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Kultur News

Gedenken an Aretha Franklin - "Salut an die Königin"

Der Tod von Soulsängerin Aretha Franklin erschüttert die Musikbranche. Die Reaktionen:

Ihr Tod kam nicht unangekündigt, tagelang kursierten bereits Meldungen über Aretha Franklins Gesundheitszustand. Und doch zeigt sich die Musikbranche tief betrübt, als die Soulsängerin nun am Donnerstag gestorben ist.

Mit rührenden Worten verabschiedet sich Paul McCartney von Aretha Franklin, deren "Großartigkeit als Musikerin und feiner Mensch immer bei uns sein wird".   mehr ...

Online-Umfrage - Bürger sollen sich an Medienstaatsvertrag beteiligen

Bürger und Medienschaffende sind dazu eingeladen, "aus dem Rundfunkstaatsvertrag einen Medienstaatsvertrag zu machen“, wie es aus Mainz .   mehr ...

Kulturpolitik - "Kunst darf nicht dienen"

Will die AfD die Kultur ideologisieren? Das befürchten Politiker und auch Künstler wie Hape Kerkeling und Sasha Waltz, die nun eine Petition für Kunstfreiheit initiieren. Wie sähe der Schulunterricht aus, wenn die AfD auf den Lehrplan Einfluss nehmen könnte? Welche Künstler könnten noch in Museen ausstellen und Theaterstücke auf die Bühne bringen?   mehr ...

 


Öffentlich-Rechtliches Fernsehen/Rundfunk

Prominent präsentiert - Hayalis Nebentätigkeiten

Ein schöner Sommertag im Juni, in einem Eventzentrum direkt am Brandenburger Tor in Berlin: Hier trifft sich die Glücksspiel-Branche - die "Deutsche Automatenwirtschaft" - zu ihrem alljährlichen Kongress, dem sogenannten "Gaming Summit". Mehr als 30 Referenten diskutieren in verschiedenen Panels aktuelle Fragen rund um das Glücksspiel. Moderiert wird die ganztägige Veranstaltung von der prominenten ZDF-Journalistin Dunja Hayali, seit vielen Jahren Gesicht des Morgenmagazins und inzwischen auch einer eigenen Talkshow.
 
Einige Beobachter sind verwundert, sie hier auf der Bühne stehen zu sehen - immerhin  handelt es sich um eine Branche, die nach wie vor in der Kritik steht, weil sie ihr Geld auch mit der Spielsucht verdient. Sie habe sich intensiv mit der Branche beschäftigt, sagt Dunja Hayali im ZAPP-Gespräch, es handele sich um einen "legalen Wirtschaftszweig" und : "Solange ich da das tue, was ich sonst auch immer tue auf der Bühne bei jedem Fachkongress, nämlich kritischen Journalismus, unabhängig, fair und respektvoll, solange sehe ich kein Problem."   mehr ...

Nicht in diesem Ton

- Welche Pläne haben Fernsehsender für ihre Zuschauer, die immer älter werden?

- Sie tun zwar viel für Barrierefreiheit oder Hörgeschädigte. Aber für ältere Menschen, die oft hör- und sehbeeinträchtigt sind, gibt es keine speziellen Maßnahmen.

- Auf die Frage der SZ, was sie konkret tun, um diese Gruppe zu erreichen, können die Sender nichts Konkretes nennen.   mehr ...

„Super-Mediathek“ - ARD und Verlage überlegen deutschen Facebook-Rivalen

Wenn es gemeinsam gegen einen übermächtigen Feind geht, vergessen sogar die ärgsten Streithähne ihre Auseinandersetzungen – zumindest für eine kurze Zeit. Die Überlegungen des aktuellen ARD-Vorsitzenden Ulrich Wilhelm, eine deutsche Alternative zu den US-Plattformen Facebook und Youtube aufzubauen, stoßen bei Mathias Döpfner, Präsident des Zeitungsverlegerverbandes BDZV und Chef des Axel-Springer-Verlags, auf Zustimmung. Wilhelm, zugleich BR-Intendant, schwebt eine Art „Super-Mediathek“ vor, wie der Deutschlandfunk berichtet.   mehr ...

 
 
Heise: "Öffentlich-Rechtliche im Kampf gegen Fake-News: Das ZDF will Falschmeldungen in sozialen Medien entgegentreten, sich aber nicht an Facebooks eigener Fake-News-Initiative beteiligen. Auch die ARD plant eigene Projekte."

Pressefreiheit

Presseschau zu Medien gegen Trump - "Der schmutzige Krieg gegen die freie Presse muss aufhören"

Der "Boston Globe" und mehr als 300 weitere US-Medien wehren sich mit Leitartikeln gegen die Angriffe von Donald Trump. Doch nicht alle Zeitungen sind von dieser koordinierten Aktion überzeugt:

"Der schmutzige Krieg gegen die freie Presse muss aufhören", schreibt der Boston Globe. Durch Trumps Politik und seine unablässigen Angriffe auf die freie Presse gehe das Vertrauen der Menschen in unabhängige Berichterstattung verloren. Aus diesem Grund hat die Zeitung Kolleginnen und Kollegen im ganzen Land zu einer gemeinsamen Aktion gegen den US-Präsidenten aufgerufen. Nach Angaben des Globe beteiligten sich etwa 350 Medien an der Aktion - unter ihnen Traditionshäuser wie die New York Times oder der Chicago Tribune. Auch kleine Lokalzeitungen, darunter liberale und konservative Redaktionen, nahmen teil. Doch nicht alle Häuser folgten dem Aufruf. So kritisierte zum Beispiel das Wall Street Journal das Vorgehen des Boston Globe. Eine Übersicht der wichtigsten Pressestimmen.   mehr ...

Arbeitsbedingungen für Journalisten weltweit - Ranking der Pressefreiheit 2018

Die Pressefreiheit in Europa ist zunehmend gefährdet. Das geht aus der aktuellen Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen hervor. In keiner anderen Region der Welt habe sich die Lage so verschlechtert, heißt es im Bericht. Wie die Grafik von Statista zeigt, ging es für Deutschland zwar einen Rang bergauf, in Spanien und Polen verschlechterten sich die Werte. Besonders deutlich stiegen auch Tschechien und die Slowakei ab.

Beim Ranking der Pressefreiheit wird unter anderem die Unabhängigkeit der
journalistischen Arbeit vor Ort bewertet. Auch gewaltsames Vorgehen gegen Medienschaffende sowie ungerechtfertigte Haftstrafen von Reportern zählen in das Ranking mit rein.   mehr ...

Infografik: Ranking der Pressefreiheit 2018 | Statista

"Wir unterlassen nicht" - Pressemitteilung zur URLwww.afd-im-bundestag.de 

Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) will dem Fachmagazin »der rechte rand« die Nutzung der Domain „afd-im-bundestag.de“ untersagen. Mark Roth, Mitglied der Redaktion, erklärt dazu: „Berichterstattung über die AfD ist unser journalistisches Recht und als AntifaschistInnen unsere Aufgabe. Wir werden die geforderte Unterlassungserklärung nicht abgeben.
Wir unterlassen gar nichts.“  
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Weiteres Frankfurter Rundschau: "Journalisten klagen gegen den Geheimdienst."
Telepolis: "Sollen Pressefotografen Hilfspolizisten spielen? Die Durchsuchung der Wohnungen mehrerer Fotografen sorgt für scharfe Kritik und wird noch die Gerichte beschäftigen."

Medien / Zeitungen

Tageszeitung - "Das Zeitalter der gedruckten Zeitung ist zu Ende"

Der Geschäftsführer der "taz" sieht die Zukunft der Zeitung im Onlinejournalismus. Die Mitarbeiter müssten sich auf das Ende der Printausgabe einstellen:
 
Die taz wird möglicherweise bald nicht mehr als tägliche Printausgabe erscheinen. Das kündigte der Geschäftsführer der Zeitung, Karl-Heinz Ruch, in einem Schreiben an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. "Das Zeitalter der gedruckten Zeitung ist zu Ende", schrieb Ruch. "Der Journalismus lebt im Netz weiter." Über das Schreiben hatten zunächst der Mediendienst turi2 und die Süddeutsche Zeitung berichtet.   mehr ...

„Raubverlage“ florieren - Tausende Forscher sind auf Fake-Journale hereingefallen

Immer mehr seriöse Forscher lassen sich von „Raubverlagen“ das Geld aus der Tasche ziehen. Ihr Ziel: der schnelle Ruhm. Nun sind Zahlen über das Ausmaß auf dem Tisch, Gegenmaßnahmen werden gefordert.   mehr ...

Verwechslungen - Die guten Menschen vom Compact Verlag

Ein kleiner Verlag aus München macht Bücher für weltoffene Kunden - doch er heißt genauso wie das rechte Magazin, das über Flüchtlinge herzieht. Zu Besuch bei Buchmenschen, die der Verzweiflung nahe sind.   mehr ...

 


Leistungsschutz / Urheberrecht

EuGH-Urteil zum Urheberrecht - Quellenangabe reicht nicht

- Eine Schule veröffentlichte auf ihrer Seite ein Referat samt Foto, ohne den Fotografen um Erlaubnis zu fragen. Das Foto hatte eine Schülerin von einer anderen Webseite kopiert.

- Der Europäische Gerichtshof wollte auch für Schulen keine Ausnahme gelten lassen:

Auch wenn ein Foto im Internet frei zugänglich ist, kann es nicht ohne neue Zustimmung des Fotografen auf einer anderen Website veröffentlicht werden. Das bedeutet: Wer ohne Erlaubnis Bilder von anderen Webseiten auf seine Seite stellt, verletzt Urheberrecht - auch wenn er dabei die Quelle angibt. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Dienstag entschieden. (Az. C-161/17)   mehr ...

Leistungsschutzrecht - Lobbyschlacht um die Zukunft des Internets

Eine Woche vor der entscheidenden Abstimmung im Europaparlament wird weiter erbittert über die Reform des Urheberrechts gestritten. Die Beteiligten werfen sich gegenseitig Desinformationskampagnen vor:

Die Befürworter von Leistungsschutzrecht und Uploadfiltern im Internet wollen eine Blockade der Pläne durch das Europaparlament verhindern. In einem "Appell der Kultur- und Kreativwirtschaft" forderten am Dienstag fast 60 deutsche Verbände der Kultur- und Medienindustrie, an dem in der vergangenen Woche beschlossenen Entwurf des Rechtsausschusses festzuhalten. Dieser Entwurf werde "durch die Beschwörung von Untergangsszenarien sowie durch gezielte Desinformationskampagnen im Interesse global agierender Internetunternehmen grundsätzlich in Frage gestellt", heißt es darin (PDF). Die Gegner der Pläne versuchen ebenfalls, möglichst viele Europaabgeordnete auf ihre Seite zu ziehen.   mehr ...

Urheberrechtsreform - Die zehn Mythen des Leistungsschutzrechts

Am Mittwoch gibt es eine wichtige Abstimmung zum Leistungsschutzrecht im Europaparlament. Leider werden von den Verfechtern des Gesetzes immer wieder Argumente ins Feld geführt, die keiner Überprüfung standhalten.   mehr ...

 


Rundfunkgebühren

Beitragsservice hat bereits 800.000 Menschen angeschrieben

Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio hat im Laufe des Sommers 2018 rund 800.000 Menschen angeschrieben, um herauszufinden, ob sie Rundfunkgebühren zahlen müssen oder nicht. Aktuell gleicht der Beitragsservice seine Daten mit denen der Meldeämter ab:

Der Beitragsservice des öffentlichen Fernsehens und Rundfunks hat in diesem Sommer begonnen, seine Datenbanken zu aktualisieren. Nach Angaben von Heise.de, die sich auf eine Meldung der DPA berufen, sollen bereits 800.000 Menschen angeschrieben worden sein.   mehr ...

Bundesverfassungsgericht - Rundfunkbeitrag im Wesentlichen verfassungsgemäß

Der 2013 eingeführte Rundfunkbeitrag ist im Großen und Ganzen mit dem Grundgesetz vereinbar. Das Bundesverfassungsgericht beanstandete in seinem Urteil jedoch, dass Menschen mit zwei Wohnungen, die den Beitrag bislang doppelt zahlen müssen, zu stark benachteiligt würden.   mehr ...

Unendliche Geschichte endet? – Urteil zum Rundfunkbeitrag steht bevor

Das Ende eines langjährigen Streites steht bevor: Das Bundesverfassungsgericht entscheidet am kommenden Mittwoch (18. Juli) darüber, ob der Rundfunkbeitrag in seiner jetzigen Form rechtmäßig ist oder nicht. Im Kern geht es dabei um zwei Fragen: Zum einen muss das höchste deutsche Gericht feststellen, ob es sich bei dem Beitrag nicht vielmehr um eine Steuer handelt. Wäre dies der Fall, hätten die Länder, die den Rundfunkbeitragsstaatsvertrag aufgesetzt haben, keine Gesetzgebungskompetenz.   mehr ...


Fernsehen / Streaming

Kartellamt genehmigt Streaming-Plattform von TV-Sendern

ProSiebenSat.1 darf seine Streaming-Plattform mit einem US-Konzern ausbauen. Falls wirklich die öffentlich-rechtlichen Sender mitmachen, muss das Bundeskartellamt erneut prüfen:

ProSiebenSat.1 und der US-Konzern Discovery können ihre gemeinsame Streamingplattform ausbauen. Das Bundeskartellamt genehmigte am 23. Juli 2018 die Erweiterung der gemeinsamen Videoplattform 7TV um die Angebote Eurosport Player und Maxdome.   mehr ...

Abonnenten-Ziele verfehlt - Netflix-Kurs bricht deutlich ein

Netflix konnte im zweiten Quartal 2018 weniger Neukunden gewinnen als vom Unternehmen geplant. In den USA gewann der Streaming-Gigant 670.000 Neuabonnenten hinzu, anvisiert waren aber 1,2 Millionen. In den anderen Märkten konnte Netflix 4,47 Millionen Neukunden anwerben – prognostiziert waren fünf Millionen. Der Markt reagiert gereizt auf die verpassten Ziele. Die Netflix-Aktie fiel im nachbörslichen Handel zeitweise um mehr als 14 Prozent. Für die verpassten Ziele machte Netflix eine fehlerhafte Berechnung der Prognosen verantwortlich.   mehr ...

DVB-T wird in weiteren Regionen abgeschaltet

Die vierte Welle der DVB-T-Abschaltung beginnt, und DVB-T2 wird für mehr Haushalte verfügbar. Der Sendenetzbetreiber Media Broadcast spricht von "technischer Komplexität":

Das Antennenfernsehen wird bis zum Herbst 2018 in weiteren Regionen in Deutschland an 32 Standorten von DVB-T auf DVB-T2 HD umgestellt. Das gab der Sendenetzbetreiber am 12. Juli 2018 bekannt. Durch den Netzausbau können Zuschauer in sieben weiteren Ballungsräumen erstmals die privaten Fernsehsender über Antenne empfangen.   mehr ...

 


Privatfernsehen - PayTV

Sky - Bieterschlacht um Pay-TV-Sender geht weiter

Im Wettbieten um die britische Sendergruppe Sky will der US-Kabelriese Comcast mit einer erhöhten Offerte Rupert Murdochs Medienkonzern 21st Century Fox ausstechen. Comcast hob sein Angebot nach Angaben vom Mittwochabend (Ortszeit) von 12,5 auf nun 14,75 britische Pfund in bar pro Sky-Aktie an. Damit werde Sky insgesamt mit rund 26 Milliarden Pfund (29,4 Mrd Euro) bewertet. Comcast überbietet so den Mitbewerber Fox, der seine Offerte kurz zuvor von 10,75 auf 14 Pfund je Aktie erhöht hatte, womit Sky auf 24,5 Milliarden Pfund (27,7 Mrd Euro) taxiert würde.   mehr ...

Netflix - The Beginning of Life, The Series

Mittels neuer technischer und neurowissenschaftlicher Erkenntnisse untersucht die Serie, wie Umwelteinflüsse auf Babys wirken – und wie Babys unsere Zukunft bestimmen:

Diese Serie über frühkindliche Entwicklung behandelt Lernphasen, die Bedeutung der Interaktion zwischen Kind und Erwachsenen sowie die Herausforderungen für neue Eltern.   mehr ...

"Germany's Next Topmodel" - Verhängnisvolle Mädchenstunde

Heidi Klum spielt seit 13 Jahren mit dem Traum jugendlicher Frauen vom Beruf als Supermodel. Warum findet sie noch Kandidatinnen - und ihre Fernsehshow Zuschauer?   mehr ...

 
 

Journalismus

OPCW-Bericht - Russland war’s! Die Geschichte einer vergifteten Eilmeldung

Also doch. „OPCW bestätigt russische Herkunft des Giftes im Fall Skripal“, schrieb die Nachrichtenagentur AFP gestern Nachmittag um kurz nach eins, und sie verschickte die Neuigkeit als Eilmeldung, natürlich. Schließlich wird derzeit über keine Frage so intensiv spekuliert, wie über jene, woher die Substanz stammt, mit der der frühere russische Spion Sergej Skripal und seine Tochter Julia vergiftet wurden. AFP lieferte scheinbar die Antwort.

Dabei äußert sich die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in ihrem Abschlussbericht, den sie gestern vorlegte, gar nicht zur Herkunft des Stoffes. Sie hat also auch nicht gesagt, dass Russland der Produzent sei. AFP hatte das aber so gedeutet und auch noch mal in einer längeren Übersicht um 13:32 Uhr verbreitet. Bis zur Korrektur verging dann viel Zeit. „Der Interpretationsfehler“, schreibt AFP auf Anfrage, „entstand in unserem Londoner Korrespondentenbüro“. Zwei Stunden später sei er bemerkt worden.   mehr ...

Amokfahrt in Münster - Live: Alles, was n-tv und Welt nicht so genau wissen

„Amokfahrt in #Muenster: Große Anteilnahme“, meldete die Mediengruppe RTL am Sonntag auf Twitter. Und weil sie Mitgefühl bei RTL in Prozent messen, folgte auch gleich der Beleg:

„Insgesamt 7,24 Mio. Zuschauer informierten sich gestern bei @ntvde. Die Breaking News ab kurz vor 17 Uhr erzielten Marktanteile von im Schnitt bis zu 3,5%.“

Die Polizei hatte, wie in solchen Situationen üblich, früh darum gebeten, nicht über das Motiv des Täters oder den Tathergang zu spekulieren. Digitale Netzwerke quellen bei solchen Taten bekanntlich über vor Desinformation und bösen Gerüchten, was schlimm genug ist, und nicht steuerbar.

Besonders ärgerlich ist es dann aber, wenn an der Verwirrung auch noch Fernseh-Journalisten mitwirken, in Sendern, die lange von einem „Anschlag“ sprechen. Sie meinen: einen islamistischen Anschlag, und n-tv sieht für einen Anschlag längere Zeit „klare Hinweise“, was auch so eingeblendet wird.   mehr ...

Schlechter Journalismus füttert „Fake News

Eine neue Studie der Stiftung Neue Verantwortung hat den Verlauf zehn ausgesuchter, prominenter Falschmeldungen im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 untersucht. Darin zeigen die Forscher: Stimmt, die meisten Fake News werden durch übliche Verdächtige wie die „Epoch Times“, „Junge Freiheit“ oder die AfD verbreitet. Medien wie der ARD-„Faktenfinder“, der BR-„Faktenfuchs“, die „Süddeutsche Zeitung“ oder „Spiegel Online“ übernehmen dann oft die Rolle als „Debunker“, also Richtigsteller falscher Information. Nur tun sie das leider oft zu spät, und sie bekommen nur einen Bruchteil der Aufmerksamkeit des Publikums, das auf die falsche Meldung hereingefallen ist.   mehr ...

 
 
Medium.com: "Danke, Trump: Der Journalismus ist nicht am Ende, sondern am Anfang."
Correctiv.org: "Übergriffe und Wirkungen - Was wir bei CORRECTIV derzeit erleben: Die Angriffe auf CORRECTIV nehmen derzeit massiv zu. Nicht alle Attacken sind offen und fair. Kampagnenartig wird versucht, unsere Arbeit zu stören."
EJO-online.de: ""Bullshit" verdrängt Journalismus:Die Warnzeichen sind allzu lange ignoriert worden. Die Informationsmedien laufen Gefahr, im Online-Zeitalter den Wettlauf mit den Propagandisten zu verlieren."

Talkshows

ARD und ZDF - Kulturrat fordert ein Jahr Sendepause für Talkshows

Der Geschäftsführer des Kulturrats kritisiert die einseitige Themenauswahl und die Qualität der Talkshows in ARD und ZDF. Er empfiehlt den Sendern eine einjährige Pause:
 
Der Deutsche Kulturrat hat ARD und ZDF dazu aufgefordert, ihre Talkshows zu überarbeiten und ein Jahr lang keine mehr zu senden. Der Geschäftsführer Olaf Zimmermann kritisierte in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung die einseitige Berichterstattung in den Sendungen. "Mehr als 100 Talkshows im Ersten und im ZDF haben uns seit 2015 über die Themen Flüchtlinge und Islam informiert und dabei geholfen, die AfD bundestagsfähig zu machen", sagte Zimmermann.   mehr ...

TV-Kritik „Hart aber fair“ - Wie man Feinde erfindet

Frank Plasberg gerät schon vor der Sendung zum Thema Flüchtlinge unter Druck. Das zeigt, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk zum politischen Schlachtfeld für Linke und Rechte geworden ist. Die anschließende Sendung zeigt, wie Widerstand zu leisten ist.   mehr ...

Medien-Bashing bei „Hart aber fair“ - Sind Journalisten schuld am Aufstieg der AfD?

Haben die Medien eine Mit-Schuld am Aufstieg der AfD? Und wenn ja, wir groß ist diese? Die Rolle der Medien beim Aufstieg der AfD wurde in der gestrigen „Hart aber fair“-Sendung im Ersten erneut ausführlich diskutiert. Eine besondere Rolle fiel dabei dem früheren ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender zu.   mehr ...

Bundestagswahl - Die TV-Debatte als Wahlhölle

Alice Weidel ist unsympathisch, Christian Lindner eitel, Katrin Göring-Eckardt langweilig: Sat1 diskutiert Politik entlang persönlicher Angriffe und erleichtert keine Wahlentscheidungen.   mehr ...

 


Bildungsfernsehen - Dokumentationen

ARD-Doku über Vergewaltigungsprozesse - Wenn man sich rechtfertigen muss, eine schwere Straftat angezeigt zu haben

Ein ARD-Film schildert, wie es vergewaltigten Frauen in den Mühlen der Strafverfolgung ergeht. Der Film ist ein Plädoyer für besseren Opferschutz - und bestes, relevantes Fernsehen:

Diese Dokumentation ist ein Skandal. Sie ist deshalb ein Skandal, weil die Taten, die dort zur Sprache kommen, aber vor allem deren juristische Aufarbeitung so passiert sind. Eine vergewaltigte Frau, die sich vor Gericht ihre eigene Vergewaltigung auf Video anschauen muss; eine vergewaltigte Frau, deren Peiniger trotz Anklage nicht der Prozess gemacht wird; eine vergewaltigte Frau, die durch ihre unwürdige Vernehmung beinahe in den Freitod getrieben worden wäre: Sie sind Beispiele, aber keine Ausnahmen. Vergewaltigt - wir klagen an! ist ein journalistisch sauber durchargumentiertes Plädoyer für den Opferschutz.   mehr ...

Scobel: Marx heute

War Karl Marx am Ende eher Visionär oder Revolutionär?

Vor 200 Jahren wurde der Philosoph und revolutionäre Vordenker Karl Marx geboren. Seine Ideen scheiterten im Praxistest Ende des 20. Jahrhunderts, doch seine Philosophie ist überraschend lebendig. Was würde Karl Marx zur heutigen Gesellschaft sagen? Wäre er mit der sozialen Marktwirtschaft zufriedener als mit dem Manchesterkapitalismus seiner Tage?   mehr ...

TV-Tipp: Doku ZDF - „Das Geschäft mit der Armut“ im Stream

„Das Geschäft mit der Armut“ zeigt die Machenschaften globaler Lebensmittelkonzerne in Schwellenländern: Sie liefern zuckerhaltigen Produkte in die entlegensten Dörfer und verhindern traditionelle Landwirtschaft. Ganze Länder werden abhängig.   mehr ...

 

3sat: "Digitale Aufklärer - Auf der Suche nach der Wahrheit im Internet  [Video 02:43]"

BR: "Homo Digitalis - Wie die Digitalisierung unser Denken verändert."

ARD: "Exclusiv im Ersten - Keine Luft zum Atmen [Video 29:09]"

ARD: "Der Klimareport - Ist das Klima noch zu retten?  [Video 43:58]"

ARD: "Dokumentation "Grünes Gold" - Der Krieg um das Land."

Christoph Butterwegge: "Bedingungsloses Grundeinkommen - "Hinter die Fichte geführt".

ARD: "Bauer sucht Zukunft  [Video 28:16]"


Nobelpreise

Unruhe um Literaturnobelpreis - Kultursinn, Klüngeleien, Korruption

Die Schwedische Akademie steckt in einer schweren Krise. Was verbirgt sich hinter der Einrichtung, die den Literaturnobelpreis vergibt und immer genau 18 Mitglieder haben muss?

In diesem Jahr wird die Schwedische Akademie keinen Literaturnobelpreis vergeben. Nach einem Belästigungs- und Korruptionsskandal möchte das Jury-Gremium erst das "Vertrauen der Öffentlichkeit in die Akademie wiederherstellen", hieß es am Freitag.   mehr ...

Schwedische Akademie schrumpft - Jemand muss doch den Nobelpreis vergeben

Nach zwei prominenten Rücktritten kämpft die prestigeträchtige Schwedische Akademie ums Überleben. Wie handlungsfähig ist sie noch?

Achtzehn Stühle hat die Schwedische Akademie in Stockholm, die den Literaturnobelpreis vergibt. Zwei sind seit längerem kalt, ohne dass die Inhaberinnen formal austreten können. Drei wurden letzte Woche leer, weil sich die Inhaber am weichen Kurs der Akademie in Sachen Katarina Frostenson störten – ihrem Mann, der kein Mitglied ist, warfen achtzehn Frauen im November sexuelle Übergriffe vor, er führte einen von der Akademie finanziell unterstützten Kulturclub, in den Frostenson involviert war, und er soll auch eine Reihe von Nobelpreis-Entscheidungen vorab ausgeplaudert haben.   mehr ...

 



eBooks

EU-Parlament ebnet Weg für niedrigere Steuer auf E-Books

Die günstigeren Mehrwertsteuersätze für gedruckte Bücher und Zeitungen soll es auch bei ihren digitalen Pendants geben können, hat das EU-Parlament beschlossen:

Elektronische Bücher, Zeitungen und Zeitschriften könnten bald niedriger besteuert und somit billiger werden. Das Europaparlament stimmte am Donnerstag einer Richtlinie zu, nach der die EU-Staaten die Mehrwertsteuer der elektronischen Ausgaben wie bei Druckerzeugnissen senken dürfen. Ob die Länder dem folgen und ob die Ermäßigung an Verbraucher weitergeben wird, ist offen. Die EU-Kommission hatte die Reform der Mehrwertsteuer im Dezember auf den Weg gebracht.

Die Bundesregierung ist schon seit längerem für die Steuersenkung. Für gedruckte Bücher und journalistische Erzeugnisse gilt in Deutschland ein ermäßigter Satz bei der Mehrwertsteuer von 7 statt 19 Prozent – aber eben nicht für digitale Ausgaben. Verleger hatten deshalb Gleichbehandlung gefordert. Derzeit müssen sie EU-weit mit mindestens 15 Prozent besteuert werden. Nun können die Mitgliedsstaaten den jeweils für Printprodukte gültigen Satz anwenden.   mehr ...