Lebensmittel / Ernährung

Ernährungsförderung - Deutschlands ungebremstes Schlemmen

- Mindestens 70 Länder dieser Welt gehen gegen die Hersteller ungesunder Lebensmittel vor: mit Steuern, Warnungen und selbst Verboten.

- Deutschland bleibt hinter ihnen zurück.

- Den Grund sehen Gesundheitswissenschaftler in Unwissenheit, Trägheit und Lobbyismus:

Überraschungseier sind landesweit aus dem Sortiment geflogen. Auf Cornflakes-Schachteln grinsen keine Comic-Figuren mehr, und Schokodragees auf den Verpackungen sehen auch nicht mehr aus wie Menschlein in bester Partylaune. Von dem ganzen Feuerwerk der Verführung, das tagtäglich in den Supermärkten dieser Welt gezündet wird, ist in Chile nur noch wenig übrig. Stattdessen warnen auf den Verpackungen allenthalben schwarze Plaketten vor zu viel Kalorien, Zucker, Salz oder gesättigten Fetten. Manche Produkte liegen gnadenlos bloßgestellt im Regal. Viermal schwarz. Schön sieht das nicht aus. Doch die Strenge zeigt Wirkung. Nach Angaben der chilenischen Wirtschaft kam bereits zur Einführung der strengen Kennzeichnungs-Regeln jedes fünfte verarbeitete Produkt mit veränderter Rezeptur auf den Markt, um den Warnschildern zu entgehen.   mehr ...

Mangelernährung in Deutschland - „Vegan geht nicht ohne Pharma“

Nährstoffmangel ist ein Massenphänomen. In den armen Ländern Afrikas leidet fast die Hälfte aller Kinder darunter. Aber auch im reichen Westen steigt die Zahl der Betroffenen. Auch wegen des Trends zur veganen Ernährung:

Mangelernährung erhöht Gefahr auf Diabetes Als „Stunting“, zu Deutsch Verkümmerung oder Verkrüppelung, wird es bezeichnet, wenn die Größe eines Kindes aufgrund von Mangelernährung zu gering ist. In armen Ländern wie Sambia sind fast die Hälfte aller Kinder betroffen. In Deutschland liegen keine Daten vor. Laut Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) wäre die Sammlung der Daten kein Problem, etwa beim Schuleintritt. Ärzte wie auch Krankenkassen wären dazu bereit, sagt BVKJ-Sprecher Hermann Josef Kahl. Das Problem sei, dass ein solches Programm in ganz Deutschland initiiert werden müsste. Mit dem 2015 erlassenen Präventionsgesetz wurde sogar eine rechtliche Grundlage dafür geschaffen. Engagement auf bundespolitischer Ebene erwartet der Verbandssprecher jedoch nicht. Das Thema Ernährung ist ein politisches Minenfeld, wie 2013 die Diskussion um den Veggie-Tag gezeigt habe.   mehr ...

Lebensmittelverschwendung - Auch Firmen sollen Lebensmittel retten

Die Unternehmensberatung BCG warnt davor, dass jährlich Lebensmittel im Wert von 1,2 Billionen US-Dollar im Müll landen. Vor allem Firmen könnten das ändern.   mehr ...

 

3sat: "Kampf dem Zucker! Die Politik muss die Industrie in die Pflicht nehmen."

Landwirtschaft

Aktuelle Studie - Glyphosat soll Ursache für Bienensterben sein

Das weltweite Bienensterben beunruhigt viele Menschen. Eine neue Studie will nun einen Grund gefunden haben: das umstrittene Pflanzengift Glyphosat:

Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat gehört zu den umstrittensten Chemikalien unserer Tage. Entwickelt wurde es vom ursprünglich amerikanischen, kürzlich von Bayer übernommenen Unternehmen Monsanto - und es steht im Verdacht, schädigende Nebenwirkungen zu haben. Versuche, es verbieten zu lassen, scheiterten zuletzt aber - es fehlten stichhaltige wissenschaftliche Belegen dafür, dass Glyphosat Krebs verursachen oder Insekten sterben lassen könnte.   mehr ...

Besser kleine Betriebe fördern - Rechnungshof fordert Abkehr von EU-Subventionspolitik

Mehr Geld für kleine Betriebe, weniger für Agrarkonzerne: Der Chef des EU-Rechnungshofs fordert einen Kurswechsel in der Landwirtschaftspolitik und kritisiert, dass Milliardensummen nicht abgerufen werden:

Der Chef des Europäischen Rechnungshofes hat eine Neuausrichtung der EU-Agrarförderpolitik zugunsten kleinerer Betriebe gefordret. "Wir Rechnungsprüfer haben Zweifel, dass die Zielsetzung in der Agrarpolitik noch den Vorgaben in den Verträgen entspricht", sagte Klaus-Heiner Lehne den Zeitungen der Funke Mediengruppe.   mehr ...

Dürrehilfen - Ministerin Klöckner sagt Bauern 340 Millionen Euro zu

Angesichts der Dürreschäden will Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner betroffene Landwirte mit Nothilfen unterstützen. Geplant sind 340 Millionen Euro, davon sollen bis zu 170 Millionen Euro vom Bund kommen, der Rest von den Ländern.   mehr ...

 
 

Tierschutz / Massentierhaltung in Deutschland

Nicht zuletzt durch Umweltthemen gerät die in Deutschland praktizierte Massentierhaltung immer mehr in Verruf. Und die dramatische Abnahme von Arten generell und Insekten im Besonderen gibt Anlass zu Besorgnis.

Entspricht unser Umgang mit Lebewesen und Natur heute noch den Normen einer modernen Zivilisation? Ordnen wir nicht unsere Werte einem hemmungslosen Profit- und Wachstumsstreben unter auf Kosten der Tiere?

Derzeit kann gut beobachtet werden, wie sich immer mehr NGOs dagegen wehren und Politik und Wirtschaft herumeiern ...

 

Neue forsa-Umfrage - Verbraucher schätzen Initiative Tierwohl und wollen Staatliche Tierwohlkennzeichnung mit weit verbreiteter Einstiegsstufe

Ganze 93 Prozent der Verbraucher unterstützen den Ansatz der Initiative Tierwohl, immer mehr finden ihn sogar sehr gut. Die große Mehrheit spricht sich zudem für eine Veränderung der kleinen, realistischen Schritte aus. Beim Staatlichen Label bevorzugen 59 Prozent der Befragten ein mehrstufiges Modell mit einer Einstiegsstufe, die möglichst vielen Betrieben die Teilnahme ermöglicht.   mehr ...

Tierwohl - Aldi führt Fleisch-Kennzeichnung ein

- Mit einem vierstufigen System sollen Kunden von Aldi künftig erkennen können, wie Tiere vor der Schlachtung gehalten wurden.

- Damit haben bald alle deutschen Discounter eine ähnliche Kennzeichnung eingeführt, die sogar noch über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht.

- Das geplante staatliche Tierwohl-Label wird es wohl frühestens in zwei Jahren geben.   mehr ...

Bei Verstößen gegen Tierschutz riskieren Bauern wenig

- Aus einem Papier der Bundesregierung wird klar: Die Einhaltung des Tierschutzes in deutschen Ställen wird nur selten kontrolliert.

- Bestraft werden Verstöße noch seltener. Ein systematisches Problem sei die regionale Nähe zwischen Kontrolleuren und Betrieben, meinen Umweltschützer.

- Nach mehreren Skandalen hatte die Bundesregierung einen besseren Tierschutz eigentlich als vorrangiges Anliegen im Koalitionsvertrag verankert.   mehr ...

 

Weiteres "Doku-Tipp - Schweinerei im Schlachthof."

Spiegel: "Klöckner will Tierwohllabel mit drei Stufen."

TAZ: "Zu enge Einzelkäfige für Schweine - Lasst die Sau raus!"

Statista: "Legehennen - Öko überholt Käfig."

Zeit: "Bundesgerichtshof - Fernsehsender dürfen illegale Aufnahmen von Massentierhaltung zeigen."

Campact: "Petition: *** Schließung des Schlachthofes in Düren aufgrund von massiver Tierquälerei ***."

TAZ: "Bauernverband gibt Widerstand auf - Durchbruch für neues Fleischsiegel."

SZ: "Tierhaltung - Warum deutsche Bauern Schweinen den Ringelschwanz abschneiden."

Petition WeAct: "Retten Sie 50 Millionen Küken."

Petition BUND: "Raus aus der Massentierhaltung."

Lebensmittelzeitung: "Tierwohl - Lidl führt Haltungskompass ein."

Zeit: "Tierschutz - Alternativen zum Kükenschreddern sollen bald kommen."

BUND: "Fleischatlas 2018."

FAZ: "Künstliches Fleisch - Ersetzt das einmal die Massentierhaltung?"

SZ: "Forscher belegen Insektensterben - Dramatischer Insektenschwund in Deutschland."

Greenpeace: "Petition Greenpeace: Lidl kann es besser!

FAZ: "Menschen sind Schweine."

TAZ: "Essay über Massentierhaltung - Ei. Ei.

BUND: "Verbindliche Kennzeichnung aller tierischen Produkte."

Agrarheute.com: "Initiative Tierwohl - Bundeskartellamt fordert mehr Transparenz."

SR: "Demo gegen Massentierhaltung."

Greenpeace: "Tierleid beenden: Greenpeace-Aktivisten fordern eine artgerechte Tierhaltung von Minister Schmidt."

TAZ: "Grünen-Plan für artgerechte Tierhaltung - Die Kuh als Wahlkampfhelferin."

BUND: Faktencheck: Ist Geflügelmast besser als Öko-Haltung?

BUND: "Rettet den Aal!"

Ecowoman.de: Klarheit über Haltungsbedingungen - Wir brauchen eine verbindliche staatliche Kennzeichnung für alle tierischen Produkte."

Correctiv.org: "Irrsinn der Agrarpolitik."

Tierschutzbüro.de: "60 Mio. Schweine pro Jahr werden für die Fleischproduktion getötet."

Change.org: "Petition: Totgeschlagene Ferkel - Tierquäler soll verurteilt werden!"

NDR: "Schweres Tierleid - keine Konsequenzen?"

FAZ: "Bundestag beschließt Gesetz gegen Missstände in deutschen Schlachthöfen."