Sie sind hier: Rudis Welt » Medien - Kultur

Journalismus

Geheime Gespräche mit Journalisten - Vertraulichkeit kann korrumpieren

Bundesbehörden müssen Journalisten mitteilen, wenn sie Hintergrundrunden organisieren. Dieses Urteil nutzt der Transparenz und der Presse:

Journalisten dürfen künftig grundsätzlich erfahren, wenn Bundesbehörden mit anderen Journalisten vertrauliche Hintergrundrunden organisieren. Das hat nun das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zu Hintergrundgesprächen des Bundesnachrichtendienstes beschlossen. Das Urteil ist aber auch auf Bundesministerien oder das Kanzleramt übertragbar.   mehr ...

Klimaaktivistin Luisa Neubauer wird "Stern"-Kolumnistin

Die Kolumne soll unter dem Titel "Auf dem Weg nach morgen" laufen - neben der "Fridays for Future"-Aktivistin Luisa Neubauer hat der "Stern" noch weitere prominente Schreiber engagiert:

In der Kolumne soll es um Nachhaltigkeit und Klima gehen. Neben Neubauer werden auch der Philosoph Richard David Precht, der Sozialpsychologe Harald Welzer und die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann regelmäßig zu Wort kommen.   mehr ...

KI im Journalismus - Zu schnell für die Kontrolle

  • Ein Computerprogramm der Los Angeles Times hatte 2017 ein Erdbeben in L.A. gemeldet - das jedoch hatte bereits im Jahr 1925 stattgefunden.
  • Auch an der Börse werden "nachrichtenlesende Algorithmen" eingesetzt. Wenn eine Falschmeldung eines Schreibroboters verbreitet wird, könnten dort Aktienkurse einbrechen.
  • Die nicht nur theoretisch dringliche Frage bei solchen Vorfällen lautet: Wer haftet bei einem Fehler der Textsoftware?   mehr ...
 
 
Weiteres Zeit: "Die Welt als Reportage."
Medium.com: "Danke, Trump: Der Journalismus ist nicht am Ende, sondern am Anfang."

Leistungsschutz / Urheberrecht

Notifizierung versäumt - EuGH erklärt deutsches Leistungsschutzrecht für unzulässig

Schwere Niederlage für die deutschen Verlage. Weil das Leistungsschutzrecht nach einem EuGH-Urteil rechtlich nicht anwendbar ist, droht ihnen der Verlust von Millionen Euro an Prozesskosten gegen Google:

Das deutsche Leistungsschutzrecht für Presseverleger ist unzulässig. Einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zufolge hätte die damalige schwarz-gelbe Bundesregierung das am 1. März 2013 beschlossene Gesetz der EU-Kommission vorlegen und notifizieren lassen müssen. Da dies versäumt worden sei, dürften die Bestimmungen des Gesetzes von den deutschen Gerichten nicht angewandt werden (Rechtssache C - 299/17). Das Urteil hat jedoch keine Auswirkungen auf das im März 2019 beschlossene europäische Leistungsschutzrecht.   mehr ...

Leistungsschutzrecht und Uploadfilter - EU-Urheberrechtsreform tritt in Kraft

Die zweijährige Frist zur Umsetzung der umstrittenen EU-Urheberrechtsreform ist gestartet. Bis zum 7. Juni 2021 haben die 28 Mitgliedstaaten nun Zeit, die Regelungen zum Leistungsschutzrecht für Presseverleger und zu den neuen Haftungsregeln für bestimmte Inhalte-Anbieter umzusetzen. Die Richtlinie war am 17. Mai 2019 im Amtsblatt veröffentlicht worden und ist nun 20 Tage nach der Veröffentlichung in Kraft getreten.   mehr ...

EU-Urheberrechtsreform - Zivilgesellschaft will Upload-Filter noch verhindern

42 Nichtregierungsorganisationen fordern, die massiven Bedenken gegen eine automatisierte Zensur bei der Umsetzung der Copyright-Regeln zu berücksichtigen.   mehr ...

 


Öffentlich-Rechtliches Fernsehen/Rundfunk

Wahlberichterstattung - Schön komfortabel für die AfD

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen scheitert dabei, journalistisch angemessen über die AfD zu berichten. Das zeigte sich exemplarisch an den Wahlsendungen der ARD:
 
Die AfD hat die ARD-Berichterstattung von den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg einmal mehr dazu genutzt, eine besondere Behandlung durch die Medien zu beklagen. Zu Recht. AfD-Vertreter wurden im ersten Programm am Sonntag spürbar anders behandelt als die Politikerinnen und Politiker der übrigen Parteien – allerdings auch komplett anders, als es Alice Weidel im ersten Statement kurz nach 18 Uhr auf der ältesten Leier der Partei beklagte, als sie von "Ausgrenzung" sprach.   mehr ...

Neuer TV-Vertrag - ARD zahlt 135 Millionen Euro für DFB-Pokal-Rechte

Die TV-Übertragungsrechte für den DFB-Pokal werden die ARD künftig mehr Geld kosten als in den Vorjahren. Laut einem vertraulichen Papier, das dem SPIEGEL vorliegt, zahlt der Senderverbund insgesamt 135 Millionen Euro für die Saisons 2019/2020 bis 2021/2022. Für die drei Spielzeiten davor lag die Vertragssumme noch bei 127 Millionen Euro. Hinzu kommen weitere 1,4 Millionen Euro Produktionskostenzuschuss pro Saison, den die ARD ebenfalls schultern muss.   mehr ...

Neustart - Das ZDF lässt seinen toten Kultursender im Netz auferstehen

Eigentlich hatte der Mainzer Sender seinen Kanal ZDF Kultur eingestellt. Jetzt startet er unter gleichem Namen ein neues Angebot im Netz. Erreichen will das ZDF damit Kunstliebhaber wie Gamer.   mehr ...

 

Heise: "Öffentlich-Rechtliche im Kampf gegen Fake-News: Das ZDF will Falschmeldungen in sozialen Medien entgegentreten, sich aber nicht an Facebooks eigener Fake-News-Initiative beteiligen. Auch die ARD plant eigene Projekte."

Medien / Zeitungen

Algorithmus soll "externe" Einflüsse auf Medienberichte transparent machen

Schweizer Forscher haben ein lernendes System entwickelt, das Gemeinsamkeiten in der Berichterstattung und die Medienkonzerne im Hintergrund aufdeckt:

Die meisten Mediennutzer wissen, dass viele tagesaktuelle Berichte im Internet, in der Presse oder im Rundfunk von großen Nachrichtenagenturen wie AFP, dpa oder Reuters stammen. Weniger durchsichtig ist aber, dass auch große Medienkonzerne und -konglomerate vorgefertigte Text- oder Bildbeiträge für ihre einzelnen Kanäle produzieren und so massiv Themen setzen. Hier setzt ein Medienobservatorium der École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL) an.   mehr ...

Einstieg von KKR bei Axel Springer ist fast perfekt

Der US-Finanzinvestor KKR hat für den Einstieg beim Medienkonzern Axel Springer eine wesentliche Hürde genommen. Die Amerikaner haben die nötige Zahl von Aktien für ihr Übernahmeangebot erworben, wie aus einer Mitteilung von Axel Springer hervorgeht. Mehr als 20 Prozent der Springer-Aktionäre hätten das Angebot bis zum Ende der Annahmefrist am 2. August angenommen, teilte der Medienkonzern am Montag in Berlin mit.   mehr ...

Tageszeitungen - Die Printzukunft sieht düster aus

Die verkaufte Auflage der überregionalen Tageszeitungen ist laut IVW im zweiten Quartal 2019 auf 2,38 Millionen Exemplare geschrumpft - das sind rund acht Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zum Vergleich: 2010 waren es noch 4,4 Millionen Exemplare. Besonders stark betroffen von der Printkrise ist die BILD, die im Jahresvergleich 9,2 Prozent ihrer Auflage eingebüßt hat. Und damit ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht, wie eine Statista-Prognose auf Basis der Quartalsauflagen seit 1998 zeigt. Demnach wird die verkaufte Auflage der Boulevardzeitung bis zum zweiten Quartal 2025 auf unter 700.000 Exemplare fallen. Die Gesamtauflage der überregionalen Tageszeitungen würde in diesem Szenario auf rund 1,5 Millionen sinken.   mehr ...

Infografik: Die Printzukunft sieht düster aus | Statista

 


Kultur News

Literaturnobelpreisträgerin - Amerikanische Autorin Toni Morrison gestorben

Die Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison ist tot. Morrison, die als eine der wichtigsten afroamerikanischen Schriftstellerinnen gilt, starb am Montagabend im Alter von 88 Jahren, wie ihr Sprecher Paul Bogaards der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag bestätigte:

Toni Morrison wurde als Chloe Ardelia Wofford am 18. Februar 1931 in der Industriestadt Lorain, Ohio, als zweites von vier Kindern des afroamerikanischen Arbeiterehepaares Ramah und George Wofford geboren. Sie wuchs in einem Wohnviertel auf, in dem hauptsächlich polnische und italienische Einwanderer lebten. Bei Schuleintritt war sie das einzige afroamerikanische Kind in ihrer Klasse. Beide Eltern stammten aus den einstigen Sklavenhalterstaaten im Süden der Vereinigten Staaten: die Mutter aus Alabama, der Vater aus Georgia. Als Studentin änderte Morrison ihren Rufnamen Chloe wegen der schwierigen Aussprache in Toni.   mehr ...

"König der Löwen"-Neuauflage - Nirgendwo in Afrika

  • Disneys neuer "König der Löwen" kommt trotz der täuschend echten Bilder komplett aus dem Rechner.
  • Die Handlung selbst orientiert sich weitestgehend am Original, viele Einstellungen und berühmte Szenen wurden übernommen.
  • Der Film weckt Sehnsüchte nach einer völlig neuen Art von Tierfilm, in der neben den realistischen Bildern auch die Dramaturgie den wahren Gesetzen der Savanne folgt.   mehr ...

Dolby Cinema - Erster Kinosaal in Deutschland öffnet am Wochenende

Im Mathäser Filmpalast öffnet am kommenden Samstag der erste Kinosaal in Deutschland, der nach „Dolby Cinema“-Vorgaben umgebaut wurde.   mehr ...

 
 

Bildungsfernsehen - Dokumentationen

Die Story im Ersten - Klimafluch und Klimaflucht

Der Klimawandel ist kein abstraktes Problem. Schon heute fliehen Tausende Einwohner Indonesiens vor dem ansteigenden Meer - Seen, die als Lebensgrundlage gedient haben, trocknen aus. Wie viele Menschen müssen dadurch ihre Heimat verlassen? [Video 43:39]   mehr ...

Die Story: Krankenhäuser schließen - Leben retten?

Krankenhäuser kann man nicht genug haben - das glauben viele Menschen. Je näher man es zu einer Klinik hat, desto schneller ist man schließlich da. Das stimmt. Allerdings: Schnell ist nicht unbedingt gut. [Video 43:56}   mehr ...

Einer von uns: Der Homo sapiens - Die afrikanische Wiege

Vor 200.000 Jahren streifte der erste Homo sapiens durch die afrikanische Savanne, heute umfasst die Weltbevölkerung mehr als sieben Milliarden Menschen. Als unsere Spezies in Afrika entstand, lebten noch andere, ältere Menschenarten. Welche Rolle spielten sie in unserer Evolution? Die Dokureihe stellt aktuelle Erkenntnisse der Evolutionsforschung vor.   mehr ...

"Utopie ist machbar" - Harald Welzer und die Zuversicht. Ein Buch zum Thema "Utopie ist machbar"

Die Katastrophen rücken näher. Extremwetter. Obszöne Ungleichheit zwischen Arm und Reich – weltweit. Ressourcen am Ende.  Unsere Art zu Wirtschaften bringt den Planeten an den Rand. Man muss schon sagen: Wir haben es vermasselt.   mehr ...

 

3sat: "Digitale Aufklärer - Auf der Suche nach der Wahrheit im Internet  [Video 02:43]"


eBooks

Bundesregierung befürwortet niedrigere Steuern für E-Books

Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, wonach für elektronische Publikationen der ermäßigte Mehrwertsteuersatz gelten soll:

Bücher, Zeitungen und Zeitschriften sollen künftig steuerlich gleichbehandelt werden – unabhängig davon, ob sie auf Papier oder in elektronischer Form erscheinen. Die Bundesregierung hat dafür am Mittwoch einen Entwurf des Jahressteuergesetzes gebilligt, womit der ermäßigte Mehrwertsteuersatz auf digitale Zeitungen, Periodika und E-Books eingeführt werden soll. Aktuell gilt nur für gedruckte Presseerzeugnisse der reduzierte Aufschlag von sieben Prozent, bei digitalen Ausgaben ist bislang der volle Satz von 19 Prozent fällig.   mehr ...

e-Books - Bildungsverlag Pearson setzt auf Digitalisierung

Pearson, der größte Lehrbuchverlag der Welt, hat angefangen, sein Angebot in den USA von gedruckten auf digitale Lehrmittel wie E-Books umzustellen. Damit reagiert der Verlag auch auf veränderte Gewohnheiten der Studenten:

Der britische Verlag Pearson setzt künftig stärker auf digitale Lehrmedien als auf gedruckte Bücher. Letztere will der Verlag in den USA nicht mehr verkaufen, sondern nur noch verleihen. Außerdem sollen sie seltener als bisher aktualisiert werden. Pearson ist der weltweit größte Verlag für Schul- und Lehrbücher.   mehr ...

EU-Parlament ebnet Weg für niedrigere Steuer auf E-Books

Die günstigeren Mehrwertsteuersätze für gedruckte Bücher und Zeitungen soll es auch bei ihren digitalen Pendants geben können, hat das EU-Parlament beschlossen.   mehr ...


Fernsehen / Streaming

Netflix - Ein Zahlenwerk zum Fürchten

Netflix-Anleger sind eigentlich erfolgsverwöhnt, aber mit dem jüngsten Quartalsbericht wähnen sie sich im falschen Film:

Mit den Nutzerzahlen blieb Netflix weit unter den Erwartungen der Wall-Street-Experten und auch unter seiner eigenen Prognose von fünf Millionen neuen Nutzern. Insgesamt schaffte der Streaming-Riese zum Quartalsende dank Zugewinnen außerhalb des US-Heimatmarkts immerhin noch einen Anstieg auf knapp 152 Millionen bezahlte Mitgliedschaften. Die Investoren reagierten jedoch nervös und ließen die Aktie im nachbörslichen US-Handel zeitweise um 13 Prozent fallen.   mehr ...

TV-Programm - Wer was sendet

Wer sendet was im deutschen Fernsehen? Eine ausführliche Antwort auf diese Frage liefert die in den Media Perspektiven 4/2019 veröffentlichte Programmanalyse 2018. Demnach ist der Anteil von Informationssendungen bei ZDF und ARD am höchsten. Auch bei Sport sind die öffentlich-rechtlichen Programme führend. Werbung findet dagegen naturgemäß bei den Privatsendern deutlich häufiger statt. Was noch auffällt: Sat. 1 und RTL sind bei nonfiktionaler Unterhaltung führend; ProSieben ist die unangefochtene Nummer 1 im Segment Fiction.   mehr ...
 
Infografik: Wer was sendet | Statista

Neuer Streamingdienst - Disney auf Rekordhoch, Netflix unter Druck

Das Unterhaltungs-Imperium schlägt zurück: Die Wall Street belohnt Disneys Pläne, mit einem Kampfpreis ins Streaming-Geschäft einzusteigen, mit elf Prozent Kursplus. Noch-Marktführer Netflix verliert.   mehr ...

 


Privatfernsehen - PayTV

Pay-TV in der Krise - Beim Abosender Sky ist was im Busch

Der Abosender Sky gerät zunehmend unter Druck. Bedeutende Manager räumen ihre Posten, wichtige Positionen fallen weg. Weitere Entlassungen könnten folgen. Wo führt das hin?

„Kahlschlag“ und „Entlassungswelle“? Derlei Bezeichnungen hält Moritz Wetter, Sprecher des Abosenders Sky Deutschland, für unzutreffend. „Kahlschlag – das stimmt einfach nicht. Wir reden hier von weniger als zwanzig Stellen, die wegfallen, weil wir unser Unternehmen, das allein in Unterföhring zweitausend Menschen beschäftigt, umstellen. Das ist eine andere Dimension als bei Canal Plus, die gerade vierhundert Stellen streichen, oder bei der Deutschen Bank, die dem Vernehmen nach 18.000 Stellen kürzen will.“   mehr ...

Zur Primetime auf ProSieben - Joko und Klaas machen Platz für ernste Botschaften

Die Moderatoren Joko und Klaas belustigen normalerweise die Zuschauer mit jugendlichen Späßen. Jetzt stellten sie Seenotrettung, Rechtsextremismus und Obdachlosigkeit in den Mittelpunkt.   mehr ...

Berlusconi zufrieden - Italienischer Medienkonzern übernimmt zehn Prozent an Pro Sieben

Die deutsche Sendergruppe bekommt einen Großaktionär aus Italien. An der Börse machen die Anleger klar, was sie davon halten.   mehr ...

 
 

Pressefreiheit

Innenministerium will Überwachung von Medien erlauben

Einem Referentenentwurf zufolge sollen Geheimdienste künftig die Computer von Journalisten hacken dürfen. Reporter ohne Grenzen sieht die Pressefreiheit in Gefahr:
 
Einem Bericht der Organisation Reporter ohne Grenzen zufolge bestehen im Bundesinnenministerium unter der Leitung von Horst Seehofer (CSU) Pläne, die die Überwachung von Medienhäusern, Verlagen, Rundfunkanstalten und freien Journalistinnen und Reportern möglich machen könnten.   mehr ...

"Reporter ohne Grenzen" - Lage der Pressefreiheit hat sich in Europa verschlechtert

Weltweit geraten Medienschaffende zunehmend unter Druck. Das zeigt die jährliche Rangliste der Pressefreiheit von "Reporter ohne Grenzen". Demnach nahm auch in Deutschland die Zahl der Angriffe auf Journalisten zu.   mehr ...

Burma sperrt Reporter ein, die ein Massaker aufgedeckt haben

Ein Gericht in Rangun hat zwei einheimische Reuters-Journalisten wegen Verrats von Staatsgeheimnissen zu je sieben Jahren Haft verurteilt. Die beiden Reporter hatten eine Greueltat der Armee an der muslimischen Minderheit der Rohingya enthüllt.   mehr ...
 
 
 
Telepolis: "Sollen Pressefotografen Hilfspolizisten spielen? Die Durchsuchung der Wohnungen mehrerer Fotografen sorgt für scharfe Kritik und wird noch die Gerichte beschäftigen."

Musikbranche

Ressourcenbedarf - Musik-Streaming ist schlecht fürs Klima

Schottische und norwegische Forscher haben untersucht, welche Form des Musikvertriebs die Erde stärker erwärmen könnte:

Physische Datenträger – egal ob CDs, Konsolenspiele, Bücher oder Filme – befinden sich im Abschwung, stattdessen wird zunehmend gestreamt. Doch welche Auswirkungen hat das auf die Umwelt? Ein Forscherteam hat sich mit dieser Frage nun für das Musikstreaming beschäftigt, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe ("Die Kosten der Musik").   mehr ...

Als ob es bei Spotify um Musik ginge

  • Die Autorinnen und Autoren des neuen Buchs "Spotify Teardown. Inside The Black Box of Streaming Music" räumen mit der Vorstellung auf, dass es bei Spotify in erster Linie um Musik geht.
  • Sie fanden heraus, dass Spotify werberelevante Daten an die Server einer Firma schickt, deren Dienste auch vom amerikanischen Verteidigungsministerium in Anspruch genommen werden.
  • Spotify wollte die dem Buch zugrunde liegende Forschung verhindern - und scheiterte.   mehr ...

Musik-Umsatz - Streaming ist die neue CD

Zwölf Milliarden US-Dollar hat die Musikindustrie laut International Federation of the Phonographic Industry 2008 mit physischen Tonträgern, vornehmlich CDs, umgesetzt. 2018 ist Streaming (z.B. Spotify) mit rund neun Milliarden US-Dollar das neue Zugpferd der Branche, wie die Grafik von Statista zeigt. Das Digitalgeschäft ist auch dafür verantwortlich, dass die Branche wieder wächst. So ist der Gesamtumsatz mit Musik im vergangenen Jahr um fast zehn Prozent auf 19,1 Milliarden US-Dollar gewachsen - ähnlich profitabel war das Musikgeschäft zuletzt 2005. Dazu Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands der Musikindustrie: „Die Branche spürt weltweit Wind in den Segeln, das ist eine sehr gute Nachricht."   mehr ...
 
Infografik: Streaming ist die neue CD | Statista

 


Talkshows

TV-Kritik „hart aber fair“ - Wie viel darf die Rettung der SPD kosten?

Frank Plasberg diskutiert über die Vorschläge des Arbeitsministers zur Grundrente. Sie soll den gesellschaftlichen Frieden wahren und die SPD retten. Wie viel ist das wert?

Was in Deutschland unvorstellbar scheint:

Aus Gründen, die man in den bekanntermaßen sozialistischen Volksrepubliken Österreich und Schweiz nicht versteht, gilt es in Deutschland als unvorstellbar, eine Rentenversicherungspflicht für alle durchzusetzen. Eine großzügige Beitragsbemessungsgrenze und eine sich daraus ergebende gedeckelte Höchstrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung gelten als völlig abwegiges Wunschdenken. Die Lobbyisten des Beamtenbundes und der freien Berufe haben ganze Arbeit geleistet. Sie berufen sich darauf, dass ihre Klientel durch das allgemeine Steueraufkommen hinreichend an der Finanzierung der sozialen Sicherung beteiligt seien.   mehr ...

ARD und ZDF - Kulturrat fordert ein Jahr Sendepause für Talkshows

Der Geschäftsführer des Kulturrats kritisiert die einseitige Themenauswahl und die Qualität der Talkshows in ARD und ZDF. Er empfiehlt den Sendern eine einjährige Pause.   mehr ...

Medien-Bashing bei „Hart aber fair“ - Sind Journalisten schuld am Aufstieg der AfD?

Haben die Medien eine Mit-Schuld am Aufstieg der AfD? Und wenn ja, wir groß ist diese? Die Rolle der Medien beim Aufstieg der AfD wurde in der gestrigen „Hart aber fair“-Sendung im Ersten erneut ausführlich diskutiert. Eine besondere Rolle fiel dabei dem früheren ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender zu.   mehr ...

 


Rundfunkbeitrag

ARD-Chef droht mit Verfassungsklage

Gerade erst hat ZDF-Intendant Thomas Bellut einen höheren Rundfunkbeitrag gefordert. Nun geht ARD-Chef Ulrich Wilhelm einen Schritt weiter: Er will notfalls vor das Verfassungsgericht ziehen:

Der Beitrag für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sorgt weiter für heftige Diskussionen: Nachdem ZDF-Intendant Thomas Bellut eine Erhöhung für notwendig erklärt hatte, um das Qualitätsniveau zu halten, droht der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm nun mit einer Verfassungsklage - falls sich die Bundesländer nicht auf die Höhe einigen könnten.   mehr ...

Beitragsservice verschickt fast drei Millionen Klärungsschreiben

Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio möchte herausfinden, wer in Deutschland keinen Rundfunkbeitrag zahlt, obwohl er das müsste. Zu diesem Zweck hat er seine Daten mit denen der Meldeämter abgeglichen:

Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio hat in den vergangenen Monate eine Menge Briefe verschickt. Bis Ende Dezember sollen rund 2,93 Millionen Menschen Post bekommen haben. In den Schreiben geht es darum, zu klären, ob die Adressaten beitragspflichtig sind. In den zurückliegenden Monaten hat der Beitragsservice seinen Datenbestand mit dem der Einwohnermeldeämter abgeglichen, um Hinweise darauf zu finden, wer keinen Beitrag zahlt, obwohl er das eigentlich müsste.   mehr ...

EuGH - Deutscher Rundfunkbeitrag ist rechtens

Der deutsche Rundfunkbeitrag ist nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs rechtmäßig. Der Beitrag sei keine unerlaubte staatliche Beihilfe und verstoße nicht gegen EU-Recht, urteilten die Luxemburger Richter am Donnerstag.   mehr ...


Nobelpreise

Literaturpreis der Neuen Akademie - Alternativer Literaturpreis geht an Maryse Condé

Dieses Jahr wird kein Literaturnobelpreis verliehen, alternativ wurde der Literaturpreis der Neuen Akademie vergeben. Eine Autorin aus Guadeloupe erhält ihn:
 
Der Literaturpreis der Neuen Akademie geht an die Schriftstellerin Maryse Condé aus dem französischen Überseedepartement Guadeloupe. Der Preis wurde als Alternative zu dem in diesem Jahr nicht verliehenen Literaturnobelpreis ins Leben gerufen. Die Jury lobte Condés Werk als wichtigen Teil der Weltliteratur.   mehr ...

Nobelpreis für Wirtschaft geht an William Nordhaus und Paul Romer

Der Nobelpreis für Wirtschaftwissenschaften geht in diesem Jahr an die beiden US-Wissenschaftler William Nordhaus und Paul Romer. Sie werden damit für ihre Forschungen zu Klimawandel und technischen Innovationen geehrt.   mehr ...

Chemie-Nobelpreis für Enzym-Forscherin

Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr zur Hälfte an die Amerikanerin Frances Arnold (California Institute of Technology), und zur anderen Hälfte an George Smith (University of Missouri, USA) sowie den Briten Gregory Winter (Laboratory of Molecular Biology, Cambridge). Die Entscheidung gab die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften soeben in Stockholm bekannt.   mehr ...

Nobelpreis für Physik geht an Lasertechnik-Forscher

Den diesjährigen Nobelpreis für Physik teilen sich der US-Amerikaner Arthur Ashkin, der Franzose Gérard Mourou und die Kanadierin Donna Strickland. Die drei Physiker haben revolutionäre Techniken in der Laserphysik entwickelt, begründete das Nobelpreis-Komitee der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften seine Entscheidung. Die Auszeichnung ist mit umgerechnet 870.000 Euro dotiert.   mehr ...

Medizin-Nobelpreis für Durchbruch in der Krebstherapie

- Der US-Amerikaner James Allison und der Japaner Tasuku Honjo erhalten den diesjährigen Nobelpreis für Medizin.

- Die beiden Immunologen haben nach Ansicht des Nobel-Komitees in Stockholm ein "vollkommen neues Prinzip der Krebstherapie" etabliert.

- Durch die von ihnen entwickelte Methode der "Checkpoint-Inhibitoren" greift das körpereigene Immunsystem Krebszellen an.

- Die Bekanntgabe läutet die Woche der Entscheidungen über die weltweit wichtigsten Auszeichnungen für wissenschaftliche Leistungen ein.   mehr ...