Videovorschläge auf dem Plattform führen Nutzer zu immer radikaleren Inhalten. Gegen Verschwörungstheorien sollen nun Wikipedia-Links helfen.   mehr ...

„Neuansiedlung“ von Ausländern - Matthias Matussek enthüllt selbst erfundenen Skandal der Flüchtlingspolitik

Nach dem Tod von Udo Ulfkotte scheint nun der Publizist Matthias Matussek dessen Lebenswerk fortzuführen. Aktuell verbreitet er – mit großem Erfolg – die Behauptung, hinter der vermeintlich vorübergehenden Aufnahme von vermeintlich Schutzsuchenden stecke in Wahrheit ein groß angelegtes und lang geplantes Programm des Bevölkerungsaustausches in Mitteleuropa. Die vermeintlich qualitätsorientiert arbeitenden Medien verschwiegen dies den Bürgern trotz unbestreitbarer Belege.   mehr ...

 
 
ARD-Mediathek:  "Wenn Verschwörungstheoretiker sich radikalisieren [Video 08:09] "

Tod / Sterbehilfe

Wenn wir sterben, zündet ein Feuerwerk

Beim Sterben verändert sich unser Körper, die Atmung, der Blutkreislauf, das Bewusstsein. Wir erklären, wie genau. Denn den Tod zu kennen, kann Ängste nehmen:

Wie gehen Menschen damit um, dass alle sterben müssen? Wir fragen in der Serie "Der Tod ist groß"  nach der Rolle des Sterbens im Leben und in der Gesellschaft.

Wann fängt es an? Wann macht ein Mensch sich auf den Weg in Richtung Tod?

Unser Sterben beginnt, lange bevor wir geboren werden. Noch im Mutterleib, in dem durchsichtigen Zellhaufen, aus dem jede und jeder von uns entsteht. Hier müssen überflüssige Körperzellen Platz machen. Nur so können sich die Organe des wachsenden Häufchens Mensch entwickeln. Nur so kommt es mit nur zwei Nieren und nur zehn Fingern zur Welt. Ins Erbgut jeder Körperzelle sind Programme eingeschrieben, die wie ein Schleudersitz wirken. Der löst aus, sobald eine Zelle nicht mehr gebraucht wird oder sie dem Körper gefährlich werden könnte. Die Zelle fliegt in den freiwilligen Tod.   mehr ...

Sterbefasten - Das eigene Ende beschleunigen

Befürworter bewerten den freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken als humanen Weg, das Leben zu beenden. Für den behandelnden Arzt kann es einen Konflikt bedeuten.   mehr ...

 






Grenzen des Wachstums

Seit der Club of Rome in den 70ern "die Grenzen des Wachtsums" beschrieben hat, hat sich in der Welt des Kapitalismus nicht wirklich etwas geändert und es werden nach wie vor die falschen Götzen angebetet ...

 

Interview - „Radikale Umverteilung stärkt die Nachfrage“

Silke van Dyk forscht zur Postwachstumsökonomie und hält Verzicht für keine Systemalternative:

Studierende und Besserverdienende mögen die Zeit haben, sich in Repair-Cafés und solidarischen Gartenprojekten für eine Welt ohne Wachstumszwang und Umweltzerstörung zu engagieren. Wie aber soll das eine alleinerziehende Kassiererin schaffen?

Politik für viele Jahre

Unser Wachstumswahn droht die Erde für unsere Nachkommen unwirtlich zu machen, warnen 45 Persönlichkeiten und legen ein "Generationen-Manifest" vor, um den kurzsichtigen politischen Debatten hierzulande etwas entgegenzusetzen. Es enthält zehn Forderungen für den Koalitionsvertrag.   mehr ...

Überblick über eine Strömung: Was ist Degrowth? Postwachstumsbewegung ist seit der Krise im Aufwind

Adam Smith wusste es, John Stuart Mill wusste es auch: Wirtschaftswachstum ist begrenzt. Die beiden britischen Philosophen aus vergangenen Jahrhunderten, die das heutige Verständnis von Kapitalismus stark geprägt haben, zeigten unterschiedliche Konsequenzen auf: Entweder gibt es einen zunehmend erbitterten Verdrängungswettbewerb bis zum Untergang oder mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens.   mehr ...

 

Zeit: "Absage an den Untergang: Warum noch in diesem Jahrhundert die Weltbevölkerung zu schrumpfen beginnt – auf die Hälfte von heute."

Oxfam

Mehr Einsatz für soziale Gerechtigkeit!

Am 20. Februar ist Welttag der sozialen Gerechtigkeit. Die jüngste Oxfam-Studie zum Thema zeigt jedoch: Die Schere zwischen Arm und Reich klafft weit auseinander. Acht Menschen besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Das ist eine schlechte Nachricht. Die gute ist: Wir können etwas dagegen tun:
 
Weltweite Vermögensverteilung 2016: Das reichste Prozent besitzt mehr als die Hälfte des Weltvermögens; die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung besitzt nur 0,2 Prozent des Weltvermögens.

Vor zehn Jahren erklärte die UN-Generalversammlung den 20. Februar zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit. Damit wurde die elementare Bedeutung sozialer Gerechtigkeit für ein friedliches und prosperierendes Zusammenleben, sowohl innerhalb von Nationen als auch zwischen ihnen, hervorgehoben.

Seit dem Beschluss der UN hat sich die Kluft zwischen Arm und Reich jedoch weiter vertieft. Oxfams jüngste Veröffentlichung ­zeigt auf, dass die derzeit acht reichsten Menschen über ebenso viel Vermögen verfügen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Der gesellschaftliche Wohlstand ist auf der Welt – auch in Deutschland – höchst ungleich verteilt.   mehr ...

 

Weiteres: "Oxfam stellt fest: "An Economy for the 99 Percent: Die acht reichsten Personen besitzen nach neuesten Schätzungen zusammen genauso viel Vermögen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Vermögens- und Einkommenswachstum kommen derzeit vor allem den Reichen zugute. Die ärmere Bevölkerung profitiert kaum. Diese Entwicklung betrifft uns alle: Denn Ungleichheit bedroht die Stabilität und den Zusammenhalt unserer Gesellschaften und bildet einen Nährboden für populistische Bewegungen."   mehr ...