Astronomie / Raumfahrt

Milliarden von Sonnenmassen - Unsere Milchstraße auf der Waage

Wie viel wiegt eigentlich unsere Galaxie? Diese Frage war bisher gar nicht so leicht zu beantworten. Doch Wissenschaftler aus Arizona haben einen Weg gefunden, die Masse der Milchstraße präzise zu bestimmen:

Auf 960 Milliarden Sonnenmassen schätzen Astronomen die Gesamtmasse der Milchstraße. Darin enthalten sind die sichtbare und die unsichtbare Dunkle Materie, die mit rund 85 Prozent den Löwenanteil der Materie des Universums ausmacht. Frühere Untersuchungen hatten Werte zwischen 700 Milliarden und zwei Billionen Sonnenmassen ergeben. Der Grund für die große Schwankung ist die besondere Lage unseres Sonnensystems. Es befindet sich innerhalb der galaktischen Scheibe. Der für eine möglichst exakte Vermessung der Milchstraße notwendige Blick von außen ist dadurch verwehrt.   mehr ...

Einmalige Beobachtung - Riesiges Schwarzes Loch zerreißt Stern

Ein Stern kommt einem gigantischen Schwarzen Loch zu nahe - und wird von ihm in Stücke gerissen. Erstmals beobachten Forscher direkt, wie dabei Materie mit einem Strahl ins All geschleudert wird. Diese erreicht dabei unvorstellbar hohe Geschwindigkeiten:

Ein internationales Forscherteam hat verfolgt, wie ein gigantisches Schwarzes Loch einen Stern zerreißt und einen Teil davon in einem scharfen Strahl in den Weltraum schleudert. Zum ersten Mal habe man die Entstehung und Ausbreitung eines solchen Materie-Jets eines supermassiven Schwarzen Lochs direkt beobachtet, erläutern die Wissenschaftler um Seppo Mattila von der Universität Turku in Finnland und Miguel Pérez-Torres vom Astrophysikalischen Institut von Andalusien in Spanien. Der Materie-Jet schießt mit rund einem Viertel der Lichtgeschwindigkeit ins All hinaus, wie die Astronomen im Fachblatt "Science" berichten.   mehr ...

Planetare Geoforschung - Das Stethoskop für den Mars

Am kommenden Sonntag startet die Nasa-Sonde „Insight“ zum Mars. Ihre Mission: Sie soll tief in das Innere des Roten Planeten horchen. Dazu nutzt sie deutsche und französische Technik:

Dass ein ehemaliges Silberbergwerk im Schwarzwald etwas mit der Erforschung des Mars zu tun haben könnte, liegt zunächst nicht auf der Hand. Wenn jedoch am kommenden Samstag wie geplant die amerikanische Raumsonde mit dem Namen „Insight“ zu unserem Nachbarplaneten startet, dann ist das wichtigste Messgerät an Bord ein Seismometer, das intensiv in dem Schwarzwälder Bergwerksstollen getestet wurde. Mit dem Instrument sollen Marsbeben auf dem Roten Planeten gemessen werden.   mehr ...

Magnetfeld der Erde - Der Nordpol bleibt, wo er ist

- Alle 200 000 bis 300 000 Jahre tauschen Nord- und Südpol ihre Positionen, damit ändert sich die Richtung des Erdmagnetfeldes.

- Dadurch könnten die Stromnetze zusammenbrechen.

- Geologen erwarten dieses Phänomen seit langem.   mehr ...

 


Elektronik / Computertechnik

Nicht von Apple - Diesen Smart Mirror haben Schüler aus Deutschland gebaut

Ein Schüler-Startup aus Rheinland-Pfalz hat einen Smart Mirror mit raffinierten Features entwickelt. Was die Zielgruppe des Gadgets anbelangt, denken die Schüler außerordentlich groß:

Er sieht aus wie eine Erfindung aus dem Silicon Valley: Der holzumrahmte Smart Mirror von Revelc zeigt Nutzern die aktuellen Schlagzeilen an, informiert über die Regenwahrscheinlichkeit, erinnert an den nächsten Termin und verrät auch, an welcher Tankstelle es noch günstigen Sprit gibt. Sogar eine persönliche Nachricht kann dem Partner auf dem Spiegel hinterlassen werden.   mehr ...

Wer Quantencomputer verstehen will, sollte mit ihnen spielen

Quantencomputer sind für viele Menschen ein Buch mit sieben Siegeln. Der Quantenphysiker James Wootton von der Universität Basel möchte das ändern. Deshalb entwickelt er Spiele für Quantencomputer:
 
Ein Quantencomputer macht, was Computer eben machen: Er rechnet. Doch tut er das auf besondere Art. Da die Bits eines Quantencomputers aus einzelnen Atomen, Ionen oder anderen Quantenobjekten bestehen, unterliegen sie quantenmechanischen Gesetzmässigkeiten. Deshalb kann ein Quantenbit nicht nur die beiden klassischen Zustände 0 und 1 annehmen, sondern auch eine Überlagerung dieser beiden. Zudem können zwei Quantenbits so miteinander verschränkt werden, dass eine Operation an einem der beiden augenblicklich auch das andere beeinflusst. Diese beiden Besonderheiten sind der Grund dafür, dass ein Quantencomputer gewisse Aufgaben sehr viel schneller und mit weniger Bits erledigen können sollte als ein herkömmlicher Rechner. Dazu gehört etwa das Zerlegen grosser Zahlen in ihre Primfaktoren.   mehr ...

Energy Harvesting - Kamerasensor nimmt Bilder auf und liefert Strom

Digitalfotografie und Photovoltaik basieren auf einem ähnlichem Prozess: Licht trifft auf einen Sensor und wird in Elektrizität umgewandelt. US-Forscher haben beide Funktionen in einem Chip gebündelt: So entsteht ein Kamerasensor, der sich selbst mit Strom versorgt:

Ein Bildsensor absorbiert Licht und wandelt es in elektrische Signale um. Eine Solarzelle absorbiert ebenfalls Licht und wandelt es in elektrischen Strom um. Wenn sich beide Funktionen kombinieren ließen, so überlegten die Forscher um Euisik Yoon, dann könnte das einen Sensor ergeben, der sich selbst mit Strom versorgt. Die Forscher haben einen Prototypen gebaut, der mit Tageslicht betrieben wird und bis zu 15 Bilder pro Sekunde aufnimmt. Vorgestellt haben sie ihn in der Fachzeitschrift IEEE Electron Device Letters.   mehr ...

 
 

Wissenschaft / Technik

Elementarteilchen - Spuren einer neuen Kraft

- Das sogenannte Standardmodell beschreibt zwar mit erstaunlicher Genauigkeit den Bauplan des Universums, kann aber viele Fragen nicht beantworten.

- Nun mehren sich Hinweise auf eine Physik jenseits dieses Modells:

Ist nicht längst alles gefunden, was es zu finden gibt, in der Welt der Elementarteilchenphysik? War nicht das 2012 am Forschungszentrum Cern entdeckte Higgs-Boson der letzte fehlende Baustein, um das mikrokosmische Fundament des Universums zu erklären? Das berühmte Gottesteilchen?

Mitnichten. Der aktuell bekannte Bauplan des Universums, das sogenannte Standardmodell, beschreibt zwar mit großer, zum Teil erstaunlicher Genauigkeit viele Phänomene der Quantenwelt. Aber es versagt in fundamentalen Fragen, zum Beispiel, wenn die Gravitation eingewoben werden soll in das universale Formelwerk.   mehr ...

Seltene Erden - Wie wertvoller Schlamm fünf Kilometer tief im Meer entsteht

Japanische Forscher haben ein großes Vorkommen seltener Erden am Boden des Pazifiks gefunden. Es soll den derzeitigen Weltbedarf für Jahrhunderte decken können, und es ist nicht das Einzige. Aber wie kommen die begehrten Rohstoffe dort hin?

Japanische Forscher berichten im Wissenschaftsjournal Nature von der Entdeckung eines großen Vorkommens von Yttrium und seltenen Erden am Boden des Pazifiks. Die Zeiten des chinesischen Monopols sind zwar längst vorbei, der Marktanteil ist von einst über 90 Prozent auf unter 60 Prozent gesunken, aber es wird immer noch nach neuen Vorkommen gesucht. Die neue Lagerstätte soll angeblich den Weltbedarf an diesen Substanzen über Jahrhunderte decken können, wenn diesr stabil bleibt.   mehr ...

Erste Hyperloop-Teststrecke in Europa im Bau

Hyperloop Transportation Technologies hat nach eigenen Angaben den Bau der ersten Hyperloop-Strecke in Europa in Angriff genommen. Erste Röhrenelemente sind schon eingetroffen.   mehr ...

Stephen Hawking - Keine Zeit zum Sterben

Stephen Hawking war ein Kämpfer. Die ständige Aussicht auf seinen Tod schüchterte ihn nicht ein, sie trieb ihn an. Bilder aus dem Leben dieses großen Genies.   mehr ...
 
 
Der Freitag: "Gefangen im Flaschenhals: Forschernachwuchs - Immer mehr wissenschaftliche Mitarbeiter sind prekär beschäftigt."

Automobil- / Antriebstechnik

Studie - Synthetische Kraftstoffe könnten 2050 wettbewerbsfähig sein

Die Abgase von Diesel- und Benzinmotoren verpesten die Umwelt. Synthetische Kraftstoffe könnten eine Lösung sein. Einer Studie zufolge wäre ein Einsatz zu wettbewerbsfähigen Preisen bis 2050 möglich:

Will Deutschland seine Klimaziele erreichen, dürfen flüssige Antriebsstoffe wie Benzin, Diesel und Kerosin langfristig nicht mehr aus Erdöl bestehen. Synthetische Kraftstoffe könnten bis 2050 wettbewerbsfähig sein. Das geht aus einer Studie der Prognos AG hervor, die im Auftrag der Verbände der Mineralölwirtschaft erstellt wurde.   mehr ...

Digital-Start-ups - Warum Autobauer in Israel an ihrer Zukunft arbeiten

Nicht erst seit dem Erfolg von Mobileye schaut die Autoindustrie nach Israel. Unweit von Tel Aviv baut sich seit Jahren eine echte Alternative zum Silicon Valley auf. Ein Erfolgsfaktor der Start-up-Szene: das Militär:

Sie tarnen sich als Digi Labs, Tech Offices oder Think Tanks. Hinter diesen blumigen Umschreibungen versteckt sich der Grund, warum sich die Autohersteller in Tel Aviv längst die Klinge in die Hand geben. In den kleinen Entwicklungsbüros arbeiten sie an nichts weniger als der Zukunft des Automobils. Die wird längst nicht mehr in Sindelfingen, Tokio, Paris oder in Detroit entschieden.   mehr ...

Pilotversuch - Roboterbusse für die Hafen-City

Fünf Meter lang, 16 Fahrgäste, bis zu 50 Stundenkilometer: Das sind die Eckdaten selbstfahrender Transporter, die schon bald auf Hamburgs Straßen unterwegs sein werden. Und irgendwann vielleicht private Pkw ersetzen.   mehr ...

Elektromobilität - Fraunhofer-Forscher wollen Autoakkus recyceln

Auch nach dem Ende seines Betriebszyklus kann ein Akku noch nützlich sein: als Lieferant von wertvollen Rohstoffen. In einem europäischen Forschungsprojekt wollen Forscher Verfahren entwickeln, um die unterschiedlichen Akkutypen umweltfreundlich und effizient zu recyceln.   mehr ...

 
 

Medizinforschung / Genetik

Hart und säureresistent - Künstlicher Zahnschmelz aus dem Labor

Viele Menschen kennen das Problem: Kaltes oder Heißes verursacht einen heftigen Schmerz an den Zähnen. Grund dafür kann der Verlust des Zahnschmelzes sein. Nun finden Forscher einen künstlichen Ersatz - mit großem Potenzial für die Anwendung in der Zahnmedizin:

Materialwissenschaftler haben im Labor Zahnschmelz wachsen lassen. Es gelang ihnen, den Vorgang der Mineralisierung genau zu kontrollieren und so die typischen Eigenschaften des härtesten Materials im menschlichen Körper zu rekonstruieren. Die Forscher stellen ihre Arbeit im Fachmagazin "Nature Communications" vor. Der künstliche Zahnschmelz könne womöglich eingesetzt werden, um beschädigten Zahnschmelz zu regenerieren und eine darauf beruhende Überempfindlichkeit der Zähne zu behandeln.   mehr ...

Eine essbare Kapsel erkundet den Darm

Bei anhaltenden Beschwerden im Verdauungstrakt ist eine unangenehme endoskopische Untersuchung oft unvermeidbar. Nun haben Forscher ein neues System entwickelt:
 
Es rumort und blubbert hör- und spürbar irgendwo im Magen-Darm-Trakt. Liegt es an einer falschen Ernährung, oder steckt etwas Ernstes dahinter? Wollen Ärzte anhaltende Probleme im Verdauungstrakt ausfindig machen, sind sie auf endoskopische Untersuchungen angewiesen. Bei dem Eingriff wird dem Patienten meist unter Narkose eine Sonde eingeschleust. Dafür müssen Magen und Darm frei von Essensbrei sein, und man sieht meist nur strukturelle Abnormitäten der Organinnenwände. Ein Forscherteam des Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat nun eine tablettengrosse Kapsel zum Schlucken entwickelt, die auf ihrem Weg durch Magen und Darm spezielle Moleküle detektiert.   mehr ...
 
 
Menschen aus verschiedenen Weltgegenden sehen unterschiedlich aus. Dies liegt teilweise an den Genen. Dennoch lassen sich anhand der Genetik keine Rassen definieren.   mehr ...

DNA-Entschlüsselung - Genome der Erde

Das weltweit größte Projekt zur Gen-Entschlüsselung soll Ökologie und Kommerz friedlich vereinen.   mehr ...
 
 

Grüne Technik

Es wird viel gesprochen über Umweltprobleme, Klimawandel, Abfallproblematik usw. Dabei gibt es viele Ansatzpunkte der Wissenschaft, unsere Welt ein bisschen besser, d.h. umweltfreundlicher, zu machen und den menschlichen Lebensraum zu erhalten ...

 

Dieser Mann kann sogar Viren aus dem Wasser filtern

Innerhalb von wenigen Minuten verschwinden mit Jörg E. Drewes' Technik auch Plastik und Medikamente aus dem Trinkwasser. Seine Forschung könnte den Wasserkreislauf weltweit revolutionieren:

Die braune Brühe kann der Professor gut brauchen. Sie riecht streng und sieht etwas eklig aus, aber steht unbegrenzt für seine Forschung zur Verfügung. In direkter Nachbarschaft zu Professor Jörg E. Drewes' Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft an der TU liegt die Garchinger Kläranlage, und was Drewes und seine Kollegen mit dem Abwasser anstellen, wirkt fast wie Zauberei: Ein mit Schläuchen versehener Stahltank in einem Blechschuppen verwandelt die Brühe innerhalb weniger Minuten in nicht nur sauberes, sondern reines Trinkwasser.   mehr ...

Neue Solarzelle schafft über 30 Prozent Wirkungsgrad

Freiburg - Solarzellen aus Silicium dominieren heute den globalen PV-Markt. Mit Blick auf höhere Wirkungsgrade und Kostensenkungen arbeiten Forschung und Industrie mit Hochdruck an neuen Solarzellen-Konzepten. Fraunhofer ISE-Forschern haben nun einen neuen Effizienzrekord erreicht.   mehr ...

Deutschlands erstes Earthship - ein Paradies für Selbstversorger

Ein Haus aus Müll versorgt seine Bewohner mit Strom, Wasser und Lebensmitteln. Was nach Öko-Utopie klingt, ist in einem kleinen baden-württembergischen Dorf Realität. „Earthship“ vereint nachhaltige Architektur mit ungewöhnlichem Design – und bleibt dabei angenehm bodenständig.   mehr ...

 

Klimaretter: "Die Wegwerfgesellschaft beenden: Sie wollen nicht weniger als eine dritte industrielle Revolution anstoßen."
Jetzt: "Nicht ganz Grün: Für Sportkleidung soll künftig Plastikmüll verwendet werden, der aus dem Meer gefischt wurde."
Klimaretter: "Solarer Wirkungsrekord."

Künstliche Intelligenz

Tech-Euphoriker sehen eine neue Apokalypse kommen – ist das ernst zu nehmen?

Für einige wäre sie ein Urknall der Intelligenz, für andere nichts als ein schwarzes Loch: Was passiert, wenn die sogenannte Singularität kommt und Maschinen das menschliche Denken überflügeln, weiss niemand. Doch schlimmer als die Realisierung der gegenwärtigen Phantasien könnte ihr Scheitern sein:
 
Wer hat Angst vor der Singularität? Niemand. Noch vor kurzer Zeit kannten sehr wenige Leute mehr als die physikalische Verwendung des Begriffs – wer ihn hörte, dachte an die Grenzen unseres Raum-Zeit-Kontinuums, an den Urknall und an schwarze Löcher. Doch das ändert sich. Immer mehr, meist junge Leute verbinden den Begriff inzwischen mit Vernor Vinge, Ray Kurzweil und der These, dass künstliche Intelligenz in den nächsten Jahren an den Punkt kommen wird, da sie die menschliche Intelligenz nicht mehr benötigt, immer schnellere Weiterentwicklungen ihrer selbst beginnt und das Universum mit dem Leuchten ihres neuen Geistes erfüllt.   mehr ...

scobel: Ethik der Algorithmen - Die Grenze zwischen Software und menschlichem Verhalten

Unser Leben wird immer mehr von Computern bestimmt. Nach welchen Regeln handeln die Algorithmen – nach unseren oder nach ihren eigenen?   mehr ...

Google-Forscher - KI geht in Phase 2

Während künstliche Intelligenz (KI) derzeit meist nur unterstützende Aufgaben erledigt, steht die Technik bald im Kern vieler Anwendungen. Das glauben zumindest zwei der wichtigsten KI-Forscher bei Google:

Im Rahmen der Entwicklerkonferenz Google I/O 2018 haben Fei-Fei Li und Greg Corrado über die Zukunft der künstlichen Intelligenz (KI) gesprochen. Li betreut die Bereiche KI und maschinelles Lernen für die Google Cloud und hat eine Professur an der Stanford University inne. Corrado hat Googles Deep-Learning-Abteilung mitgegründet und arbeitet als Forscher für das Unternehmen. Beide glauben, dass KI-Technologien in die nächste Phase aufsteigen.   mehr ...

 

ZD-Net: "Studie - Deutschland ist KI-Vorreiter: Beim KI-Einsatz übertrumpfen deutsche Unternehmen aktuell die US-amerikanische Wirtschaft, die in Digitalisierungsfragen sonst eigentlich die Nase vorne hat."
Impulse: "Der Code einer neuen Zeit: Selbstlernende Roboter, schlaue Algorithmen: Künstliche Intelligenz steht vor dem Durchbruch. Wie junge deutsche Unternehmer auf dem Markt mitmischen wollen."

Evolution / Hirnforschung

Pubertät - Spinnt das Kind?

Warum treiben Teenager ihre Eltern zur Verzweiflung? Forscher haben Gehirne von Jugendlichen untersucht und erstaunliche Antworten gefunden:

Was man heute sagen kann: Die Verrücktheit der Teenager ist kein geistiger Unfall, und sie ist auch kein Unglück. Dahinter steckt vielmehr ein definiertes, absichtsvolles Programm der Gehirnentwicklung. Ein Plan, der zweifellos zum spannendsten gehört, was die Neurobiologie in den vergangenen zwei Jahrzehnten enthüllt hat. Zugleich haben sich der Anfang und das Ende dessen, was allgemein unter Pubertät verstanden wird, seit den 1970er- Jahren enorm verschoben. Statt der einst vermuteten sieben Jahre zwischen zwölf und 19 Jahren gehen Wissenschaftler inzwischen davon aus, dass die sogenannte Adoleszenz, die gesamte Phase des Heranwachsens, mindestens doppelt so lange dauert und selbst bei Mittzwanzigern noch nicht abgeschlossen sein muss.   mehr ...

Archäologie - Wie Homo sapiens eine globale Katastrophe in Höhlen überlebte

- Glück hatten offenbar jene Menschen, die damals in Felsenhöhlen an der Küste Südafrikas lebten.

- Das berichtet ein griechisch-amerikanisches Forscherteam, das inmitten von Resten der einst dort ansässigen Menschen Splitter des Vulkans Toba entdeckt hat.

- Menschen ernährten sich dort von Meerestieren, statt Antilopen zu jagen oder Pflanzen und Früchte zu sammeln.   mehr ...

Uralte Baby-DNA liefert Hinweise auf die Besiedlung Amerikas

Eine neue Studie stützt die Theorie, dass es nur eine Einwanderungswelle aus Sibirien nach Amerika gab. Und sie belegt die Existenz einer zuvor unbekannten, mittlerweile ausgestorbenen Bevölkerungsgruppe Alaskas.   mehr ...

Intelligenz im Gehirn sichtbar - Kluge Menschen sind anders vernetzt

"Dafür fehlt mir wohl eine Hirnwindung" hört man manchmal Menschen sagen, wenn sie etwas nicht verstehen. Wie und ob Intelligenz im Gehirn sichtbar ist, untersuchen Forscher mithilfe von Hirnscans und stellen dabei Parallelen zu sozialen Netzwerken her.   mehr ...

 

Heise: "Out of Afrika und zurück: Die Entzifferung des Erbguts eines vor 4.500 Jahren verstorbenen Afrikaners beweist, dass es eine große Auswanderungswelle von Eurasien nach Afrika gab."
Zeit: "Die große Neuro-Show: Was wurde aus den Verheißungen der Hirnforschung? Wissenschaftler ziehen Bilanz."
Zeit: "Der Mensch ist noch nicht fertig: Wird die Evolution weitergehen? Und was ist ihr Ziel?"
Heise: "Der kleine Unterschied im Gehirn: Männer- und Frauenhirne sind unterschiedlich verdrahtet."

Gentechnik

Sanfte Biotechnologie - Die Gentechnik im Hoffnungslauf

Kommt schon bald die Kehrtwende für die sanfte Biotechnologie? Eine Chinesin zeigt bei ihrem Besuch in Deutschland, wie mit Crispr-Pflanzen die Agrarwende gelingen soll:

Pflanzen können sich bekanntlich ihre Heimat nicht aussuchen. Sie müssen mit den widrigen Umweltbedingungen vor Ort zurechtkommen, ohne Aussicht auf Entkommen. Ihre Devise heißt Anpassung auf der Basis vorhandener Ressourcen. Die Pflanzen nutzen dafür nicht nur die Erbsubstanz DNA und die in ihr kodierten Gene, sondern manipulieren die vom Gen abgelesenen Botenribonukleinsäuren – die vielfache Kopie der genetischen Bauanleitung – im großen Maßstab, bevor sie diese in Proteine übersetzen. Sie erschließen sich dadurch eine zusätzliche Gestaltungsebene, mit der sie äußerst flexibel auf die kurzfristigen Veränderungen in ihrer Umwelt reagieren können. Pflanzen besitzen auch ein wahres Heer an sogenannten nichtkodierenden Ribonukleinsäuren, die keine Bauanleitung für ein Protein enthalten, sondern zusätzliche Steuerungsaufgaben wahrnehmen.   mehr ...

"Hier geht es um die Interessen der gesamten Menschheit"

Immer zielgenauer kann das Erbgut des Menschen verändert werden. Das kann helfen, Krankheiten zu heilen. Oder gesunde Menschen zu „verbessern“. Deutsche Fachleute schlagen nun Alarm.   mehr ...

Freilandversuche mit Gentech-Insekten - Manipulierte Motten und Moskitos

Gentech-Insekten sind die Spezialität der Biotech-Firma Oxitec. Jetzt werden im Bundesstaat New York mit einem Killergen ausgestattete Motten freigesetzt:.   mehr ...

 

Weiteres Umweltinstitut: "Neues Gentechnik-Gesetz gescheitert."
Keine-gentechnik.de: "Opt-Out für Deutschland und Zypern."

Energietechnik

Sonne auf Erden

In Südfrankreich entsteht das größte Energie-Experiment der Menschheit. Erleben Sie einen Flug durch das Herz des Fusionsreaktors und entdecken Sie die Baustelle des Megaprojekts. Ein 360-Grad-Video, das Sie per Klick und Mausbewegung steuern können.   mehr ...

Kernfusion - Drei Start-ups haben die Nase vorn

Private Unternehmen wollen dem staatlichen Fusionsforschungsreaktor Iter den Rang ablaufen. Sie können mit relativ wenig Ressourcen bemerkenswerte Fortschritte vorweisen:

Beim Rennen um Fortschritte in der Fusionsforschung haben vor allem die Start-ups TAE Technologies in Kalifornien, General Fusion in Kanada und Tokamak Energy die Nase vorn. Damit übertrumpfen diese privaten Unternehmen große Vorhaben, wie den mit 20 Milliarden Euro staatlich finanzierten, multinationalen Fusionsforschungsreaktor Iter, das berichtet Technology Review in seiner SPECIAL-Ausgabe (ab sofort im Handel und im heise shop erhältlich).   mehr ...

Graphen-Popcorn ist die Lösung - Samsung hat den Akku der Zukunft

In Südkorea entwickeln Samsung-Forscher einen neuen Akku, der herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien uralt aussehen lässt. Das Geheimnis des neuen Wunder-Akkus ist Graphen, der Stoff, aus dem viele technische Träume sind.   mehr ... 

Salzbergwerke sollen zur „größten Batterie der Welt“ werden

Strom aus Kohle und Gas fließt immer, Wind- und Sonnenenergie gibt es nur bei passendem Wetter. Die grüne Elektrizität muss also irgendwie gespeichert werden. Doch wer baut den Akku für die Energiewende? Das Oldenburger Unternehmen EWE und Forscher der Uni Jena planen, große Mengen Energie in unterirdischen Salzstöcken unterzubringen.   mehr ...

 

Greenpeace: "Die Sternenmaschine : Physiker weltweit arbeiten an einem fast 60 Jahre alten Traum. Sie wollen die Energiequelle der Sonne auf die Erde holen. Im Gegensatz zur Atomkraft wäre die Kernfusion sicher, nahezu unendlich und CO2-frei."
Heise: "
Kernfusion: Teures Spielzeug für einen elitären Kreis?"
Greenpeace: "
Kernfusionsforscher blenden die Politik ."
ZDF: "
Sonnenfeuer auf der Erde ."

3D-Drucker

3D-Metalldruck - Eine Revolution in der Fabrik

Der 3D-Drucker spuckt bald auch Metall aus. Das wird die Industrie erschüttern. Flugzeuge werden leichter, Spielzeug billiger. Und noch viel mehr:

Die Szenerie wirkt wie Science-Fiction. Ein Laserstrahl rast über eine dünne Schicht Metallpulver. Es blitzt und funkt, ein Schieber trägt eine weitere Schicht Metallpulver auf, wieder blitzt und funkt es. Nach mehrfacher Wiederholung des Vorgangs ist dem Staub ein kompliziertes Werkzeug entwachsen, das helfen soll, Metall besser zu verformen. Mit der herkömmlichen Bauweise wäre das nicht gelungen. Der Phönix aus dem Pulver verdankt seine Existenz dem sogenannten 3D-Metalldruck. Das ist eine neuartige Methode zur Herstellung dreidimensionaler Werkstücke und Teile aus Metall.   mehr ...

MIT-Forscher entwickeln den schnellsten 3D-Drucker der Welt

Forscher des Massachusetts Institute of Technology haben einen 3D-Drucker entwickelt, der im Vergleich zu kommerziellen Geräten bis zu zehn Mal schneller fertige Teile druckt. Möglich macht das ein neues Design des Druckkopfes:

In sechs Minuten ist das etwa legosteingroße Bauteil aus dem 3D-Drucker fertig – und damit rund zehnmal schneller als kommerzielle Geräte. Den Drucker konstruierten Ingenieure des Massachusetts Institute of Technology (MIT). Die Schlüsselkomponente ist ein Druckkopf mit zwei Systemen, die den Druck dramatisch beschleunigen.   mehr ...

Solar-Panels aus dem Drucker sollen Energieprobleme lösen 

Die University of Newcastle in Australien will gedruckten Solar-Panels zum kommerziellen Durchbruch verhelfen. Das Material ist schnell und billig herzustellen und soll konventionellen Panels in vielerlei Hinsicht überlegen sein.   mehr ... 


Nobelpreise

Bis ins kleinste Detail - Drei Forscher gelang es, Biomoleküle bis zum letzten Atom aufzulösen

Der Nobelpreis für Chemie 2017 geht an Jacques Dubochet, Joachim Frank und Richard Henderson für die Kryoelektromikroskopie, mit der man Biomoleküle sichtbar machen.  

Mit den Methoden der drei Nobelpreisträger ist es gelungen, die Struktur von Biomolekülen hochaufgelöst sichtbar zu machen. "Diese Methode hat eine neue Art der Biochemie eingeläutet", hieß es vom Nobelpreis-Komitee. Nunmehr können Forscher Biomoleküle mitten in der Bewegung einfrieren, ihre Struktur aufklären und so sehen, wie diese arbeiten.   mehr ...

Gravitationswellen - Physik-Nobelpreis geht an Gravitationsforscher

Die drei US-Forscher Weiss, Barish und Thoren haben den ersten direkten Nachweis im All entstehender Gravitationswellen erbracht. Dafür werden sie mit dem Physik-Nobelpreis geehrt:

Der diesjährige Physik-Nobelpreis geht an drei US-Wissenschaftler für ihre Forschung zu Gravitationswellen. Der deutschstämmige Rainer Weiss teilt sich den Preis mit den Kollegen Barry Barish und Kip Thorne, wie die schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag in Stockholm mitteilte. Die drei Astrophysiker hatten 2015 erstmals die Gravitationswellen beobachtet und damit einen zentralen Baustein von Albert Einsteins Relativitätstheorie bestätigt.   mehr ...

Medizin-Nobelpreis für die Erforschung der biologischen Uhr

Der diesjährige Nobelpreis für Medizin geht an die US-Forscher Jeffrey C. Hall, Michael Rosbash und Michael W. Young. Sie werden für ihre Arbeiten zu den molekularen Mechanismen des zirkadianen Rhythmus, der biologischen Uhr von Lebewesen, geehrt. Das gab die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm bekannt.   mehr ...