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Naher - / Mittlerer Osten

Syrien - Neues Gesprächsformat für Syrien vereinbart

Russland und Deutschland wollen laut russischen Angaben mit Frankreich und der Türkei über die Lage in Syrien beraten. Daraus könne ein Gipfeltreffen werden, hieß es:
 
Russland und Deutschland wollen offenbar zusammen mit Frankreich und der Türkei an einem neuen Format zur Stabilisierung des vom Bürgerkrieg zerstörten Syriens arbeiten. Das sagte der Sprecher der russischen Regierung, Dmitri Peskow, nach dem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Wladimir Putin.   mehr ...

Krieg in Syrien - Was Rückkehrern in Assads Syrien droht

Russland propagiert die Heimkehr von syrischen Geflüchteten. Doch bisherige Erfahrungen zeigen, dass viele Menschen Schikane und Verfolgung erleben würden.   mehr ...

Millionen für Rebellengebiete - Saudis wollen Nordsyrien "wiederbeleben"

Saudi-Arabien sagt 100 Millionen Dollar für den Wiederaufbau im Nordosten Syriens zu, um den vom IS zerstörten Gemeinden zu helfen. Bei Machthaber Assad stößt die Hilfe für Rebellengebiete auf Empörung. Die USA setzen derweil eine Hilfszahlung aus:

Saudi-Arabien stellt 100 Millionen Dollar für den Wiederaufbau von Gebieten in Syrien bereit, die nicht von der syrischen Regierung kontrolliert werden. Wie die saudiarabische Botschaft mitteilte, soll das Geld Gebieten im Nordosten Syriens zugute kommen. Diese werden von arabisch-kurdischen Truppen kontrolliert, die von der internationalen Militärkoalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unter Führung der USA unterstützt werden.   mehr ...

 

FR: "Albu Kamal - Syrische Armee erklärt Sieg über IS." Arte.TV: "100 Jahre Krieg - Das Sykes-Picot-Geheimabkommen und seine fatalen Folgen."

US-Politik

Millionen Tonnen mehr Ausstoß? So will Trump Obamas Kohle-Politik ändern

Dass Donald Trump die Klimapolitik seines Vorgängers über den Haufen werfen will, ist bekannt. Nun werden die Details bekannt, die der amerikanische Präsident am Dienstag vorstellen will:

Der amerikanische Präsident Donald Trump will am Dienstag einen Plan präsentieren, der zu deutlich steigenden CO2-Emissionen von Kohlekraftwerken führen dürfte. Amerikanische Medien, etwa die „New York Times“ berichten übereinstimmend, dass Trump die Regulierung der Kohlekraftwerke den einzelnen Bundesstaaten überlassen will. Das wäre ein deutlicher Bruch mit der Klimapolitik seines Vorgängers Barack Obama. Schon vor rund einem Jahr hatte die Trump-Regierung den Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommens von 2015 vollzogen.   mehr ...

Nach Trump-Kritik - US-Senat stellt sich an die Seite der Presse

Im Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und den amerikanischen Medien hat sich der Senat auf die Seite der Journalisten gestellt. Die Senatoren verabschiedeten einstimmig eine Resolution, in der es heißt: "Die Presse ist nicht der Feind des Volkes."   mehr ...

US-Zeitungen gegen Trump - "Wir sind nicht die Feinde des Volkes"

- Mehr als 100 Zeitungsredaktionen in den USA haben sich zusammengeschlossen, um ein Zeichen gegen Trump zu setzen.

- In jedem der Blätter erscheint ein Leitartikel, der sich kritisch mit Attacken des US-Präsidenten auseinandersetzt.

- Gestartet wurde die Initiative vom Boston Globe.   mehr ...

 


International News

Deutlicher Peisanstieg - Neuseeland schließt seinen Immobilienmarkt

Elon Musk, Peter Thiel und Kim Dotcom sind nur drei der vielen prominenten Hausbesitzer in Neuseeland. Die Nachfrage wohlhabender Ausländer treibt die Preise. Das Nachsehen haben die Bewohner. Das soll sich nun gravierend ändern:

Angesichts gestiegener Immobilienpreise dürfen Ausländer in Neuseeland keine Häuser mehr kaufen. Das Parlament in Wellington verabschiedete eine entsprechende Gesetzesinitiative von Premierministerin Jacinda Ardern. Ziel ist es, Einheimischen den Kauf von Wohneigentum leichter zu machen.   mehr ...

Russland, Iran und andere erzielen historische Einigung am Kaspischen Meer

Nach über zwanzig Jahren von Verhandlungen gelingt den Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres ein Durchbruch. Doch die wichtigste Frage ist weiterhin offen:
 
Nach Verhandlungen, die über 20 Jahre gedauert haben, sind sich die Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres über den rechtlichen Status des Gewässers einig geworden. Das weltgrösste Binnengewässer wird nicht als Meer oder als See angesehen, sondern als eine neu geschaffene Mischform aus Meer und See. Neben Fischgründen beherbergt das Kaspische Meer grosse Erdöl- und Erdgasvorkommen. Die skurril anmutende Frage, ob das Gewässer nun See oder Meer sei, ist entscheidend. Denn je nach Beantwortung ist eine andere Grenzziehung – und damit die Aufteilung der Bodenschätze – international vorgeschrieben.   mehr ...

Ohne afghanische Regierung - Taliban planen die Nachkriegsordnung

Die radikalislamischen Taliban fühlen sich mächtig - und arbeiten bereits an einer Nachkriegsordnung für Afghanistan. Nach Treffen mit US-Diplomaten reiste nun eine Delegation nach Usbekistan.   mehr ...

Riad - Saudi-Arabien lässt Krise mit Kanada weiter eskalieren

Saudi-Arabien lässt die diplomatische Krise mit Kanada weiter eskalieren. Die medizinische Behandlung von saudi-arabischen Staatsbürgern in Kanada sei gestoppt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Spa. Die Patienten würden von Krankenhäusern in anderen Ländern aufgenommen.   mehr ...
 
 
 
Brot für die Welt: "Atlas der Zivilgesellschaft."

Internationaler Terror

UN-Bericht - Bis zu 30.000 IS-Kämpfer im Irak und in Syrien

Der "Islamische Staat" ist im Irak und in Syrien in der Defensive - doch laut einem UN-Bericht hat die Terrormiliz dort noch immer bis zu 30.000 Kämpfer. Viele von ihnen sind aber untergetaucht:

Trotz militärischer Rückschläge hat die Terrormiliz "Islamischer Staat" im Irak und in Teilen von Syrien noch immer bis zu 30.000 Kämpfer. Das geht aus einem Bericht von Experten der Vereinten Nationen hervor, der dem Sicherheitsrat in New York übermittelt wurde. Ihre Einschätzung geht auf Angaben von Regierungen zurück, die nicht näher genannt werden.   mehr ...

Sami A. - Gefährder gefährden jetzt Tunesien

Aberhunderte Extremisten wie Sami A. sind nach dem Zusammenbruch des IS in ihre Heimat zurückgekehrt, auf eigene Faust oder aus europäischen Staaten abgeschoben. In Tunesien stellen sie den kleinen nordafrikanischen Staat vor gewaltige Sicherheitsprobleme. Schätzungsweise 3000 Tunesier hatten sich seit Mitte 2014 dem "Islamischen Kalifat" angeschlossen, bezogen auf die Gesamtbevölkerung mehr als in jeder anderen Nation der Welt.   mehr ...

Neue Terrorwelle des IS in Syrien

Eine Serie von Anschlägen des Islamischen Staats (IS) hat im Süden Syriens über 200 Tote gefordert. Auch im Nachbarland Irak sind die Extremisten noch immer nicht geschlagen:
 
Die Extremisten des Islamischen Staats (IS) haben die südsyrische Provinz Suweida am Mittwoch mit einer Serie von Anschlägen überzogen. Die Provinz grenzt an Jordanien und an die Gebiete, in denen das Regime von Bashar al-Asad und seine russischen Verbündeten vor rund fünf Wochen eine Grossoffensive gestartet hatten. Im Gegensatz zum Rest der Region sind die meisten Bewohner von Suweida Drusen, eine Minderheit, deren Glauben monotheistische Vorstellungen mit Elementen der altgriechischen Philosophie vereint. Von sunnitischen Jihadisten wie dem IS werden sie deshalb als Häretiker verfolgt.   mehr ...

 

Weiteres Heise: "Europol meldet schweren Schlag gegen IS-Onlinepropaganda – Zweifel an Erfolg."

Spiegel: "Islamismus - Hunderte Extremisten beantragten Asyl."

Spiegel: "Kassensturz beim "Islamischen Staat" - Die Ölquellen sind weg, der Geldschrank ist voll."

Zeit: "Islamischer Staat - An der Heimatfront."

n-tv: "41 muslimische Länder beteiligt - Saudi-Arabien startet Antiterror-Koalition."

SZ: "Syrien und Irak - Was vom "Islamischen Staat" übrig bleibt."

SZ: "Islamismus - Wo sind die deutschen IS-Kämpfer."

n-tv: "Waffenruhe für Terroristen - Der "unverzeihliche" Deal mit dem IS."

Zeit: "Antiterrorkampf - Mit der Strahlenkanone gegen Terroristen."

Zeit: "Marokko - Eine unkalkulierbare Gefahr."

Zeit: "Nahost - Libanesische Armee greift IS an."

NZZ: "Islamistische Terrormiliz Boko Haram - «Sie sagten, wenn wir den Knopf drücken, explodiert die Bombe und wir kommen automatisch in den Himmel»."

n-tv: "Miliz ändert GeschäftsmodellWie der IS finanziell vorgesorgt hat."

Zeit: ""Islamischer Staat" - Kalifat ohne Staat."

Zeit: ""Islamischer Staat" - Mossuls Eroberung ist nicht der Anfang vom Ende."

Spiegel: "Kampf gegen Terrormiliz - US-Militär meldet Tod von IS-Medienchef."

FAZ: "Attentäter von London - Imame verweigern Beerdigungszeremonie."

FAZ: "Doku zu Kampf gegen den Terror - Desaster mit Ansage."

n-tv: "Russland bombardiert fliehende IS-Truppen."

n-tv: "Europol entdeckt neue Plattform - IS baut eigenes soziales Netzwerk auf."

SRF.ch: "US-Angriff in Afghanistan - «Mutter aller Bomben» tötet 36 IS-Kämpfer."

Zeit: "Islamischer Staat" - Palmyra wieder vollständig in syrischer Hand."

FAZ: "EY-Studie - Dem „Islamischen Staat“ geht das Geld aus."

Spiegel: "Exklusive Recherche zum Islamischen Staat - So arbeitet die IS-Propagandaabteilung."

NZZ: "Kampf gegen den IS in Syrien - Brutaler Mord an türkischen Soldaten."

SZ: "Islamischer Staat" - Das IS-Kalifat schrumpft."


Rüstung / Militärische Konflikte

Weltraumstreitmacht - US-Regierung treibt Pläne für "Space Force" voran

- Die USA treiben Pläne zum Aufbau einer "Space Force" als neuen Arm der Streitkräfte voran.

- Vizepräsident Pence fordert, dafür acht Milliarden Dollar über fünf Jahre in die Truppe zu investieren.

- Die Pläne müssen aber noch vom Kongress bestätigt werden:

Im Juni verkündete US-Präsident Donald Trump seine Pläne für einen Ausbau der US-Armee: Eine "Space Force" solle die US-Streitkräfte zur dominanten Militärmacht im Weltraum machen. Die Forderung ging schnell im üblichen Trump-Wahnsinn unter. Jetzt treibt Vize-Präsident Mike Pence die Pläne seines Vorgesetzten in einer Rede im Pentagon voran, was Trump auf Twitter begeistert kommentierte.   mehr ...

Gegen autonome Waffen - KI-Entwickler unterzeichnen Selbstverpflichtung

Autonom agierende KI-Waffen können Menschen selbstständig töten. Führende KI-Entwickler verpflichten sich, an solchen Systemen nicht mitzuarbeiten:

Das im britischen Cambridge und US-amerikanischen Massachusetts ansässige Future of Life Institute (FLI) hat am Mittwoch eine Selbstverpflichtung ins Leben gerufen, die verhindern soll, dass sich Unternehmen, Ingenieure, Wissenschaftler und andere Personen an der Entwicklung, dem Bau, Handel oder der Benutzung mit Künstlicher Intelligenz (KI) ausgestatteter autonomer Waffensysteme beteiligen. Das Versprechen haben bisher 176 Organisationen und 2515 Einzelpersonen unterzeichnet – darunter Google DeepMind, die European Association for Artificial Intelligence (EurAI), einige Universitäten sowie einzelne Wissenschaftler und Unternehmerpersönlichkeiten wie Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk.   mehr ...

Abrüstung war einmal - Atommächte modernisieren ihre Arsenale

Friedensforscher sehen keine Anzeichen dafür, dass auch nur eine einzige Atommacht weltweit auf ihre Nuklearwaffen verzichten will. "Alle Staaten, die Atomwaffen besitzen, haben entweder begonnen, sie zu modernisieren oder langfristige Programme dafür angekündigt", sagte Shannon Kile vom Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri. "Keiner von ihnen ist bereit, für die absehbare Zukunft auf nukleare Abrüstung hinzuarbeiten."   mehr ...

 
 
Correctiv.org: "Rheinmetall duckt sich weg."

Internat. Organisationen

Vereinte Nationen - Michelle Bachelet ist neue UN-Menschenrechtskommisarin

Die frühere chilenische Präsidentin Michelle Bachelet ist zur Menschenrechtskommissarin der Vereinten Nationen gewählt worden. Die Entscheidung erfolgte im Konsens der Versammlung von 193 Staaten.
 
Bachelet folgt auf den Jordanier Zeid Ra'ad Al Hussein. Dieser strebte keine zweite Amtszeit an, nachdem er die Unterstützung einflussreicher Länder verloren hatte. Zeid hatte sich unter anderem als scharfer Kritiker des US-Präsidenten Donald Trump profiliert.    mehr ...

Ohne Reformen droht der WTO das Nichts

Die von den USA angezettelten Handelskonflikte könnten eine Chance für Reformen des Welthandelssystems sein. Solche Reformen lassen sich jedoch nur durch eine «kritische Masse» von WTO-Mitgliedern vereinbaren:
 
Amerikanische Blockadepolitik: Dass der amerikanische Präsident Donald Trump Handelskonflikte mit China, der EU und vielen anderen Ländern mit seinen Zusatzzöllen auf Waschmaschinen, Solarpanels, Stahl und Aluminium angezettelt hat, ist bekannt. Wenn der Disput mit China weiter eskalieren und Washington mit höheren Zöllen für Autos und Autoteile Ernst machen sollte, kommt der Welthandel weiter unter die Räder. Die WTO, die geschaffen wurde, um diese Politik der Macht des Stärkeren zu verhindern, würde als System eine empfindliche Niederlage einstecken.   mehr ...

"Positives globales Phänomen" - UN-Staaten beschließen Migrationspakt

Ungeachtet eines Boykotts durch die USA haben sich die übrigen UN-Mitgliedsstaaten in New York auf einen weltweiten Migrationspakt geeinigt. Die Annahme des Vertragswerks wurde nach 18 Monaten Verhandlungen mit Applaus begrüßt. Es gilt als das erste internationale Dokument zum Umgang mit den weltweiten Migrationsbewegungen und soll unter anderem neue Perspektiven für legale Einwanderung eröffnen.   mehr ...

 


Afrika

Der Tod eines Mädchens führt in Somalia erstmals zu öffentlicher Kritik an Genitalverstümmelung

Zum ersten Mal wird in Somalia die Genitalverstümmelung bei einem Mädchen rechtlich verfolgt. In dem muslimischen Land ist fast jede Frau beschnitten – doch die Praktik ist schon lange vor dem Islam entstanden:
 
Sie schneiden den jungen Mädchen die Schamlippen ab, die Klitoris auch. Meist sind es ältere Frauen, sogenannte Beschneiderinnen, die dafür zu Messern, Rasierklingen oder Glasscherben greifen. Auf die blutigen Wunden drücken sie Asche, manchmal reiben sie Salben und Kräuter ein. Mit Dornen stecken sie die Hautfetzen zusammen und nähen einen Faden ein, so dass nur ein kleines Loch frei bleibt, aus dem Urin und Menstruationsblut herausfliessen können. Die Mädchen schreien, Schmerz- oder Betäubungsmittel erhalten sie nicht.   mehr ...
 

Die Landwirtschaft in den meisten afrikanischen Ländern ist unproduktiv, weil es den Kleinbauern an Kapital und Wissen fehlt. Wie könnte die Entwicklung angeschoben werden?

Fast ein Viertel aller Afrikaner südlich der Sahara sind unterernährt, mehr als 220 Millionen Menschen laut der Welternährungsorganisation FAO. Mehr als die Hälfte der stark wachsenden Bevölkerung in Zentralafrika leidet an Unterernährung, ein Drittel in Ostafrika, weniger in Westafrika. Dabei hätte die Landwirtschaft auf dem afrikanischen Kontinent Potential. Es gibt enorm große, teils unerschlossene fruchtbare Flächen und überwiegend günstige klimatische Bedingungen für reiche Ernten, sogar mehrmals im Jahr. Doch die Erträge bleiben mickrig.   mehr ...

Südsudan - Regierung und Rebellen unterzeichnen Friedensabkommen

Regierung und Rebellen im Südsudan haben ein Friedensabkommen geschlossen. Es beinhalte auch eine Vereinbarung zur Teilung der Macht, sagte der Außenminister des Sudans, Al-Dirdiri Mohamed, im sudanesischen Staatsfernsehen. Das Abkommen soll den Bürgerkrieg im Land endgültig beenden. Bereits im Juni hatten sich die Konfliktparteien nach einem jahrelangen Bürgerkrieg auf eine Waffenruhe verständigt.   mehr ...

 

Der Freitag: "Ein Schritt Richtung Zukunft: Wie Blockchain und Internet der Dinge dem Kontinent auf die Sprünge helfen könnten."
FAZ: "Freihandelszone & Militärhilfe - Ein „Marshall-Plan“ für Afrika: Afrika soll ein Schwerpunkt der deutschen G-20-Präsidentschaft sein. Das sind die Kernthemen für Entwicklungsminister Müller."

China

Uiguren in China - Lückenlose Überwachung und kein Entrinnen

Der chinesische Staat hat in der Provinz Xinjiang ein System errichtet, das den dort lebenden Uiguren sämtliche Freiheiten raubt. Wer nicht spurt, verschwindet für Monate in Umerziehungslagern:

Früher war in dem Gebäude die Parteischule für Finanzwesen der westchinesischen Stadt Yining untergebracht. Doch nun erfüllt es ganz offensichtlich einen anderen Zweck. Ein schweres Eisentor versperrt die Einfahrt. Davor stehen Polizisten Wache. Auf den Mauern ist Stacheldraht befestigt. Überall sind Kameras. Fotografieren streng verboten. Das große Tor öffnet sich, um ein Fahrzeug passieren zu lassen, und gibt einen kurzen Blick auf den Innenhof frei. Er ist voller Stacheldraht.   mehr ...

Wer Xi Jinping kritisiert, landet in der Psychiatrie

Eine 29-jährige Aktivistin hat es mit Chinas Partei- und Staatschef Xi Jinping aufgenommen. Eine Behörde in Schanghai attestierte ihr daraufhin Geisteskrankheit:
 
Chinas junge Generation gilt als unpolitisch. Dieser Umstand ist den herrschenden Kommunisten recht, denn so kommt sie auf keine dummen Gedanken. Allerdings gibt es auch Ausnahmen, wie der Fall der 29-jährigen Dong Yaoqiong zeigt. Sie veröffentlichte Anfang des Monats ein zwei Minuten langes Video auf Twitter, in dem sie vor einer Metrostation in Schanghai zu sehen war. Sie nahm kein Blatt vor den Mund und kritisierte den Partei- und Staatschef Xi Jinping sowie die die Kommunistische Partei scharf.   mehr ...

Studie - Chinas Internetnutzer begrüßen soziale Punktesysteme

Bis 2020 soll es in China ein Punktesystem für die Bewertung von Bürgern geben. Laut einer Umfrage finden viele Chinesen solche Systeme gut:

Chinesische Internetnutzer stören sich viel weniger an der Überwachung durch Online-Konzerne und Behörden als hierzulande vermutet. So stoßen die sogenannten Sozialpunktesysteme zur Bewertung der Vertrauenswürdigkeit von Bürgern oder Unternehmen in China auf überraschend breite Zustimmung in der Bevölkerung. Ungeachtet westlicher Besorgnis über solche Überwachungsinstrumente ergab eine Umfrage für eine Studie der Freien Universität Berlin (FU), die am Montag in der Bundeshauptstadt vorgestellt wurde, dass 80 Prozent der 2209 Befragten das System "stark" oder "irgendwie" gutheißen. Laut FU ist die Studie repräsentativ für Chinas Internetnutzer.   mehr ...

Maschinelles Lernen - KI bewertet heimlich Klausuren an chinesischen Schulen

In China wird eine KI eingesetzt, die automatisiert Klassenarbeiten benoten kann. Das System nutzt gesammelte Daten von 60.000 chinesischen Schulen als Grundlage - teilweise ohne die Kenntnis der Schüler oder der Eltern. Generell haben nur sehr wenige Forscher Zugriff auf die Ergebnisse.   mehr ...

 
 

Israel / Nahost-Konflikt

Vergiftete Siege

- Ein weiterer Gaza-Feldzug des israelischen Militärs wird immer wahrscheinlicher.

- Die hochgerüstete Armee würde dabei höchstwahrscheinlich gewinnen.

- In der Vergangenheit haben Militärschläge und Kriege Israel jedoch keine Sicherheit gebracht, zumindest nicht auf Dauer:

Es ist Sommer im Nahen Osten, und das heißt dort regelmäßig: Es ist Kampfzeit. Der Sechstagekrieg 1967, die Libanon-Feldzüge 1982 und 2006, die Gaza-Offensive 2014 - bei den meisten der Kriege, Präventivschläge und Vergeltungsaktionen, die Israels Armee vorgenommen hat, rief sie die Soldaten in den Monaten zwischen Juni und September an die Front.    mehr ...

„Bürger zweiter Klasse“ - Zehntausende protestieren in Tel Aviv

Das „Nationalitätsgesetz“ bekräftigt Israels Status als jüdischen Nationalstaat. Doch was ist mit Bürgern anderer Glaubensrichtungen? Die Drusen rufen zum Protest – und Zehntausende kommen:

Zehntausende Israelis haben am Samstag gegen das „Nationalitätsgesetz“ in Tel Aviv protestiert. Das im Juli verabschiedete Gesetz verankert Israels Status als jüdischen Nationalstaat – und wird von Minderheiten, aber auch vielen jüdischen Israelis, als diskriminierend kritisiert. Das Forum der drusischen Armeeoffiziere hatte zu dem Protest aufgerufen.   mehr ...

Schiitische Kämpfer in Syrien - Israels bombardiert Verbündete Irans

Der israelische Ministerpräsident Netanjahu wirft Iran vor, zehntausende Kämpfer nach Syrien gebracht zu haben, um Israel anzugreifen. Das Eingeständnis eines Angriffs ist ein ungewöhnlicher Schritt.   mehr ...

 

FAZ: "Weißes Haus will Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkennen."
FR: "Israel - Von Amona nach Amichai: Erstmals seit 25 Jahren genehmigt Israel im Westjordanland eine völlig neue Siedlung."

Nato

Eklat beim Gipfel in Brüssel - Trump droht, Nato zu sprengen

Beim Nato-Gipfel ist der Streit um Verteidigungsbudgets dramatisch eskaliert. US-Präsident Trump stellte den Partnern ein Ultimatum. Beobachter sprechen von der extremsten Situation seit Jahren:

Die Nato-Krise, die viele bisher noch wegreden wollten - jetzt ist sie da. Am Morgen hatte Donald Trump beim Gipfel in Brüssel eine Sitzung zum Thema Georgien und Ukraine mit einem langen Vortrag zum Thema Verteidigungsausgaben gesprengt. Gut 20 Minuten kritisierte er die anderen Alliierten, da sie seiner Meinung nach zu wenig für ihre Armeen ausgeben. Dabei ging der US-Präsident auch wieder direkt auf Deutschland ein und griff Berlin scharf für seine Ankündigung an, bis 2024 den Wehretat lediglich auf 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen.   mehr ...

Deutschland wird Standort für neues Nato-Hauptquartier

- Die Nato-Mitglieder haben sich nach Informationen der dpa auf einen Standort für eine neue Kommandozentrale in Deutschland geeinigt.

- Vom baden-württembergischen Ulm aus sollen in Zukunft schnelle Truppen- und Materialbewegungen innerhalb des Bündnisses koordiniert werden.

- Das Bündnis reagiert mit dem neuen Zentrum auf die als aggressiv wahrgenommene Politik Russlands.

- Die Aufbauarbeiten an dem neuen Hauptquartier sollen schon im Juli 2018 beginnen.   mehr ...

Nato plant doch keine Eingreiftruppe

Die Nato hat Berichte zurückgewiesen, wonach das Bündnis eine neue Eingreiftruppe von etwa 30 000 Soldaten aufbaue, die innerhalb von 30 Tagen einsatzbereit seien. Ein entsprechender Bericht der Welt am Sonntag war am Samstag von Medien in Deutschland aufgegriffen worden - auch von der SZ in einer früheren Version dieses Artikels.   mehr ...


Todesstrafe

Zahl der Hinrichtungen und Todesurteile geht weltweit zurück

Amnesty International verzeichnet einen leichten Rückgang bei den Hinrichtungen und deutlich weniger Todesurteile. Aber auch 2017 wurden fast 1000 Menschen hingerichtet. Wie viele es genau sind, ist unklar. Das liegt vor allem an China:
 
Amnesty International hat im vergangenen Jahr deutlich weniger Todesurteile und auch einen leichten Rückgang bei den Hinrichtungen weltweit verzeichnet. Die Menschenrechtsorganisation zählte 993 Exekutionen und damit vier Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Todesurteile sank sogar um 17 Prozent von 3117 auf 2591. Allerdings fehlt wie in den Vorjahren China in der Statistik, da das Land Angaben zur Todesstrafe unter Verschluss hält. Amnesty geht davon aus, dass es in dem bevölkerungsreichsten Land der Welt Jahr für Jahr Tausende von Todesurteilen und Hinrichtungen gibt.   mehr ...

Die Todesstrafe in den USA

Der mutmaßliche Attentäter von New York, Sayfullo S., ist nach einem Strafantrag wegen Unterstützung einer Terrororganisation erstmals vor Gericht erschienen. Im Fall einer Verurteilung droht ihm die Todesstrafe. Die ist in den USA seit 1976 wieder erlaubt.   mehr ...

Länder mit den meisten Hinrichtungen

Die gute Nachricht zuerst: Die Zahl der Hinrichtungen ist im vergangenen Jahr weltweit gesunken. Die schlechte Nachricht: Die Gesamtzahl der Todesurteile hat 2016 zugenommen, wie Amnesty International in einem aktuellen Bericht mitteilt. Noch immer werden jährlich viele Menschen zum Tode verurteilt, oft ohne fairen Prozess.   mehr ...

Infografik: Länder mit den meisten Hinrichtungen | Statista
 

Weltgeschichte

Völkermord in Kambodscha - Was wurde aus den Roten Khmer?

Es war eines der schlimmsten Verbrechen nach 1945: der Massenmord durch die Roten Khmer in Kambodscha. Vor einem internationalen Gericht müssen sich Ex-Kader der Steinzeit-Kommunisten verantworten - bald wird wohl das letzte Urteil fallen:

Die Gräueltaten der kommunistischen Schreckensherrschaft sind in dem südostasiatischen Land zur Folklore geworden. Dabei zählt - zumindest nach westlichem Verständnis - zur Vergangenheitsbewältigung nicht nur die Aufklärung über das Geschehene, sondern auch eine politische Distanzierung und juristische Bewertung.   mehr ...

Indiens Unabhängigkeit - Der Anfang vom Ende des Kolonialismus

Vor siebzig Jahren wurde Indien in die Unabhängigkeit entlassen. Die politischen und religiösen Konflikte wurden bis heute nicht beigelegt, geschweige denn befriedet:

Am 15. August 1947 wurde Indien unabhängig. Großbritannien gab seine Kolonie frei. Gestückelt: Britisch Indien wurde aufgeteilt in ein muslimisches Pakistan und in die indische Union. Den genauen Grenzverlauf teilte Lord Mountbatten (1900 – 1979) erst am Tage darauf mit. Als er, übrigens der Onkel von Prinz Philip, dem Ehemann Elisabeth II., nicht mehr Vizekönig von Indien, sondern nur noch Generalgouverneur des neuen Staates war. Das erste Ergebnis der Teilung Indiens waren Flucht und Vertreibung von etwa 20 Millionen Menschen mit Hunderttausenden Toten. Die Idee, die Konflikte zwischen Muslimen und Hindus durch die Schaffung zweier getrennter Staaten beizulegen, war gescheitert. Aus einem Pulverfass waren zwei geworden.   mehr ...