Berühmtester Hundetrainer der Welt Gwyneth Paltrow, Mark Zuckerberg, Patti LaBelle - viele Stars lassen ihre Lieblinge von Cesar Millan Mexikaner trainieren. Dabei coacht der Hundepsychologe nicht nur die Tiere, sondern heilt vor allem die Neurosen ihrer Besitzer. Den Rottweiler unserer Autorin hat der Mexikaner damit auch schon kuriert:  Wer in Los Angeles wohnt, bringt seinen Hund nicht zum Trainer, sondern zum Hunde-Psychologen. Wer berühmt ist, leistet sich gar den berühmtesten Hunde-Psychologen der Welt: Cesar Millan. Von ihm lassen Gwyneth Paltrow, Mark Zuckerberg, Patti LaBelle, Jada Pinkett Smith und viele weitere Stars ihre Fiffis coachen. Der Mexikaner, der einst als illegaler Einwanderer unter dem Grenzzaun nach Kalifornien durchgekrochen ist, hat eine eigene Fernsehreihe (früher "The Dog Whisperer", also "Der Hundeflüsterer", jetzt "Leader of the Pack") aufNational Geographic, zahlreiche Bestseller geschrieben und ist derzeit mit seiner "Vertrau deinem Instinkt"-Tour durch ausverkaufte Stadien in ganz Amerika unterwegs. Seine Fernsehshow sehen bis zu elf Millionen Zuschauer. Er ist der Martin Rütter Amerikas, nur eben erfolgreicher, überdimensionaler, amerikanischer. Wer Cesar Millan anheuert, muss sich auf einiges gefasst machen. Denn Millan lehrt nicht Sitz! Platz! Fuß!, sondern attackiert als Erstes die Neurosen der Besitzer. "Viele meiner Klienten haben einen Doktortitel oder entscheiden über Tausende Menschen", sagt Millan, "aber sie haben ihren Chihuahua nicht im Griff. Oprah, zum Beispiel, hat sicher Führungsstärke, aber zu Hause ist ihr Cockerspaniel Sophie das Alphatier." Das ist Cesar Millan: Ein Hundetrainer, der der erfolgreichsten Talkmeisterin der Welt auf den Kopf zusagt, sie habe zu wenig Selbstvertrauen. Seine Haupttheorie ist, dass viele Menschen ihre Tiere zu sehr vermenschlichen und die Hunde ihre Besitzer nicht als "Rudelführer" ernst nehmen: "Die Hälfte aller Hunde in Amerika glauben, ihr Name sei ,nein'!" Cesar Millan, 43, ist ein genialer Alleinunterhalter. Er scheut sich nicht, in einem flauschigen Hasenkostüm herumzuhüpfen oder hechelnd auf allen vieren herumzukriechen, um die Körpersprache eines aufgeregten Pudels nachzuahmen. Wie Rütter auch bringt er seine verzweifelten Klienten erst einmal zum Lachen. "Wenn ich in ein Haus komme und das Ehepaar steht kurz vor der Scheidung, weil der Mann entnervt sagt, entweder der Hund oder ich, was soll ich dann anderes machen, als erst einmal einen Witz loszulassen und die Stimmung aufzulockern?" Wer nervös, frustriert oder hektisch ist, könne noch so sehr an der Leine zerren, sagt Millan. "Ein Hund gehorcht nur einem ruhigen, selbstbewussten Rudelführer." mehr ... |